Seit einiger Zeit schon bastele ich an einem Wordpress-Plugin, das es ermöglichen soll, creative-commons-lizenzierte Bilder, Videos und Audio-Dateien einfach in Blogposts einzubetten und die Lizenzinformationen sowohl menschen- als auch maschinen-lesbar darzustellen. Für die Ungeduldigen unter den Lesern: Downloads gibt es auf GitHub (Direkt-Tarball, Direktzip). Für alle anderen folgt eine kurze Erklärung, gleich nach dem Klick.
Um die in den Kommentaren bemerkten Pfadprobleme zu beheben, die durch die von GitHub vorgegebenen Ordnernamen entstanden, habe ich zur aktuellen Version 0.6.1 einen separaten Release-Tarball erstellt. Es ist weiterhin möglich, dass sich das Markup in naher Zukunft möglicherweise ändert; ich werde versuchen, die Stylesheets für diesen Fall so anzupassen, dass dann auch das aktuelle, dann ungültige Markup weiterhin erfasst wird.
In diesem Blog nutze ich XHTML 5, also die XML-Serialisierung des HTML-5-Standards; als XML-Dialekt ist das Markup somit den entsprechenden Parserregeln unterworfen. Da XML jedoch nur fünf benannte Zeichenreferenzen (named entities) definiert (<, >, &, ' und "), ergibt sich ein Problem: Die in Wordpress standardmäßig vorkommenden Referenzen « und » bringen den Parser aus dem Tritt und führen zum Yellow Screen of Death.
Bisher erforderte dies ein Patchen von Wordpress nach dem Installieren jeder neuen Version. Um das Problem dauerhaft aus dem Weg zu bekommen, habe ich nun ein kleines Wordpress-Plugin geschrieben, dass alle Vorkommen von « und » durch die ensprechenden Zeichen „«“ und „»“ ersetzt. Aus Gründen der Vollständigkeit kümmert es sich ebenfalls um ‹ und › („‹“ und „›“) — an dieser Stelle ein Gruß an das Quo-Netzwerk.
wpquo ist freie Software unter der WTF Public License. Zur Installation einfach die heruntergeladene Datei wpquo.php in das Verzeichnis /wp-content/plugins/ hochladen und das Plugin im Wordpress-Admin-Interface aktivieren.
Da mir Serendipity nicht so sehr gefällt, steige ich nun auf WordPress um – ja, genau den stinkenden Haufen Sondermüll, dessen Entwickler, so hört man, wenig Wert auf Sicherheit legen. Am Rande: Ich habe Fefe einmal eine Email geschickt, ob er seine Blogsoftware (Proudly made without PHP, Java, Perl, MySQL and Postgres) veröffentlicht, bekam aber nie eine Antwort.
Um mein Blog zu migrieren, nutzte ich den Serendipity-to-WordPress Importer(via), der alle meine Beiträge, Kategorien und Nutzer übertrug. Kleines Manko: Drafts wurden als publizierte Beiträge importiert.
Als Theme wählte ich Sandbox, das auch schon der grandiose Jeff Waugh verwendet, ein Stylesheet schreibe ich später. Hinzu kommen verschiedene Plugins, bei deren Installation ich den S9y-Paketmanager durchaus vermisste (weitere folgen später):
Mit ein bisschen PHP habe ich mir meinen Spamschutz leichtgemacht (eigentlich sollte es das als Plugin geben), um OpenID kümmere ich mich später. Und natürlich halte ich mich auch sonst an die Tips der Experten:
Eine Website ist dann gut, wenn nichts mehr da ist, das man löschen kann.
Peter Kröner
Die nächsten Tage über werde ich mich dann wohl damit beschäftigen, 301-Redirects zu basteln.
Julia Seeliger nutzt in ihrem Blog ein neues Theme, das auch Unterstützung für Avatare von Gravatar mitbringt. Auch Webdesigner Peter Kroener ist mit von der Partie. Super denkt sich der unbedarfte Nutzer, noch ein zu allen anderen Systemen inkompatibler Anbieter, bei dem ich mich anmelden muss, um Feature X zu nutzen !. Doch Rettung naht – in Form des hcard-Mikroformats.
Mikroformate bieten eine Einbettungsmöglichkeit semantischer Inhalte in (X)HTML; über die Attribute class, rel und ref werden die entsprechenden Informationen maschinenlesbar markiert. Die Nutzung von XML-Namensräumen wäre wohl der sauberere Ansatz, verträgt sich jedoch nicht mit Tagsoup-Apologeten wie Garvin Hicking, der leider nicht viel von validem Markup hält.
Die hCard-Spezifikation basiert auf dem bekannten und verbreiteten Standard vCard (RFC 2426) und besteht aus einem Stück (X)HTML-Code, das man einfach nur in das eigene Blog einfügen muss. Und diesen muss man natürlich auch nicht unbedingt selbst schreiben, sondern kann ihn sich vom hCard Creator generieren lassen.
Und nun zum Nutzen des Ganzen: Mit der Firefox-Erweiterung Operator lassen sich hCards (und weitere Mikroformate) einfach exportieren oder als Mini-Mashup (Kontakt / Ort / Tag in Google Maps / bei Amazon / Flickr finden) nutzen – eine ausführliche Erklärung findet sich im Blog von Alex Faaborg. Und für den Blogosphärenkrebs Wordpress existiert ein Plugin, das die Avatare aus hCards ausliest und wider Erwarten offenbar funktioniert.