Heute erschien eine Pressemitteilung der Jungen Union Berlin, in dem diese ein härteres Vorgehen gegen frei verfügbare Pornografie im Internet anmahnt (Netzpolitik berichtete). Conrad Clemens, Landesvorsitzender der JU Berlin, hat hierzu Die Welt ist gar nicht so telefonisch einige Fragen beantwortet:
Die Welt ist gar nicht so: Handelt es sich bei der heute erschienen Pressemeldung mit der Überschrift Stoppt die Generation Porno! tatsächlich um eine offizielle Mitteilung der Jungen Union Berlin? Oder ist diese möglicherweise auf einen unberechtigten Zugriff auf die Webseite zurückzuführen?
Conrad Clemens: Das ist in der Tat so. Das stammt aus meiner Feder, es ist sozusagen eine Pressemitteilung von uns.
Die Meldung wurde von der JU-Berlin-Seite entfernt. Hier ist ein Screenshot.
D: Inwiefern verträgt sich die besagte Pressemeldung mit dem Netzpolitik-Beschluss des Deutschlandrates der Jungen Union von letzter Woche, der sich klar für den Grundsatz Löschen statt Sperren ausspricht, Sperrungen als nutzlos bezeichnet und eine erneute Debatte als überflüssig charakterisiert? Oder wurde der jetzige Zeitpunkt der Veröffentlichung gewählt, um gerade da eine konservative Gegenstimme anzubringen?
CC: Ich kenne den Beschluss des Deutschlandrates, ich finde ihn auch in großen Teilen gut und richtig. Das ist insofern ein neues Thema, als dass es heute eine Studie gab — einen aktuellen Bezug zur Pornografie im Netz. Davon handelt der Antrag, die Beschlusslage nicht explizit. Es geht eben darum, dass es schon länger einen Anstieg von Pornoseiten und einen leichten Zugang zu Pornoseiten von Jugendlichen, von Minderjährigen gibt und da finden wir als Junge Union Berlin, dass da eben etwas getan werden muss.
Kurz vor seiner Abreise ins Land der unbegrenzten Tödlichkeiten traf ich mich mit Technik-Philosoph mspro (Blog, Twitter) auf einer Wiese am Ostkreuz, um über seinen bisherigen Werdegang, sowie Philosophie und Politik zu plaudern. Zwischendurch wurden wir von einem alkoholisierten Penner gestört — aber hört selbst:
Es folgen nun einige Links zu den besprochenen Themen, bleiben sie dran.
At the third day of the re:publica 09 conference, I did meet moot of 4chan fame for an interview. Here is the first part, as audio (Vorbis) and also transcribed. Wherever I have removed something ([…]), it was either unintelligible (due to the used cell phone microphone and the abysmal quality of AMR) or insignificant (e.g. fillers like you know, which moot used really often). Everyone wanting to help with transcribing the second part (or just being curious) is advised to check the original (AMR) file.
Sie können diesen Artikel nicht bringen, wenn sie mir nicht handfeste Beweise vorgelegt haben ! Dass solche Sätze überhaupt außerhalb von Filmstudios und innerhalb echter Redaktionen fallen, ist wohl reine Fiktion — oder wie sonst ist zu erklären, dass nationale und internationale Medien, Ermittlungsbehörden und sogar der baden-würtembergische Innenminister sich von einer simplen Bildmanipulation täuschen ließen ? Ob Süddeutsche oder taz, B.Z. oder Tagesschau — alle titelten sie Amoklauf im Internet angekündigt, wiesen auf das Internetforum Krautchan hin. Erst einige Zeit, nachdem dessen Betreiber dementierten und Blogger Ungereimtheitenaufdeckten, ruderten Polizei und Medien zurück, einige offenbar dermaßen peinlich berührt, dass sie alte Artikel löschten. Lauert meer !, möchte man ihnen nur mitleidig zurufen.
Löblich erwähnt werden, kann hier nur ein Mitglied der „klassischen“ Medien — die London Times, die beim Betreiber nachfragte und promt ein Dementi erhielt: I even know who posted it, and he’s from Dusseldorf. That’s not even near Baden-Wuerttemberg. schrieb Administrator Tsaryu zurück, eine klare Absage an jeglichen übertriebenen Sensationsjournalismus. Da auch ich seit fast zwei Jahren auf Krautchan postiere, habe ich per IRC ein Interview mit dem Ersteller der Fake-Grafik geführt, der — aus nachvollziehbaren Gründen — anonym bleiben will (der Text ist rechtschreibkorrigiert).
Ich finde es ja amüsant, dass die Abendzeitung meinen Blogeintrag zweitverwertet, ganz ohne einen Link auf dieses Blog zu setzen. Tja, so ist das halt mit den Qualitätsmedien, die das Internet nicht verstanden haben …
Der dort erwähnte Journalist Markus Hannich war übrigens einer der ersten, die auf den Zug aufsprangen. Gut für seine Vita, dass die BILD die Story erst wollte, nachdem sich die Polizei gründlich blamiert hatte. Und die Sache mit dem verräterischen Zeitstempel ist Unsinn — der Amoklauf passierte am Vormittag des 11. März 2009, der Fakepost zeigt 2009-03-11 02:45:35.