Normalerweise hätte ich das ja einfach in die nächste Linkschleuder gepackt, aber Digital: A Love Story ist einfach zu gut, als dass man es inmitten von Leseempfehlungen untergehen lassen darf. Es handelt sich bei diesem Spiel um eine Art Visual Novel, deren einziger Schauplatz jedoch der Desktop des Protagonisten ist, von dem aus dieser verschiedene BBS-Systeme anwählt und dort Nachrichten versendet und erhält. Gelegentlich enthalten diese nützliche Programme als Anhang, die im weiteren Verlauf des Spiels hilfreich sind, z.B. um den Gibson zu hacken.
Neben der genialischen Art und Weise, mit der Programmiererin Christine Love die VN-Engine Ren’Py nutzt, um ein immersives Retro-Betriebssystem zu schaffen, fällt vor allem die Qualität der Konversationen auf — damit das Szenario plausibel wirkt, hat Love auf der Archivseite textfiles.comrecherchiert, wie damals kommuniziert wurde. Das Resultat ist emotional berührend in einer Weise, wie es bisher nur Jason Rohrer mit Passage und Gravitation gelang.
Digital: A Love Story ist verfügbar für Linux, Mac OS X und Windows; lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz BY-NC-SA.
Inspired by Krautchan /int/, I made a set of high-quality countryball skins for the game Teeworlds. Look at the screenshots, then download everything from GitHub !
ネットの師匠: Bernd (Netto no Shishou: Bernd, auf deutsch etwa „Meister des Internets: Bernd“) ist eine deutschsprachige Visual Novel, die mit dem Python-Framework Ren’Py entwickelt wird. Der Plot um den Sozialphobiker Bernd beginnt, als dieser mit seiner Mutter und seiner kleinen Schwester Laura gegen seinen Willen nach Berlin zieht — sein neues Zimmer ist dem Klischee entsprechend im Keller. Nachdem seine persönlichen Daten auf Krautchan postiert werden, kontaktiert ihn ein Mädchen aus der Nachbarschaft … mehr Infos gibt es im entsprechenden Artikel im Krautwiki, Downloads hier und hier.
Eine weiter fortgeschrittene VN namens Katawa Shoujo (auf deutsch: „Krüppel-Mädchen“) hat übrigens ein Team von 4chans /a/ gebastelt. Dort spielt die Handlung auf einer Schule für behinderte Jugendliche, Genaueres in der ED. Hier erstmal ein paar Bildchen von NNSB (mehr hier):
Auch auf dem — schon etwas länger zurückliegenden — Mozilla Addon Workshop wurde die c-base MTC rege in Anspruch genommen. Glücklicherweise schaute t mit einer Kamera vorbei; so entstand ein kurzes Gameplay-Video von meinem Spiel Alles Paletti:
Vor ein paar Tagen motivierte mich cccp, Autor des Pong-Klons Sponc dazu, mich einmal mehr mit der c-base MTC zu befassen. Noch bevor ich die Grundlagen der zu benutzenden Bibliothek libavg erlernt hatte, kam mir die Idee, ein Malspiel nach dem Vorbild Battle Painter zu programmieren.
Alles Paletti hat ein sehr simples Spielfeld — es besteht aus je einer farbigen Markierung in jeder Ecke und einer halbtransparenten Zeitanzeige. Die Spielregeln lauten wie folgt:
Wird eine Farbe berührt, wird ein Cursor erstellt, der mit der zugehörigen Farbe malt.
Wenn eine Runde (20 Sekunden) zu Ende ist, gewinnt die Farbe, die die größte Fläche bedeckt.
Man kann sich denken, dass das Spiel sehr hektisch verläuft und Leute mit spitzen Fingernägeln unfaire Vorteile haben. Das Programm ist in Python geschrieben und unter der GPL v3 lizensiert (Quellcode). Hier noch ein mit einer hässlichen Handykamera aufgenommenes Foto: