Linkschleuder (24)

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07. Mai 2012 von erlehmann
Kategorien: Linkschleuder | Schreibe einen Kommentar

Sabotage: Warum nicht?

The great thing about owning a domain name isn't setting the A record to 8.8.8.8, it's showing everyone online that I did.

Gestern hat Jens Ohlig (johl) den A-Record der Domain warumnicht.so auf 8.8.8.8 gesetzt, kurz nachdem ich eine ältere Folge nachgetragen hatte. Dadurch laufen nun alle Links auf den Podcast Warum nicht? ins Leere; hier ist die neue Adresse.

Der Hintergrund: johl war unzufrieden mit meiner Arbeitsgeschwindigkeit und versuchte wiederholt, mich mit seiner Kontrolle über die Domain zu erpressen. Als ich ihm vorschlug, die Domain abzugeben oder es selber besser zu machen, wurde er wütend.

Zuvor hatte johl angekündigt, die Domain warumnicht.so auslaufen zu lassen, als er nicht mehr beim Podcast mitmachen wollte. Er hat sie jedoch verlängert – mutmaßlich, um zu sicherzustellen, dass ich sie nicht nutzen kann. Ich bewerte sein Verhalten als Sabotage – antisozial gegenüber Abonnenten und jedem, der je einen Link auf die Podcast-Seite gesetzt hat.

In Zukunft werde ich Web-Projekte, in die ich nennenswert Arbeit investiere, komplett in eigenen Namensräumen betreiben und mich von Leuten fernhalten, die mich für erpressbar halten.

Das Phänomen „Webseiten Löschen aus Frust“ habe ich übrigens schon einmal thematisiert.

Die Domain verweist wieder auf Inhalte. johl hat mich darum gebeten, das Chatlog zu löschen; ich habe das als Geste des guten Willens mal gemacht.

23. April 2012 von erlehmann
Kategorien: In eigener Sache, Netzkultur, Podcast | Schlagwörter: , , , | 12 Kommentare

Monogamie, Hegemonie und warum wir keinen Sex mehr haben werden

Liebe [klassifizierte Information],

es wäre ziemlich egoistisch von mir, zu verlangen, dass du offen zu mir als Sexualpartner stehst. Ich möchte dich auch nicht zwingen, zwischen mir und deinem Freund zu entscheiden. Immerhin denkt er, ihr hättet eine monogame Beziehung.

Und ich sehe dein Problem: Leute, die sich außerhalb sexuell exklusiver Beziehungen bewegen, werden abgestraft – durch gesellschaftliche Verurteilung, Beendigung von Beziehungen und körperliche Gewalt.

Aber: Mit deiner Geheimnistuerei bist du selbst Vertreterin einer Gesellschaft, die monogame Beziehungen als Norm präsentiert. Das ist antisozial gegenüber allen, die offen zu ihren nicht-monogamen Beziehungen stehen; es befördert ihre Diskriminierung.

Für Diskrepanz zwischen Reden und Handeln gibt es viele Beispiele: Befürworter freier Kultur und freier Software, die iPads kaufen. Leistungsorientierte Studenten, die den Betrüger Karl-Theodor zu Guttenberg verteidigen. Am Bekanntesten sind wohl homosexuellen-feindliche Politiker, die insgeheim schwul sind.

Derartiges Verhalten ist mir zuwider. Ich möchte es nicht durch mein Handeln befördern. Solange du nicht offen zu deiner nicht-monogamen Lebensweise stehst, werde ich keinen Sex mit dir haben.

Grüße,


Habe den Namen der angesprochenen Person rausgenommen – mindestens so lange, bis ich weiß, ob mir die postprivaten Konsequenzen einer Namensnennung egal sind. Ein Outing war nicht die angedachte Richtung dieses Beitrags.

11. April 2012 von erlehmann
Kategorien: In eigener Sache, Politik, Rants | Schlagwörter: , , , , , | 3 Kommentare

Projekte anderer Leute

Freunde von mir sind noch bis Ende der Woche in Island. Sie machten eine Menge Fotos für ihr Reiseblog; fotografiona und cy_pp containerten auf der Fähre.

Gerrit van Aaken schreibt ein Buch über Webtypografievorfinanziert durch Crowdfunding. Zur Zeit ist etwa die Hälfte der dafür benötigten 7500€ erreicht.

Sigi hat jetzt ein Kochblog. Am Montag gab es gefüllte Paprika.

Bonus-Leckerli: Die deutschsprachige Visual Novel Netto no Shishou: Bernd ist nun auch im Quelltext verfügbar.

11. April 2012 von erlehmann
Kategorien: Bastelei, Bilder, Netzkultur, Software, Spiele | Schlagwörter: , , , , | 2 Kommentare

Fiona lernt Programmieren und andere Vorkommnisse

Viele werden es bereits kennen, der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle jedoch auf Fiona lernt Programmieren verwiesen: Seit Januar arbeiten fotografiona, plomlompom und ich uns anhand des Buches Programming from the Ground up durch die Feinheiten von x86-Assembler; später werden wir uns mit C und Python beschäftigen.

Obwohl unser Vorgehen bei Hipstern eher auf Ablehnung stößt, haben wir zur diesjährigen Fefecon eine Vortragseinreichung dazu vorbereitet: In „Hallo Welt” in Assembler wollen wir unseren Ansatz erklären, Erkenntnisse präsentieren und nebenbei erläutern, warum Codeacademy doof ist.

Eine weitere Einreichung von mir und plomlompom, Keine Angst vor großen Zahlen!, beschäftigt sich mit der Annahme, neben gigantischen Hardware- und Software-Plattformen mit Millionen von Nutzern sei kein Platz für weitere communities. Sie basiert teilweise auf der bei der re:publica nicht angenommenen Einreichung Diaspora braucht kein Mensch!.

26. März 2012 von erlehmann
Kategorien: In eigener Sache, Software | Schlagwörter: , , , , | Schreibe einen Kommentar

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