Die Welt ist gar nicht so.

Sie ist ganz anders.

Archiv für Kategorie „In eigener Sache“

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Google Summer of Code 2010

Im Rahmen des Google Summer of Code 2010 beschäftige ich mich mit Wordpress, HTML5 und RDFa. Weitere Informationen gibt es im Labs-Blog von Creative Commons.

erlehmann
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Zu verkaufen: Ticket für die re:publica 2010

Da ich als speaker auf der diesjährigen re:publica-Konferenz angenommen wurde und somit freien Eintritt habe, brauche ich mein Ticket nicht mehr. Dieses verkaufe ich nun zum Selbstkostenpreis von für 54,76 € (Blogger, early bird) Wenn es jemand kaufen möchte, sendet mir bitte eine Email oder meldet euch in den Kommentaren.

Verkauft.

erlehmann
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Wie primacall 38 Blogposts löschen lassen möchte

Spreeblick hat schon seit einiger Zeit Stress mit primacall, einem Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen und Auftraggeber des Callcenters voxpark. Ursprünglicher Streitpunkt war ein Interview mit einem Ex-Mitarbeiter, in dem dieser unter Anderem die Behauptung aufstellte, primacall würde ganz und gar unzivilisierte Geschäftspraktiken beauftragen — bei Spreeblick ist der entsprechende Artikel mittlerweile gekürzt (zum Vergleich: das Original bei Wikileaks).

Jetzt jedoch geht die Firma einen Schritt weiter: Man verlangt von Spreeblick die Löschung von [38] Artikeln über das Unternehmen auf anderen (!) Websites. Besonders absurd ist dies im Hinblick auf einen vorherigen zusammenfassenden Blogpost, in dem Johnny bemerkt:

Es folgte ein Schriftwechsel über mehrere Wochen, in dessen Verlauf ich Primacall zu erklären versuchte, dass eine Entfernung bei Spreeblick den Artikel keineswegs aus dem gesamten Internet löschen würde und die Löschung stattdessen für neue, vermutlich von Primacall ungewollte Aufmerkamkeit sorgen könnte.

Spreeblick sucht nun für den anstehenden Prozess Zeugen, die die im Interview getätigten Behauptungen belegen oder auch sonst in Bezug auf die primacall GmbH aussagen können.

Aus diesem Anlass möchte ich noch einmal auf meinen eigenen — nach einem Schreiben der Anwälte von primacall mittlerweile ebenfalls entschärften — Beitrag zum Thema hinweisen: Wie voxpark für primacall arbeitet, in dem meine Erfahrungen als Bewerber beim Callcenter voxpark (primacall ist dort Auftraggeber) dokumentiert sind.

erlehmann
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In Sachen primacall

Vorgestern ging bei mir ein Einschreiben einer Anwaltskanzlei ein, die mich im Auftrag der primacall GmbH, aufforderte, den Beitrag „Wie voxpark Bewerber verarscht“ zu löschen. Kritisiert werden u.A. angeblich falsche Tatsachenbehauptungen in Bezug auf den Begriff Cold-Calling und die Formulierung Telefon-Spam. Außerdem wird im betreffenden Schreiben behauptet, primacall-Mitarbeiter mit Vodafone-Vertretern oder Zeugen Jehovas zu vergleichen, wäre beleidigend und unzulässige Schmähkritik.

Der betreffende Artikel ist daher zunächst offline, mindestens bis ich eine Rechtsberatung in Anspruch genommen habe. Die Kommentare sind als Vorsichtsmaßnahme geschlossen.

Weil es sich wirklich herrlich absurd liest:

Der Vorwurf, die im Auftrag unserer Mandantin tätigen Mitarbeiter würden „gezielt fremde Menschen belästigen und damit auf einer Stufe mit Staubsauger-, Vodafone-Vertretern und den Zeugen Jehovas stehen“ ist beleidigend. Dabei handelt es sich um unzulässige Schmähkritik, bei der die Auseinandersetzung mit der Sache in den Hintergrund getreten ist und es nur noch um die bloße Herabsetzung unserer Mandantin geht.

Der beanstandete Artikel ist wieder online, mit kleineren Änderungen. An dieser Stelle vielen Dank an Johnny Häusler und Dennis Sevriens.

erlehmann
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Wie voxpark für primacall arbeitet

Bekommen sie gerne Spam ? wollte ich vom Callcenter-Angestellten am anderen Ende des Tisches wissen, der mir nach kurzer Pause bedeutete, meine Frage zu wiederholen. Bekommen sie gerne Spam ?Nein. antwortete der Anzugträger, Wieso wollen Sie das wissen ? Ich winkte ab, worauf er weiter über den Bereich A2 — Aktivierung […] potentieller Kunden — referierte. Den anderen Bewerbern sollte klar sein, worauf meine Frage abzielte.

Zwanzig Minuten vorher, gegen halb zehn, hatte ich noch im Foyer der voxpark GmbH gesessen, geködert von der Aussicht, fürs Reden bezahlt zu werden. Fine Phine, eine ehemalige Schulkameradin, hatte erwähnt, hier mal gearbeitet zu haben. Als ich vor der Uni angesprochen wurde, war ich also nicht abgeneigt — bis sich herausstellte, dass die Arbeit darin bestand, Adresslisten abzutelefonieren, um Leuten Telefontarife zu verkaufen. Gezielt fremde Leute […] anrufen und damit auf einer Stufe mit Staubsauger Vodafonevertretern und den Zeugen Jehovas stehen wollte ich nicht; meine Bekannte war da wohl etwas weniger sensibel.

Einige Monate später kontaktierte man mich erneut: Diesmal ginge es nur um Bestandskunden, also Leute, mit denen bereits eine Vertragsbeziehung bestehe. Ein Termin wurde für Donnertag vereinbart und, als ich kurzfristig nicht konnte, auf Freitag verlegt. Schließlich saß ich zusammen mit acht weiteren Bewerbern um einen Tisch. Kurz tauschte man sich aus, einige hatten ähnliche Geschichten vorzuweisen. Wer nicht schwieg, teilte die Ablehnung […] gegen die Aktivierungsabteilung A2: Einer bestand sogar darauf, dass diese Art der Akquise seit drei Monaten kriminell sei, es wäre ein neues Gesetz erlassen worden. Dann erschien ein junger Mann, der uns einweisen sollte; es wurde still.

Recht schnell eröffnete dieser uns, dass man, bevor man im Bestandskundenprojekt eingesetzt würde, mindestens einige Tage in der Aktivierung arbeiten müsse, um das Telefonieren zu lernen. Diese Ankündigung rief allgemeines Missfallen hervor — ich und ein weiterer Beteiligter erhoben sich bereits, da holte der Angestellte einen Kollegen, welcher uns jedoch ebenfalls nicht zum Bleiben überreden konnte: Nach kurzem Geplänkel (s.o.) verließen nunmehr vier Personen die Vorstellungsrunde. Beim Verlassen des Gebäudes bedeutete ich der Rezeptionistin, meine Telefonnummer zu löschen.

Fassen wir also zusammen:

  • voxpark produziert Telefon-Spam (übrigens im Auftrag der Primacall).
  • voxpark lügt Bewerber an, von wegen es gehe nur um Bestandskunden.

Und das, liebe Kinder, sind zwei gute Gründe, warum man nicht dort arbeiten möchte.

Spreeblick hat bereits 2007 einen Primacall-Mitarbeiter interviewt und wurde prompt abgemahnt (via verbraucherrechtliches …).

Nachdem ich einen Brief von einer Anwaltskanzlei bekam, wurde dieser Beitrag ohne Anerkennung einer Rechtspflicht nachträglich abgeändert, damit ich keine Briefe von dieser Anwaltskanzlei mehr bekomme; veränderte Stellen und Auslassungen sind durch Ellipsen in eckigen Klammern markiert. An dieser Stelle vielen Dank an Johnny Häusler und Dennis Sevriens.

erlehmann