Die Welt ist gar nicht so.

Sie ist ganz anders.

Archiv für Tag „krautchan“

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Jetzt neu: Instant-Kopierpaste für den Hausgebrauch

Sie kennen es sicher auch: Sie wollen einem Faden Qualität verleihen, haben die entsprechende Kopierpaste aber nicht zur Hand ? Damit ist jetzt Schluss: Mit dem CP-Manager aus dem Hause Die Welt ist gar nicht so sind Sie immer in der Lage, aktuelle Kopierpaste zu pfostieren. Der CP-Manager kann so viel !

  • Import von Kopierpasteten aus einem Verzeichnis mit Textdateien
  • Editieren von Kopierpasteten
  • Erstellen neuer Kopierpasteten
  • Löschen bestehender Kopierpasteten
  • Und natürlich: Kopieren von Kopierpasteten

Laden Sie jetzt den CP-Manager (screenshot) und erhalten Sie gratis ein Jahrespaket Kopierpasteten dazu !

Der CP-Manager benötigt Python mit PyGTK. Zu Quellcode und Nebenwirkungen klonen Sie das GitHub-Repository oder fragen sie ihren Enterprise- oder Expertenprogrammierer.

erlehmann
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Feministinnen: Leichte Beute für Trolle

Forumsbeitrag Krautchan: „Erschießen sollte man diese Fotze.“

Lauter Perverse. So musste es wohl auf Uneingeweihte wirken, was am Rande der diesjährigen re:publica-Konferenz geschah: Bei zwei Veranstaltungen — zu Sexismus im Netz und Modeblogs — wurde der dem Livestream anhängige Chat geflutet mit Spam, Beleidigungen und Kopierpaste. Quelle der Trollereien ist ein Internetforum, das ich an dieser Stelle nicht nennen werde. Auch im re:publica-Blog hat man das Thema bereits kommentiert.

Es ist kein Zufall, das gerade Sessions dieser Art von derart intensiver Trollerei betroffen sind — ebensowenig wie es kein Zufall ist, dass gewisse Feministinnen jene Ereignisse sofort als Beleg für real existierenden Sexismus […] im Internet ansehen und infolge dessen übereifert Alarm in ihrem Blog schlagen. Zwischen beiden Punkten besteht ein ursächlicher Zusammenhang: Gewisse Verhaltensweisen verleiten Trolle dazu, weiterzumachen, ja sogar ihre Anstrengungen zu intensivieren — schon lange lautet ein Sinnspruch zum Thema „Don’t feed the trolls.“; die nun empörten Bloggerinnen begehen eben den Fehler, diese Weisheit nicht zu beachten.

Kostenlose Vollversion …
erlehmann
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Polandball, the game

Inspired by Krautchan /int/, I made a set of high-quality countryball skins for the game Teeworlds. Look at the screenshots, then download everything from GitHub !

Polandball is attack by Franceball and Russiaball
erlehmann
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Jugendmedienstaatsverbot

Gerade hat der Bundespräsident das Netzsperren-Gesetz dann doch noch unterzeichnet, da wird bereits schon ausgeholt für die nächsten Schlag gegen das freie Internet: Mit dem geplanten Jugendmedienstaatsvertrag (Entwurf) stehen Maßnahmen wie umfassende Internetsperren, Alterskennzeichnung von Webseiten und Sendezeiten im Internet auf der Agenda. Genaueres findet man beim AK Zensur, Peter Kröner fasst die Implikationen zusammen:

  • Es wird eine Art Deutschland-Intranet plus X erschaffen — für ein paar kommerzielle große Websites aus dem Ausland wird es sich sicher lohnen, den JMStV zu befolgen, für euer liebstes […] Blog aus Übersee sicher nicht. Dieses wird dann also einfach geblockt und das war‘s. Ein ähnliches Schicksal könnte viele Websites und Dienste ereilen: Github, Microformats.org, der HTML5-Entwurf der WHATWG, sonstige wichtige Open-Source-Projekte [würden geblockt].
  • Der geneigte […] Blogger wird verpflichtet, seine Kommentare zeitnah auf Unbedenklichkeit […] zu prüfen. Weder weiß man, was zeitnah ist, noch dürften […] die meisten von uns juristisch genug geschult sein, um das zu beurteilen.
  • Wenn an allen Ecken und Enden Zäune und Schranken aufgestellt werden, wird es zunehmend unmöglich, in offenen Prozessen via Internet gemeinsam Wissen zu erarbeiten oder auch nur seine Euros zu verdienen — selbst wenn hierbei alle beteiligten Personen über 18 sein sollten, wenn etwas gesperrt oder erst ab 22 Uhr zugänglich ist, ist das nicht zu ändern.

Gerrit van Aaken prognostiziert hierzu treffend: Der nächste Schritt in diesem Wahnsinn wäre höchstwahrscheinlich ein Genehmigungsverfahren, bei dem man Sendelizenzen für das Internet erwerben kann.

Als welche moralische Instanz sich die entsprechenden Stellen positionieren, ist anhand des dritten Berichts der KJM über die Durchführung der Bestimmungen des JMStV erkenntlich: Im Bericht werden u.A. pornografische[n] Abbildungen mit außergewöhnliche[n] und bizarre sexuelle[n] Praktiken […] (Seite 41) als Teilgebiet des bisherigen Engagements genannt; weiterhin als „Problemfelder“ charakterisiert werden Rapmusik (Seite 35) und netzwerkbasierte Computerspiele (Seite 43f), wobei hier insbesondere user generated content als Gefahr eingestuft wird (Spore lässt grüßen). Besonders im Hinblick auf die neuen Vorschriften zur Jugendpornografie bedeutsam erscheint:

Auch Jugendliche selbst stellen über die vielfältigen technischen Möglichkeiten – die immer einfacher zu handhaben sind und immer günstiger zur Verfügung stehen – Inhalte ins Netz, die nicht unbedingt den gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen entsprechen.

Selbst gibt man zu (Abschnitt B.10.1, Seite 41):

Die KJM hatte sich bereits im Jahr 2003 mit dem Thema befasst und Sperrungsverfügungen gegen Access-Provider von Anfang an als mögliche ultima ratio-Maßnahme angesehen.

Noch deutlicher wird nur an einer Stelle, mit welcher Ideologie wir es hier zu tun haben: Kapitel C.2 (Seite 55) ist überschrieben mit Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein.

Wie es um existierende Jugendmedien nach dem Beschluss eines derartigen Staatsvertrages bestellt sein könnte, lässt sich übrigens erahnen: Die Google-Suche nach „b random“ brachte bis vor einiger Zeit keinen Link auf 4chan /b/, weil die entsprechende Seite auf einer Zensurliste stand (siehe mein Interview mit moot). Und auch bei der Suche nach „bernd krautchan“ werden aktuell mehrere Suchergebnisse zensiert — dank deutscher Behörden (Krautchan selber taucht auf Wunsch der Betreiber nicht auf).

Ein Portal mit umfangreichen Informationen zum Engagement gegen dieses Gesetzesvorhaben gibt es im Wiki der Piratenpartei.

erlehmann
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Wildunfall im Feuilleton

Schon erstaunlich, dass Axolotl Roadkill auf Krautchan kritischer bewertet wird als vom gesamten deutschen Hochfeuilleton, bestehend aus FAZ, Spiegel, Zeit, SZ usw., die das Buch einhellig euphorisch besprachen. Dabei sollte es doch eigentlich umgekehrt sein, denn:

Mir bereitet es keine Schwierigkeiten, dabei zuzusehen, wie einer Sechsjährigen bei vollem Bewusstsein gleichzeitig mit kochendem Schwefel die Netzhaut ausgebrannt und irgendein Schwanz in den Arsch gerammt wird, und danach verblutet sie halt mit weit geöffneten Augen auf einem Parkplatz — solche Sätze stehen in diesem Buch, ohne Verbindung zu dem, was vor ihnen, und dem, was nach ihnen steht […]

Gewaltfantasien, Pädophilie und Kopierpaste ? Kommt mir irgendwie bekannt vor. Und eigentlich ist es ja auch Zeit für den großen deutschen Coming-of-Im·age·board-Roman, 4chan-Style — zusammengewürfelt aus Fragmenten anonymer Erzählungen, nur echt mit urheberrechtsverneinenden Bildchen neben jedem zweiten Absatz. Nein, ein derartiges Buch hat die gefallene Literaturgöre leider nicht verfasst, aber man wird ja wohl noch träumen dürfen …

Achja, zu Frau Hegemann: Angesichts ihres Angesichts zeigt sogar Bernd echte, ehrliche Emotionen:

Mir tut das Mädchen einfach nur leid. Eigentlich würde ich mich über so eine dämliche Plagiatorin köstlich amüsieren, weil ich ihr den Erfolg und das Mädchen-Sein neiden würde, aber die arme Helene ist so verdammt häßlich, dass da keine Häme aufkommen will.

Mit diesem groben und unförmigen Gesichtchen, der furchtbaren Haut und den dünnen und strähnigen Haaren könnte sie noch ein paar andere Mädchen häßlich machen. Sie wird nie der erotische Traum eines Jungen sein, was fast allen Mädchen gerade ihres Alters vergönnt ist, egal wie sehr sie sich auch anstrengt (ein dickes Mädchen könnte etwa abnehmen, aber sie..?), und der einzige Weg, nun doch etwas Achtung und Anerkennung zu bekommen, war diese Literatenkarriere, die nun so früh schon ein schmähliches und erbärmliches Ende gefunden hat.

Im Übrigen habe ich Axolotl Roadkill nie gelesen.

erlehmann