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	<title>Die Welt ist gar nicht so. &#187; Rants</title>
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	<description>Sie ist ganz anders.</description>
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		<title>Privatheit contra WWW</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 14:11:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erlehmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Privacy-Checkbox ist eine Lüge Internetplattformen – maßgeblich Facebook und Google+ – vermitteln, Privatsphäre ließe sich durch das Setzen von Häkchen schützen. „Privat“ heißt dort: Inhalte sind nur für bestimmte Nutzer einsehbar. Plattform-Anbieter sammeln dennoch viele Nutzer-Informationen: Selbst wenn sie &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/privatheit-contra-www">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3 id="privacy-checkbox-lüge">Die Privacy-Checkbox ist eine Lüge</h3>

<p>
    Internetplattformen – maßgeblich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook"><i>Facebook</i></a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Google%2B"><i>Google+</i></a> – vermitteln, Privatsphäre ließe sich durch das <span title="im Privatsphären-Einstellungsdialog">Setzen von Häkchen</span> schützen. „Privat“ heißt dort: Inhalte sind nur für bestimmte Nutzer einsehbar.
</p>

<p>
    Plattform-Anbieter sammeln dennoch viele Nutzer-Informationen: Selbst wenn sie sie nicht zu Werbezwecken benötigen, müssen sie immerhin die Zugangsbeschränkungen verwalten. Die so propagierte Privatheit hat mit Datenschutz wenig zu tun; für beteiligte Firmen und Regierungen sind die Daten <a href="http://yro.slashdot.org/story/11/11/10/2021215/judge-rules-twitter-data-fair-game-in-wikileaks-investigation">jederzeit zugänglich</a>.
</p>

<p>
    Die zur Durchsetzung der Privatphäre in sozialen Netzwerken angewandten Nutzergängelungen widersprechen jedoch den <a href="http://www.w3.org/DesignIssues/Principles.html">Prinzipien, die das Web erfolgreich gemacht haben</a> – maßgeblich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperlink">Hyperlinks</a> und einfacher Zugang zu dezentral gelagerter <span title="In HTML können etwa Überschriften oder Zitate maschinenlesbar markiert werden.">strukturierter Information</span>.
</p>

<span id="more-4190"></span>

<h3 id="halbtote-links">Halbtote Links</h3>

<p>
    <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Uniform_Resource_Locator"><abbr title="Uniform Resource Locator">URL</abbr>s</a> – Verweise auf Resourcen im Netzwerk – sind das Rückgrat des Webs. Sie erst ermöglichen den einfachen Austausch von Informationen und werden sowohl <i lang=en>online</i> als auch <i lang=en>offline</i> verwendet, um Artikel, Bilder, Audio, Video <abbr title="und Vieles mehr">u.V.m.</abbr> mit Anderen zu teilen.
</p>

<p>
    Zwangs-Anmeldungen und Leseverbote behindern diesen Austausch von Informationen enorm. Um <abbr title="Uniform Resource Locator">URL</abbr>s gegenüber plattform-internen Verweisen zu entwerten, werden sie unleserlich gemacht, etwa durch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kurz-URL-Dienst">Kürzung</a>. <i>Google+</i> lügt bei privaten Beiträgen sogar, sie würden nicht existieren und gibt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/HTTP-Statuscode#4xx_.E2.80.93_Client-Fehler">Fehler 404</a> zurück.
</p>

<h3 id="balkanisierung">Balkanisierung</h3>

<p>
    Wer private Resourcen teilen möchte, kann diese nun dennoch an andere Stellen kopieren, die weniger Beschränkungen bezüglich Anschauung <abbr title="beziehungsweise">bzw.</abbr> Kommentaren haben. Dann jedoch geht der bisherige Kontext verloren.
</p>

<p>
    Öffentlich zugängliche Diskussionen an verschiedenen Orten sind unproblematisch – Kontextverlust stört jedoch massiv. Durch ihn können etwa <a href="http://mobile.twitter.com/shiterlesays/status/142625347031142400">scherzhafte Bemerkungen</a> <a href="http://mobile.twitter.com/hanhaiwen/status/142641563472900096">als Vergewaltigungswitz interpretiert</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Emser_Depesche">Kriege provoziert</a> werden.
</p>

<h3 id="datenfriedhoefe">Datenfriedhöfe</h3>

<p>
    Um zu erschweren, dass Nutzer Privatheits-Restriktionen umgehen, darf ein entsprechendes System (<abbr title="Digital Restrictions Management">DRM</abbr>) nicht interoperabel sein. Wären abgerufene Daten einfach ausles- und verwend-bar, untergrübe dies das Vertrauen in die Privatheits-Propaganda einer Plattform.
</p>

<p>
    Könnten etwa Nutzer von <i>Google+</i> zum Lesen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Feedreader">Feedreader</a> benutzen, wäre es trivial, Informationen an anderer Stelle neu zu veröffentlichen. Die vorgeblich zum Schutz der Privatheit existierende Weitergabe-Einschränkung <a href="http://www.google.com/+/learnmore/#circles"><i>circles</i></a> wäre so weitgehend wertlos.
</p>

<p>
    Teils verhindern eine Weiterverarbeitung schon die erwähnten Zombie-Links und eingestreute <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/CAPTCHA">Turing-Tests</a>. Dazu kommt die Veröffentlichung von Daten in nicht standardisierten Formaten – gerne mit dem Verweis, durch eine Offenlegung der Spezifikation stehe einer Nutzung nur <abbr title="Als ob.">vernachlässigbarer Implementations-Aufwand</abbr> im Wege.
</p>

<p>
    Zuletzt herrscht auch für Anwendungen Identifikations-Zwang: Web-Plattformen machen diese oft zur Bedingung zum Zugriff auf ihre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Programmierschnittstelle">Programmierschnittstellen</a>.
</p>

<p>
    Im Ergebnis entstehen Software-Ökosysteme für einzelne Plattformen, in denen individuelle Anwendungen bei Missverhalten leicht ausgeschlossen werden. Anpassbarkeit durch Benutzer wird generell als Risiko für die Privatheit anderer angesehen.
</p>

<p>
    Eingespeiste Daten können von Plattformbetreibern, deren Geschäftspartnern, Ermittlungsbehörden, Geheimdiensten und deren Kollegen aus Übersee verwendet werden. Ob das effektiver Datenschutz ist, ist fraglich. Der Nutzen für die Öffentlichkeit ist jedoch beschränkt – begründet durch Privatheits-Propaganda.
</p>

<h3 id="fazit">Fazit</h3>

<p>
    Natürlich stehen derartige Nutzergängelungen nicht im Vakuum: Jedes der beschriebenen antisozialen Phänomene hat strategische Vorteile für die Betreiber entsprechender Plattformen; Schutz des Privaten ist nur eine weitere passende Ausrede für Maßnahmen, die früher <span title="Das glaubt heute allerdings niemand mehr.">mit Spam-Vermeidung gerechtfertigt wurden</span>.
</p>

<p>
    Nutzer müssen sich das jedoch nicht gefallen lassen: Es ist durchaus möglich, sich selbst und anderen den Umgang mit eigenen Inhalten zu erleichtern. Der Leitsatz dieser Maßnahmen lautet <a href="http://mobile.twitter.com/mspro/statuses/24194168839"><q cite="http://mobile.twitter.com/mspro/statuses/24194168839">Mehr Daten für alle!</q></a>.
</p>

<p>
    Am Einfachsten ist es, Öffentlichkeit zum Default zu erklären. Wer seine Artikel etwa mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/WordPress"><i>WordPress</i></a> veröffentlicht, limitiert die Weiterverteilung seiner Daten nicht und geht zudem kein Risiko ein, aufgrund eines <a href="http://www.linkedin.com/pub/melanie-unbekannt/24/615/b31">nicht echt klingenden Benutzernamens</a> gelöscht zu werden.
</p>

<p>
    Wer selber Web-Anwendungen entwickelt, könnte diese sicher <a href="http://saschalobo.com/2011/10/16/die-abschaffung-der-ruckseite-des-blogs/">nutzerfreundlich gestalten</a>, <a href="http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/Imageboards">Zugangsbeschränkungen vermeiden</a>, <a href="https://tools.ietf.org/html/rfc4287">Standardformate</a> nutzen und <a href="http://netzpolitik.org">Kommentare</a> <a href="http://spreeblick.com">ohne</a> <a href="http://saschalobo.com">Anmeldung</a> ermöglichen. All das <a href="http://www.4chan.org/blog/2005/11/09/in-response-to-anonymity/">fördert die Diskussionskultur</a> – vermutlich ist es schlicht profitabler, es nicht zu tun.
</p>

<p>
    Selbst einzelne Entwickler können ihren Teil dazu beitragen, Datenfriedhöfen die Bedeutung zu nehmen. Jedes <a href="https://scraperwiki.com/">Export-Skript</a>, das plattform-spezifische Daten in <a href="https://fsfe.org/projects/os/def.de.html">offene Standard-Formate</a> umwandelt, hilft Nutzern und beschädigt die Privatheits-Propaganda.
</p>

<p>
    <small>
        Der obige Text ist <i>erlehmann</i>s <a href="http://blog.spackeria.org/2011/11/30/call-for-papers-0-spackeriade/">Einreichung zur nullten Spackeriade</a>.
    </small>
</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Webseiten-Löschen aus Frust</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/webseiten-loschen-aus-frust</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/webseiten-loschen-aus-frust#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 13:28:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erlehmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[343max]]></category>
		<category><![CDATA[depublikation]]></category>
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		<category><![CDATA[wmr]]></category>

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		<description><![CDATA[Fall 1: Ein Bekannter löscht nach dem Verlust seines Jobs seine persönliche Webseite. Ich bin verwirrt, als ich dort seine Email-Adresse nachschauen möchte. Er stellt sie später wieder her. Die im vorherigen Absatz beschriebene Geschichte ist nach Aussage des Protagonisten &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/webseiten-loschen-aus-frust">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
<del datetime="2011-09-01T13:33:12+00:00"><b>Fall 1:</b> Ein Bekannter löscht nach dem Verlust seines Jobs seine persönliche Webseite. Ich bin verwirrt, als ich dort seine Email-Adresse nachschauen möchte. Er stellt sie später wieder her.</del>
</p>
<ins datetime="2011-09-01T13:33:12+00:00">
<p>
Die im vorherigen Absatz beschriebene Geschichte ist nach Aussage des Protagonisten nicht so passiert; vielmehr ging etwas an der Seite kaputt und er hatte keine Lust, es zu reparieren. Da war dann wohl der Wunsch der Vater des Narrativs.
</p>
</ins>
<p>
<b>Fall 2:</b> Logs eines <abbr title="Internet Relay Chat">IRC</abbr>-Kanals werden nach einer Diskussion über Fehler in der <a href="https://github.com/matthiasr/logformat/">dahinterstehenden Software</a> vom Inhaber des Servers unzugänglich gemacht. Er bietet zunächst ein Archiv der Daten zum Download an, schaltet die Seiten jedoch nach wenigen Minuten wieder frei.
</p>
<p>
<b>Fall 3:</b> Ein Podcaster möchte nicht, dass eine <i>Facebook</i>-Seite zusätzlich zur eigentlichen Webseite einer Sendung vorhanden ist. Er löscht die Webseite des Podcasts. <a href="https://www.facebook.com/wirmuessenreden/posts/186130674794019">Sein Mitpodcaster ist verärgert.</a>
</p>
<ins datetime="2011-09-02T11:25:00+00:00">
<p>
<a href="http://wir.muessenreden.de/2011/09/02/ende/">Die Webseite geht wieder.</a> Neue Folgen wird es wohl nicht geben.
</p>
</ins>
<ins datetime="2011-09-12T04:18:01+00:00">
<p>
Der <i>Facebook</i>-Link da oben meldet nur noch <q>Dieser Inhalt ist derzeit nicht verfügbar</q>. <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/screenshots/fail/wmr-fail.png">Hier ist ein Screenshot.</a>
</p>
</ins>
<p>
Ich kann Umstände und Art dieses Verhaltens nicht genau einordnen; grob verordne ich es zwischen <a href="http://www.urbandictionary.com/define.php?term=ragequit"><i>ragequit</i></a> und beleidigtem Sendungsbewusstsein („Ha, mein Kram war euch wohl doch etwas wert.“). Fest steht: Die Beteiligten wollen in einer für sie belastenden Situation einen Punkt setzen; für <a href="http://encyclopediadramatica.ch/Deleting_your_LiveJournal">Aufmerksamkeitshurerei</a> halte ich es <em>nicht</em>.
</p>
<p>
Impulsives Amoklöschen (halb-)öffentlich zugänglicher <a href="http://www.w3.org/TR/webarch/#def-information-resource">Ressourcen</a> ist allerdings nicht nur kindisch, sondern sabotiert auch ohne große Not die Bestrebungen aller, die sich für die jeweiligen Informationen interessieren. Wurden die Inhalte zudem von oder mit Anderen erstellt, kommt ein Vertrauensverlust dazu: Wenngleich es immer im Bereich des Möglichen liegt, rechnen nur Wenige damit, dass ihre Äußerungen einmal <span title="Die Wanderung auf Seite 11 ist hiervon natürlich ausgenommen.">mit voller Absicht gelöscht werden</span>.
</p>
<p>
Positiv bleibt, dass sich eine Depublikation recht einfach rückgängig machen lässt – Backups vorausgesetzt. Dennoch: Nichts drückt Geringschätzung gegenüber Artikeln, Kommentaren, Bildern, Audio- und Video-Dateien sowie deren Konsumenten aus wie das dem Entfernen folgende Entwerten etablierter Verweise.
</p>
<p>
Um es festzuhalten: <strong>Amoklöscher, ihr geht mir auf den Sack.</strong> 
</p>
<ins datetime="2011-10-14T12:29:31+00:00">
<p>
<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mark_Pilgrim_%28software_developer%29">Mark Pilgrim</a> hat alle von ihm befüllten Online-Resourcen <a href="http://meyerweb.com/eric/thoughts/2011/10/04/searching-for-mark-pilgrim/">gelöscht</a>; entsprechende Anfragen geben nur noch die Fehlermeldung <samp title="Natürlich stammt der beste erläuternde Artikel zu ebendieser Fehlermeldung von ihm und ist nun ebenfalls verschwunden.">410 (Gone)</samp> zurück.
</p>
</ins>
<ins datetime="2011-12-13T01:07:20+00:00">
<p>
<a href="http://medienelite.de/2011/12/13/ruckzug-ins-private/">Nadine Lantzsch löschte 18.000 Tweets aus den letzten drei Jahren.</a>
</p>
</ins>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Podcasting … Warum nicht?</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/podcasting-warum-nicht</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/podcasting-warum-nicht#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 May 2011 23:51:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erlehmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Audio]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
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		<category><![CDATA[warumnicht]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit heute gibt es einen neuen Stern am Podcasthimmel: Warum nicht? mit mir, johl und plomlompom. Die Themen der ersten Folge liegen irgendwo zwischen Kryptografie, Feminismus und kontemporärem amerikanischen Action-Kino. Und da wir das jetzt regelmäßig machen wollen, gibt es &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/podcasting-warum-nicht">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
Seit heute gibt es einen neuen Stern am Podcasthimmel: <a href="http://warumnicht.so"><i>Warum nicht?</i></a> mit mir, <a href="http://www.johl.io/"><i>johl</i></a> und <a href="http://www.plomlompom.de/"><i>plomlompom</i></a>. Die Themen der <a href="http://warumnicht.so/wn-1.html">ersten Folge</a> liegen irgendwo zwischen Kryptografie, Feminismus und kontemporärem amerikanischen Action-Kino. Und da wir das jetzt regelmäßig machen wollen, gibt es auch <a href="http://warumnicht.so/feed.atom">ein Feed</a>. Die nullte Folge gibt es <a href="http://www.plomlompom.de/PlomWiki/plomwiki.php?title=PodcastWarumNichtBeta">im PlomWiki</a>.
</p>
<p>
Da ich ziemlich faul bin, habe ich für das ganze Drumherum <a href="https://github.com/erlehmann/redokast/tree/warumnicht">ein paar Shellskripte</a> gebastelt, die das hervorragende Buildsystem <a href="https://github.com/apenwarr/redo/"><i>redo</i></a> nutzen. So brauche ich für eine neue Folge neben der unbearbeiteten Aufnahme nur eine Textdatei mit Metadaten und die Linkliste – mit nur einem Kommando wird dann kodiert, Webseite und Feed generiert und hochgeladen.
</p>
<p>
Die so erstellte Webseite hat eine Besonderheit: Beim Abspielen wird einerseits auf die jeweils relevanten Links hingewiesen, zudem lässt sich per Klick auf den Zeitstempel im Podcast springen. Die Idee dazu kommt von <a href="http://praegnanz.de/weblog/link-handling-im-audioblog">Gerrit van Aaken</a>, ich experimentierte damit schon <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/src/audio-linkliste/audio-linkliste.xhtml">ein-</a>, <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/src/audio-linkliste/audio-linkliste-trackback.xhtml">zweimal</a>.
</p>
<p>
Als Audioformat gibt es bisher nur Ogg Vorbis, d.h. kein MP3 oder AAC. Warum? Einerseits, weil bereits die Installation eines entsprechenden Enkoders komische Frickelei ist und ich von den Tools keine Ahnung habe. Andererseits, weil ich generell nicht gerne unbezahlt Probleme löse, <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/liebe-apfelventilatoren">die sich andere Leute selber schaffen</a>. <del datetime="2011-05-22T20:35:59+00:00">Ursprünglich wollte bzw. sollte unser Apfelnutzer <i>johl</i> das einbauen, bisher habe ich von ihm jedoch keinen Code diesbezüglich gesehen. Falls er den nicht liefern sollte, muss es also jemand anders machen – <i>patches welcome</i>.</del>
</p>
<ins datetime="2011-05-22T20:35:59+00:00">
<p>
<i>johl</i>s <a href="https://github.com/erlehmann/redokast/pull/2">Patch zum Generieren von MP3s</a> baue ich morgen früh ein. Dann gibt es auch die MP3-Datei, es mangelt mir gerade an Konzentration und Bandbreite.
</p>
</ins>
<ins datetime="2011-05-23T21:43:10+00:00">
<p>
So, für die Apfelfraktion gibts auch MP3. Wisst ihr übrigens, für welche Software man früher seine Webseiten anpassen musste, während es überall sonst relativ problemlos lief? <em>Internet Explorer 6.</em>
</p>
</ins>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Liebe Apfelventilatoren,</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/liebe-apfelventilatoren</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/liebe-apfelventilatoren#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 May 2011 05:32:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erlehmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[apple]]></category>
		<category><![CDATA[ipad]]></category>
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		<category><![CDATA[ipod]]></category>
		<category><![CDATA[itunes]]></category>
		<category><![CDATA[mp3]]></category>
		<category><![CDATA[vorbis]]></category>

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		<description><![CDATA[immer wenn ich irgendwo eine Audiodatei hochlade, beschwert ihr euch. Sowohl euer angeblich so moderner Browser Safari als der auch der Interface-Alptraum iTunes können das Audioformat Ogg Vorbis nämlich nicht abspielen. Weder euer glänzendes iPad, noch euer zerkratztes iPhone, noch &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/liebe-apfelventilatoren">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
immer wenn ich irgendwo eine Audiodatei hochlade, beschwert ihr euch. Sowohl euer angeblich so moderner Browser <i>Safari</i> als der auch der <a href="http://gigaom.com/apple/itunes-10-interface-where-apple-went-wrong-2/">Interface-Alptraum <i>iTunes</i></a> können das Audioformat <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Vorbis">Ogg Vorbis</a> nämlich nicht abspielen. Weder euer glänzendes <i>iPad</i>, noch euer zerkratztes <i>iPhone</i>, noch euer abgegriffener <i>iPod</i> schaffen das.
</p>

<p>
<i>Google Chrome</i>, <i>Mozilla Firefox</i> und <i>Opera</i> hingegen bekommen das hin. <i>mplayer</i>, <i>VLC</i> und <i>Winamp</i> ebenfalls. Jedes <i>Android</i>-Handy und sogar <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/en/wiki/S1_MP3_Player">billige China-Hardware</a> kann Ogg Vorbis einfach so abspielen. Eure Apfelprodukte hingegen brauchen dafür <a href="http://www.xiph.org/quicktime/download.html">Plugins</a> und <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Rockbox">Firmware-Upgrades</a> – falls ihr überhaupt Programme darauf <a href="http://www.fsf.org/news/ibad_launch">installieren</a> könnt.
</p>

<p>
„Naja, es gibt doch MP3“, sagt ihr, „– das geht überall, selbst auf Apfelprodukten!“. Und damit habt ihr nicht einmal Unrecht. Ihr vernachlässigt natürlich, dass Vorbis-Dateien bei gleicher Qualität kleiner als MP3s sind. Dass MP3-Metadaten <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/ID3-Tag#ID3v2">idiotischen Restriktionen</a> unterliegen. Dass <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Unterbrechungsfreie_Wiedergabe">störende Pausen</a> zwischen Liedern auftreten können. Klar, das sind alles vernachlässigbare Probleme.
</p>

<p>
Aber dann übergeht ihr, dass Autoren von Software mit MP3-Unterstützung <a href="http://www.chillingeffects.org/patent/notice.cgi?NoticeID=464">böse Briefe</a> erhalten haben. Briefe, die darauf hinweisen, dass man für die Nutzung des Formats <a href="http://www.mp3licensing.com/royalty/">Schutzgeld</a> zu bezahlen hat. Und natürlich hat das dazu geführt, dass viele Programme das Erstellen von MP3-Dateien von Haus aus nicht mehr unterstützen, aus ganz pragmatischen Erwägungen.
</p>

<p>
Klar könnte ich jetzt rumfrickeln, hier <a href="http://www.rarewares.org/debian.php">runterladen</a>, dort <a href="http://www.hydrogenaudio.org/forums/lofiversion/index.php/t56165.html">kompilieren</a>. Aber für Ogg und Vorbis existiert ein ganzer Haufen Software, der problemlos funktioniert. Inwiefern sollte es mich da noch interessieren, ob eure verkrüppelten Hipster-Statussymbole meine Dateien verarbeiten können? Ihr bezahlt mich ja nicht einmal.
</p>

<p>
Ich habe nichts dagegen, dass ihr euch glitzerndes Technikspielzeug kauft. Aber wenn der Hersteller einen jahrelang bekannten Defekt nicht korrigiert, beschwert euch dort. Oder repariert es selber. Meinetwegen verzichtet halt auf von mir produzierte Audiodaten und Software. Eure autoritären Sehnsüchte behaltet aber bitte für euch, anstatt sie mir in Form einer idiotischen Anspruchshaltung vor die Füße zu kotzen.
</p>

<ins datetime="2011-05-20T13:02:44+00:00">
<p>
Falls das nicht klar genug rüber gekommen ist: Mir geht es nicht primär um Audioformate, sondern um das, was man gemeinhin als <i>sense of entitlement</i> bezeichnet – Leute sind vehement der Meinung, ich wäre dafür zuständig, dass irgendwas bei ihnen funktioniert und meckern, wenn ich mit den Schultern zucke.
</p>
<p>
Wer sich also lieber über Audioformate streitet, sollte das besser in der <a href="http://tim.geekheim.de/2011/03/26/ls001-audio-dateiformate-feeds-und-itunes">Kommentarspalte des <i>Lautsprecher</i>s</a> tun, einem Podcast über das Podcasten. Dort erfährt man dann auch, <a href="http://tim.geekheim.de/2011/03/26/ls001-audio-dateiformate-feeds-und-itunes/#comment-668475">welche <em>Autoradios</em> Ogg Vorbis abspielen</a>.
</p>
</ins>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Postjournalismus – Warum Guttenberg kein Pirat und Khuê Pham keine gute Journalistin ist</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/postjournalismus</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Mar 2011 15:40:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erlehmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freie Lizenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[creativecommons]]></category>
		<category><![CDATA[Debian]]></category>
		<category><![CDATA[fail]]></category>
		<category><![CDATA[guttenberg]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[plagiat]]></category>

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		<description><![CDATA[Kaum ist der Lügenbaron abserviert, wagen sich auch außerhalb Facebooks jene hervor, die in der Affäre Guttenberg ihr simples Weltbild bestätigt sehen – oder auch einfach nur steile Thesen in den Raum stellen wollen. So behauptet etwa Khuê Pham unter &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/postjournalismus">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
Kaum ist der Lügenbaron abserviert, wagen sich auch außerhalb Facebooks jene hervor, die in der Affäre Guttenberg ihr simples Weltbild bestätigt sehen – oder auch einfach nur steile Thesen in den Raum stellen wollen. So behauptet etwa Khuê Pham unter der Überschrift <a href="http://www.zeit.de/2011/10/Guttenberg-Ruecktritt-Internet?page=all"><i>Er war ein Pirat</i></a>, Karl-Theodor zu Guttenberg sei <q>seinen Jägern</q> nicht unähnlich; <i>copy and paste</i> als <q>moderne Kulturpraxis</q> von <q>Netzaktivisten</q> lasse die Einordnung der zusammengeklaubten Dissertation als <i>mash-up</i> zu. Insofern – so die Autorin – sei er für die <a href="http://neusprech.org/internetcommunity/"><q>Netzgemeinde</q></a> ein <q>Bruder im Geiste</q>, die Motivation der <i>Jäger</i> bleibe unverständlich.
</p>

<p>
Bereits auf den ersten Blick fällt der dürftige Stil des Artikels auf: Garniert mit einer Boulevardfrage (<q>Hört jetzt der Streit zwischen Internetaktivisten und netzskeptischen Politikern auf?</q>) betont die Autorin das Vorkommen von <q>Kampfbegriffen</q> (etwa: Zensursula) in netzpolitischen Debatten – um dann noch im selben Absatz die unpräzise Phrase des <q>geistigen Eigentums</q> zu bemühen. Ganz nach der Linie von Copyright-Extremisten vermischt sie so unter Anderem Urheberrecht, den Wunsch nach Namensnennung und Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens.
</p>

<p>
Keine Frage: Guttenberg hat mit seinem extensiven Plagiat alle drei Bereiche berührt; der vermeintliche Widerspruch bleibt dennoch arg konstruiert. Zwar zitiert die Autorin – korrekt – Markus Beckedahl, der in puncto Urheberrecht doppelte Standards bei der Union sieht, verkennt dann aber die Unterscheidung zu Positionen freier Kultur: <a href="http://freedomdefined.org/Definition/De">Forderungen</a> nach ungehinderter <em>Anwendung</em> und Möglichkeit zu <em>Kopie</em>, <em>Veränderung</em> oder <em>Verbesserung</em> implizieren keine Ablehnung der Nennung von Urheber oder Rechteinhaber.
</p>

<p>
Um dies festzustellen, bedarf es sicher keiner <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,694862,00.html">Ausbildung</a> an einer renommierten Journalistenschule – schon eine flüchtige Beschäftigung mit tatsächlicher Remix-Praxis hätte gereicht: So setzen sämtliche <a href="http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/">Creative-Commons-Lizenzen</a> eine Namensnennung voraus; Bestandteile der Werke von <i>Sampling</i>-Künstler <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Girl_Talk_(musician)"><i>Girl Talk</i></a> sind dieser Ethik entsprechend <a href="http://mashupbreakdown.com/">interaktiv aufgelistet</a>. Auch die thematisch verwandten <a href="http://www.debian.org/social_contract#guidelines"><i>Debian-Richtlinien für Freie Software</i></a> und die davon abgeleitete <a href="http://www.opensource.org/osd.html"><i>Open Source Definition</i></a> lassen Maßnahmen zum Schutz der Integrität eines Werkes durchaus zu; selbst viele <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/BSD-Lizenz">minimalistische Software-Lizenzen</a> fordern als einzige Bedingung für die Weiterverarbeitung eine Beibehaltung der Autorennennung.
</p>

<p>
Doch nicht erst die semantische Vermengung von Kopie und Bearbeitung macht den Artikel wirr – nebenbei behauptet die Autorin noch, das Netz, ja <q>Zugang zu Google</q>, mache Abschreiben <q>verführerisch einfach</q>, konstruiert so eine Verlagerung der Schuld weg von Guttenberg, hin zum (bösen) Internet. Sollte sich Khuê Pham auch in Zukunft weder um Fakten, noch um Kohärenz bemühen, täte die <i>Zeitungsgemeinde</i> gut daran, sich den Namen der Autorin zu merken – damit <i>Printaktivisten</i> ihre Artikel mit der <i>modernen Kulturpraxis</i> des <i>drag and drop</i> gleich zu den Erzeugnissen von Frank Patalong und Ben Schwan in den Mülleimer befördern können.
</p>

<p>
<small>
<b>Hinweis auf einen möglichen Interessenkonflikt</b>: Ich habe für das <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki"><i>GuttenPlag</i></a>-Projekt zwei Programme geschrieben. Eines (<i>Guttenviz</i>) stellt die identifizierten Fragmente in Karl-Theodor zu Guttenbergs Arbeit als <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/src/guttenviz">interaktiven Barcode</a> dar, das andere (<i>Guttencat</i>) gibt aus, wie viele Fragmente und Zeilen <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/src/guttencat.py">welcher Plagiatskategorie</a> angehören. Die ermittelten Zahlen flossen in den <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/2._Zwischenbericht#Analysierte_Fundstellen">zweiten Zwischenbericht</a> von <i>GuttenPlag</i> ein.
</small>
</p>

<ins datetime="2011-05-07T23:40:14+00:00">
<p>
Ich habe mich auf der <i>re:publica</i> 2011 mit  Khuê Pham über den in diesem Beitrag kritisierten Artikel unterhalten. Dass sie mit der Formulierung vom <q>geistigen Eigentum</q> die Rhetorik der – eigentlich kritisierten – <span title="CDU und CSU">Union</span> übernahm, war ihr offenbar nicht bewusst. Auch die reißerische Überschrift (<q>[…] war ein <em>Pirat</em></q>) hielt sie im Nachhinein für einen Fehler, an dem sich Kommentatoren unnötigerweise <a href="http://www.zeit.de/2011/10/Guttenberg-Ruecktritt-Internet?commentstart=1#cid-1171707">festbissen</a>.
</p>
<p>
Ingesamt stellte sie sich meiner Kritik freundlich und unaufgeregt – schon dies halte ich für einen guten Grund, mein höhnisches Fazit („schlechte Journalistin“) zurückzunehmen. Insofern: Dieser Artikel sollte nicht so heiß gegessen werden, wie er gekocht wurde.
</p>
</ins>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die unerträgliche Feigheit der inneren Emigration</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/die-unertragliche-feigheit-der-inneren-emigration</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/die-unertragliche-feigheit-der-inneren-emigration#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 11:39:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erlehmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[cdu]]></category>
		<category><![CDATA[fdp]]></category>
		<category><![CDATA[grüne]]></category>
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		<category><![CDATA[jmstv]]></category>
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		<category><![CDATA[spd]]></category>

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		<description><![CDATA[Der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag ist so gut wie im Sack, kein Zweifel. Während Union und Verräterpartei mittlerweile in jeder Hinsicht als Feinde des Netzes bekannt sind, schenken sich allerdings auch die kleineren Akteure nichts: FDP und Grüne ratifizierten, wo sie konnten; &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/die-unertragliche-feigheit-der-inneren-emigration">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
Der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag ist so gut wie <span title="IM SACK IM SACK IM SACK">im Sack</span>, kein Zweifel. Während Union und <abbr title="SPD">Verräterpartei</abbr> mittlerweile <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Vorratsdatenspeicherung">in jeder Hinsicht</a> als <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Zugangserschwerungsgesetz">Feinde des Netzes</a> bekannt sind, schenken sich allerdings auch die kleineren Akteure nichts: <abbr title="Freie Demokratische Partei">FDP</abbr> und Grüne <a href="https://spreadsheets.google.com/pub?key=0AnrHIeb5cmJedGU4Q2hpdnU4SENHdENXd3czSHljX0E&#038;hl=de&#038;output=html">ratifizierten</a>, wo sie konnten; von den berliner Linken <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/jmstv-in-berlin-parlamentarische-zwange-auch-bei-der-linken/">wird erwartet</a>, dass sie sich dem Koalitionspartner fügen, wenn es um die Pflicht zu <em>Sendezeitbegrenzungen</em> und <em>Altersauszeichnungen</em> im Internet geht. Thomas Knüwer hält schon <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/11/deutschlands-parteien-unwahlbar-eine-wutrede/">keine dieser Parteien</a> mehr für wählbar.
</p>

<p>
Durchsichtig wirkt hierbei insbesondere der Versuch der <i>Grünen <abbr title="Nordrhein-Westfalen">NRW</abbr></i> mit Hinweis auf <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/jmstv-in-nrw-grune-tragen-schwarz-gelbe-altlast/"><q>Altlasten</q></a> und <a href="https://twitter.com/gruenenrw/status/9305356467445760"><q>parlamentarische Zwänge</q></a> die kognitive Dissonanz zu beseitigen, dass <i>irgendwie</i> auch ein Anspruch besteht, <a href="http://www.gruenes-blog.de/netzpolitik/">Netzpartei sein zu wollen</a>; entlarvend, dass man in Hamburg die Zustimmung zum Staatsvertrag <a href="http://www.hamburgische-buergerschaft.de/cms_de.php?templ=akt_protokoll.tpl&#038;sub1=62&#038;sub2=67&#038;sub3=256&#038;cont=4264">mitbeschloss</a>, nur wenige Tage, bevor <a href="http://www.tagesschau.de/inland/hamburgkoalition110.html">die Koalition brach</a>. Und in Thüringen stimmte man <a href="http://politik.benjamin-stoecker.de/2010/10/07/der-jmstv-die-grunen-thuringen-und-der-schmerz/">selbst aus der Opposition</a> <em>für</em> das Machwerk — trotz vorher angesagter (und mittlerweile <a href="http://www.piraten-thueringen.de/PIRATEN%20Th%C3%BCringen%20beenden%20die%20Kooperation">abgesägter</a>) <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Thueringen-Piratenpartei-kooperiert-mit-Gruenen-752369.html">Kooperation mit der Piratenpartei</a>.
</p>

<p>
Um es noch einmal zu betonen: Eine Alterskennzeichnung von potentiell jugendgefährdenden Inhalten wird mit dem neuen <abbr title="Jugendmedienschutz-Staatsvertrag">JMStV</abbr> <a href="http://www.jmstv-wiki.de/index.php?title=Synopse#.C2.A7_5_Entwicklungsbeeintr.C3.A4chtigende_Angebote"><em>verpflichtend</em></a>, sofern keine Zugangsbeschränkungen oder Sendezeiten implementiert werden. Bei <em>falscher</em> Kennzeichnung drohen <a href="http://jmstv-wiki.de/index.php?title=Synopse#.C2.A7_24_Ordnungswidrigkeiten">Geldbußen bis zu <em>500.000€</em></a> — wie leicht dies passieren kann, zeigt <a href="http://ak-zensur.de/jmstv/">ein Experiment des <i>AK Zensur</i></a>: An die 80% der durch Laien vorgenommenen Einstufungen <a href="http://ak-zensur.de/2010/06/jmstv-ungeeignet.html">waren falsch</a>; die Inanspruchnahme professioneller Dienste wie etwa der <i>Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter</i> ist für Privatleute jedoch <a href="http://www.fsm.de/de/Beitragsordnung">kaum zu bezahlen</a>. Ein im Sinne des Gesetzes <i>geeignetes</i> Altersklassifizierungssystem existiert übrigens nicht.
</p>

<p>
Kurzum: Im Internet Inhalte auch nur <em>vorzuhalten</em> wird zum Problem; deutsche Betreiber von Webseiten werden massiven Rechtsunsicherheiten ausgesetzt — während ausländische Angebote unbehelligt bleiben, was die Mär vom angeblichen Jugendschutz noch absurder wirken lässt.
</p>

<p>
Die ersten Blogger haben sämtliche ihrer Inhalte nun bereits <a href="http://yuccatree.de/2010/11/diese-blogs-gehen-wegen-des-jmstv-offline/">präemptiv depubliziert</a> — prominentester Vertreter ist wohl <i>isotopp</i>; jegliche Links auf seine Seite führten bereits wenige Stunden nach der Ankündigung auf eine <a href="http://koehntopp.de/">entsprechende Erklärung</a>:
</p>

<blockquote cite="http://koehntopp.de/">
<p>
Nach diesem Vertrag müßte ich alle meine Inhalte durchgehen und mit einem Alterslabel versehen. Dafür habe ich keine Zeit und es wäre auch nicht produktiv. […] Wenn ich das nicht mache, öffne ich mich einem beträchtlichen finanziellen Risiko durch Abmahnungen und das will ich nicht tragen.
</p>
</blockquote>

<p>
<i>fxneumann</i> sieht hier eine <a href="http://fxneumann.de/2010/11/30/klagen-statt-sperren/"><q cite="http://fxneumann.de/2010/11/30/klagen-statt-sperren/">fatalistische Trotzreaktion</q></a>, doch das ist es ausdrücklich <em>nicht</em>: Per Mail erklärte mir <i>isotopp</i>, dass er sich erstens anwaltlich beraten ließ und zweitens <a href="http://www.pop64.de/blog/2010/11/17/jmstv-mit-minimalen-einsatz-von-zeit-und-geld-maximale-rechtssicherheit/">maximale Rechtssicherheit bei minimalem Einsatz von Mitteln</a> anstrebe, es bliebe so schlicht keine andere Möglichkeit. Vordergründig ist es verständlich, dass er Besseres zu tun hat, als sich und seine Familie einem unkalkulierbaren Risiko auszusetzen und daher die <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Innere_Emigration">sichere Möglichkeit</a> wählt.
</p>

<p>
Nichtsdestotrotz halte ich es für <em>grundfalsch</em>, ein jahrelang gewachsenes, öffentliches Archiv effektiv zu vernichten. Schon auf formaler Ebene werden dadurch unzählige Relationen gekappt — so <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/w/index.php?title=Spezial:Suche&#038;search=kris+k%C3%B6hntopp">verlinkt</a> etwa Wikipedia mehrmals <i>isotopp</i>s Blog und auch bei der <em>soeben erst erschienenen</em> <a href="http://wir.muessenreden.de/2010/12/01/wmr15-maschinenpistolen-furs-web-3-0/">Folge 15</a> von <i>Wir müssen reden</i> bezieht man sich auf einen mittlerweile depublizierten Artikel. Beim <abbr title="World Wide Web Consortium">W3C</abbr> bemerkt man hierzu normativ: <a href="http://www.w3.org/Provider/Style/URI"><q>Cool <abbr title="Uniform Resource Identifier">URI</abbr>s don&#8217;t change.</q></a>
</p>

<p>
Den Inhalt betreffend: Schon beim mittlerweile wieder aufgelegten <i>mspro</i>-Projekt <a href="http://www.ctrl-verlust.net/"><i>crtl-verlust</i></a> bedauerte ich die <a href="http://mspr0.de/?p=1468">initiale Löschung</a>; <i>isotopp</i> schrieb jedoch häufiger und ist zudem etwa bereits so lange online aktiv, wie ich alt bin — seit nunmehr 23 Jahren. Sein depubliziertes Blog existierte wohl seit 2003; ich kann nicht einmal annähernd abschätzen, was in der Zwischenzeit alles veröffentlicht wurde. Da mit den Artikeln auch die Kommentare unzugänglich gemacht wurden, sind weiterhin ganze Diskurse verloren.
</p>

<p>
Intuitiv sehe ich diesen Akt als <em>kulturelles Vergehen</em>, ähnlich der Verpixelung bei <i>Google Street View</i> oder dem Depublizieren der Öffentlich-Rechtlichen: Gleichermaßen werden in allen Fällen bereits produzierte, interessante Inhalte zurückgehalten, um arkane Befindlichkeiten Dritter nicht zu stören. Dass es in diesem Fall der Autor selbst ist, der diesen Schritt ausgeführt hat, kann vernachlässigt werden — letztendlich kommen Nutzer nicht mehr an die gewünschten Informationen; dass dies nicht nur in Kauf genommen, sondern genau so beabsichtigt ist, lässt sich aus <i>isotopp</i>s Entscheidung ableiten, die Inhalte <a href="https://twitter.com/isotopp/status/9692939848519680"><em>nicht</em> frei lizenziert</a> anzubieten.
</p>

<p>
Doch nicht alle, die mit dem Depublizieren einen <i>Selbstmord aus Angst vor dem Tod</i> befürworten, agieren aus Feigheit ob der abstrakten Bedrohung. <i>Felicea</i> etwa sieht <a href="https://twitter.com/felicea/status/9729610224762880">Depublizieren als Taktik</a>, <i>denen</i> zu <q cite="https://twitter.com/felicea/status/9729610224762880">zeigen wie das Internet mit JmStV aussieht</q>; Linus Neumann positioniert sich zwar <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/wider-das-grose-blogschliesen-wegen-des-jmstv/">gegen das Schließen von Blogs</a>, schlägt dann aber vor, <q cite="http://www.netzpolitik.org/2010/wider-das-grose-blogschliesen-wegen-des-jmstv/">wichtige (Bildungs-)Ressourcen nur Erwachsenen und nur zu nachtschlafenden Zeiten zugänglich zu machen</q>. Gemein ist diesen Vorschlägen die Überschätzung der eigenen Relevanz für Entscheidungsträger.
</p>

<p>
Unabhängig von der Rechtfertigung: Wer die eigenen Inhalte nun beseitigt, begeht <em>Sabotage am Netz</em> und spielt so den in Staatskanzleien, Ministerien und Landtagen sitzenden Internetfeinden in die Hände; umgekehrt lässt sich wohl schließen, dass den Betreffenden wenig an den durch sie geschaffenenen Teilen der Netzkultur liegt. Wer befürwortet, sich auf diese Weise zurückzuziehen, überlässt die Öffentlichkeit wohl gerne den Arschlöchern.
</p>

<h3>Linkliste zum Thema</h3>
<ul>
    <li><a href="http://www.netzpolitik.org/tag/jmstv/">Beiträge zum politischen Prozess bei <i>netzpolitik.org</i></a></li>
    <li><a href="https://www.fsm.de/de/jmstv-2011"><i>JMStV-2011: Häufig gestellt Fragen</i></a> bei der <abbr title="Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter">FSM</abbr></li>
    <li><a href="http://t3n.de/news/neuer-jmstv-286977/"><i>Lesepflicht für alle: 17 Fragen zum neuen JMStV</i></a> bei <i>t3n</i></li>
    <li><a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/12/01/warum-blogger-gelassen-bleiben-konnen/"><i>Blogger können leidlich gelassen bleiben</i></a> beim <i>law blog</i> (danke, <i>plomlomlom</i>)</li>
    <li><a href="http://www.malte-welding.com/2010/11/30/jugendmedienschutz-ist-furs-arsch/"><i>
Jugendmedienschutz ist für’s Arsch</i></a> bei Malte Welding</li>
</ul>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Aufruf an die Leser: Moskitonetz daheim lassen !</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/aufruf-an-die-leser-moskitonetz-daheim-lassen</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/aufruf-an-die-leser-moskitonetz-daheim-lassen#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 16 May 2010 04:06:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erlehmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[frankpatalong]]></category>
		<category><![CDATA[parodie]]></category>
		<category><![CDATA[spiegelonline]]></category>
		<category><![CDATA[werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einem kleinen Aufruf wendet sich Die Welt ist gar nicht so heute an die Urlauber unter den Lesern: Verzichtet bitte auf Moskitonetze, Fliegenklatsche und entzündungshemmende Salbe ! Wir können den Einsatz derartiger Mittel durchaus verstehen: Hier und da ist &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/aufruf-an-die-leser-moskitonetz-daheim-lassen">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
Mit einem kleinen Aufruf wendet sich <i>Die Welt ist gar nicht so</i> heute an die Urlauber unter den Lesern:<br/>
<strong>Verzichtet bitte auf Moskitonetze, Fliegenklatsche und entzündungshemmende Salbe !</strong>
</p>
<p>
Wir können den Einsatz derartiger Mittel durchaus verstehen: Hier und da ist der Ausflug ins Grüne kaum zu genießen, weil die Anzahl der Mücken im lokalen Feuchtgebiet wieder einmal in die Millionen geht. Sprays und klebrige Streifen helfen hier zuverlässig, wenigstens beim Einatmen keine Sorgen zu haben. Und nur allzu bequem ist es, mit einem Fetzen Stoff einfach dafür zu sorgen, dass sämtliche Blutsauger draußen gehalten werden — das verhindert zudem auch das Blankliegen der Nerven aufgrund ständigen Surrens. Nichtsdestotrotz handelt es sich um ein <em>boshaftes Erschleichen von Leistungen</em>, d.h. ungestörtem Erholen ohne schmerzhafte Quaddeln.
</p>
<p>
Einen sehr guten und richtigen Artikel zu diesem Thema hat übrigens Frank P., ein prominenter Vertreter der Blutsauger, vor ein paar Monaten bei Spiegel Online gebracht. P. schreibt hier:
</p>
<blockquote>
<p>
Notwendig ist ein Bewusstseinswandel. Wer Mückenstiche als Belästigung wahrnimmt, sollte sich eines klarmachen: Der Deal, der auch dieses Angebot hier möglich macht, funktioniert nur, solange nicht zu viele Urlauber Moskitonetze benutzen. Mückenstichverweigerer haben die Freiheit belästigungsfreier Erholung nur, solange sich ihnen nicht zu viele Urlauber anschließen. Steigt der Prozentsatz der Verweigerer zu stark, sind Parasiten schließlich nicht mehr überlebensfähig.
</p>
</blockquote>
<p>
Wir hoffen, dass sich möglichst viele Leser dieses Blogs dem Aufruf anschließen und Moskitonetze o.Ä. daheim lassen; danke dafür !
</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wildunfall im Feuilleton</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/wildunfall-im-feuilleton</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/wildunfall-im-feuilleton#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 22:51:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erlehmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[hässlich]]></category>
		<category><![CDATA[helenehegemann]]></category>
		<category><![CDATA[kopierpaste]]></category>
		<category><![CDATA[krautchan]]></category>
		<category><![CDATA[plagiat]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon erstaunlich, dass Axolotl Roadkill auf Krautchan kritischer bewertet wird als vom gesamten deutschen Hochfeuilleton, bestehend aus FAZ, Spiegel, Zeit, SZ usw., die das Buch einhellig euphorisch besprachen. Dabei sollte es doch eigentlich umgekehrt sein, denn: Mir bereitet es keine &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/wildunfall-im-feuilleton">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
Schon erstaunlich, dass <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Helene_Hegemann#Axolotl_Roadkill"><i>Axolotl Roadkill</i></a> auf Krautchan kritischer bewertet wird als vom gesamten deutschen Hochfeuilleton, bestehend aus <abbr title="Frankfurter Allgemeine Zeitung">FAZ</abbr>, Spiegel, Zeit, <abbr title="Süddeutsche Zeitung">SZ</abbr> usw., die das Buch einhellig <a href="http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-alles-nur-geklaut-05022010.html">euphorisch</a> besprachen. Dabei sollte es doch eigentlich umgekehrt sein, <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/610/502840/text/">denn</a>:
</p>
<blockquote cite="http://www.sueddeutsche.de/kultur/610/502840/text/">
<p>
<q>Mir bereitet es keine Schwierigkeiten, dabei zuzusehen, wie einer Sechsjährigen bei vollem Bewusstsein gleichzeitig mit kochendem Schwefel die Netzhaut ausgebrannt und irgendein Schwanz in den Arsch gerammt wird, und danach verblutet sie halt mit weit geöffneten Augen auf einem Parkplatz</q> — solche Sätze stehen in diesem Buch, ohne Verbindung zu dem, was vor ihnen, und dem, was nach ihnen steht […]
</p>
</blockquote>
<p>
Gewaltfantasien, Pädophilie und Kopierpaste ? Kommt mir irgendwie <a href="http://krautchan.net">bekannt</a> vor. Und eigentlich ist es ja auch Zeit für den großen deutschen <i>Coming-of-Im·age·board</i>-Roman, <em>4chan-Style</em> — zusammengewürfelt aus Fragmenten anonymer Erzählungen, nur echt mit urheberrechtsverneinenden Bildchen neben jedem zweiten Absatz. Nein, ein derartiges Buch hat die gefallene Literaturgöre leider nicht verfasst, aber man wird ja wohl noch träumen dürfen …
</p>
<p>
Achja, zu Frau Hegemann: Angesichts ihres <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/610/502840/zoom_0_0/">Angesichts</a> zeigt sogar Bernd echte, ehrliche Emotionen:
</p>
<img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/screenshots/web/krautchan-hegemann.png" alt="Mir tut das Mädchen einfach nur leid. Eigentlich würde ich mich über so eine dämliche Plagiatorin köstlich amüsieren, weil ich ihr den Erfolg und das Mädchen-Sein neiden würde, aber die arme Helene ist so verdammt häßlich, dass da keine Häme aufkommen will.

Mit diesem groben und unförmigen Gesichtchen, der furchtbaren Haut und den dünnen und strähnigen Haaren könnte sie noch ein paar andere Mädchen häßlich machen. Sie wird nie der erotische Traum eines Jungen sein, was fast allen Mädchen gerade ihres Alters vergönnt ist, egal wie sehr sie sich auch anstrengt (ein dickes Mädchen könnte etwa abnehmen, aber sie..?), und der einzige Weg, nun doch etwas Achtung und Anerkennung zu bekommen, war diese Literatenkarriere, die nun so früh schon ein schmähliches und erbärmliches Ende gefunden hat."/>
<p>
Im Übrigen habe ich <i>Axolotl Roadkill</i> nie gelesen.
</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Enke, Bild &amp; die Poesiealbum-Kommentare</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/enke-bild-das-poesiealbum</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 04:47:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erlehmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Misantropie als Bewältigungsstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[1414]]></category>
		<category><![CDATA[bildzeitung]]></category>
		<category><![CDATA[enke]]></category>
		<category><![CDATA[fail]]></category>
		<category><![CDATA[krautchan]]></category>

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		<description><![CDATA[Jemand bei der Bildzeitung ist ganz offenbar zu blöde, um die Exif-Daten eines Bildes in einem der zahllosen Robert-Enke-Gedenkartikel zu entfernen. Konkret geht es um dieses Bild, in welchem ein Kommentar eingebettet ist, der tief blicken lässt (Daten hier unkenntlich &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/enke-bild-das-poesiealbum">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
Jemand bei der <i>Bild<del>zeitung</del></i> ist ganz offenbar zu blöde, um die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Exchangeable_Image_File_Format"><abbr title="">Exif</abbr>-Daten</a> eines Bildes in einem der zahllosen <a href="http://www.bild.de/BILD/news/leserreporter/aktuell/promis/2009/11/12/robert-enke/schrieb-in-unser-poesie-album.html">Robert-Enke-Gedenkartikel</a> zu entfernen. Konkret geht es um <a href="http://www.bild.de/BILD/news/leserreporter/aktuell/promis/2009/11/12/robert-enke/bild-album-GROSS-2,property=Download.jpg">dieses Bild</a>, in welchem ein Kommentar eingebettet ist, der tief blicken lässt (Daten hier unkenntlich gemacht):
</p>
<blockquote>
<p>
<b>Leserreporter darf nicht genannt werden.</b>.Handydaten da ..12.11.09..LR hat nachgeschickt &#8230;.<b>Mobil: 0151-53xxxxxx, Bodo Rxxxxxx</b>&#8230;.
</p>
</blockquote>
<p>
Das geht noch einige Zeit so weiter, bis dann auch die Email-Adresse des Betreffenden genannt wird. Danke <i>Bild</i>, ich kann mir echt prima ausmalen, wie ihr erst im Ernstfall eure Quellen schützt !
</p>
<blockquote>
<p>
&#8230;.<b>Von: Bodo Rxxxxxx [mailto:bodo.rxxxxxx@online.de]</b> ..Gesendet: Donnerstag, 12. November 2009 00:44..An: &#8216;info@bild.de&#8217;..Betreff: Freundschaftsbuch mit Robert Enke..Wichtigkeit: Hoch&#8230;. &#8230;.Hallo, &#8230;. &#8230;.zum angegeben Text hier noch ein paar Fotos, die die Korrektheit bestätigen. Vielen Dank , Gruß Bodo&#8230;.
</p>
</blockquote>
<p>
Aufgedeckt hat das ganze übrigens ein Nutzer der <i>kritischen Internetplattform</i> <a href="http://krautchan.net/">Krautchan</a>:
</p>
<img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/screenshots/web/krautchan-bildzeitung-fail-cropped.png" alt="Screenshot von Krautchan, der verräterischen EXIF-Kommentar eines Bildes zeigt." />
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie voxpark für primacall arbeitet</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/wie-voxpark-bewerber-verarscht</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/wie-voxpark-bewerber-verarscht#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 13:07:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erlehmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Misantropie als Bewältigungsstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[callcenter]]></category>
		<category><![CDATA[primacall]]></category>
		<category><![CDATA[voxpark]]></category>

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		<description><![CDATA[Bekommen sie gerne Spam ? wollte ich vom Callcenter-Angestellten am anderen Ende des Tisches wissen, der mir nach kurzer Pause bedeutete, meine Frage zu wiederholen. Bekommen sie gerne Spam ? — Nein. antwortete der Anzugträger, Wieso wollen Sie das wissen &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/wie-voxpark-bewerber-verarscht">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
<q>Bekommen sie gerne Spam ?</q> wollte ich vom Callcenter-Angestellten am anderen Ende des Tisches wissen, der mir nach kurzer Pause bedeutete, meine Frage zu wiederholen. <q><em>Bekommen sie gerne Spam ?</em></q> — <q>Nein.</q> antwortete der Anzugträger, <q>Wieso wollen Sie das wissen ?</q> Ich winkte ab, worauf er weiter über den Bereich A2 — <i>Aktivierung</i> <b>[…]</b> potentieller Kunden — referierte. Den anderen Bewerbern sollte klar sein, worauf meine Frage abzielte.
</p>
<p>
Zwanzig Minuten vorher, gegen halb zehn, hatte ich noch im Foyer der <a href="http://www.voxpark.de/">voxpark <abbr title="Gesellschaft mit beschränkter Haftung">GmbH</abbr></a> gesessen, geködert von der Aussicht, fürs Reden bezahlt zu werden. <del datetime="2010-03-23T17:01:03+00:00">Fine</del> <ins datetime="2010-03-23T17:01:03+00:00">Phine</ins>, eine ehemalige Schulkameradin, hatte erwähnt, hier mal gearbeitet zu haben. Als ich vor der Uni angesprochen wurde, war ich also nicht abgeneigt — bis sich herausstellte, dass die Arbeit darin bestand, Adresslisten abzutelefonieren, um Leuten Telefontarife zu verkaufen. Gezielt fremde Leute <b>[…]</b> <ins datetime="2010-03-23T18:08:19+00:00">anrufen</ins> und damit auf einer Stufe mit <del>Staubsauger</del> <ins>Vodafone</ins>vertretern und den <i>Zeugen Jehovas</i> stehen wollte ich nicht; meine Bekannte war da wohl etwas weniger sensibel.
</p>
<p>
Einige Monate später kontaktierte man mich erneut: Diesmal ginge es nur um Bestandskunden, also Leute, mit denen bereits eine Vertragsbeziehung bestehe. Ein Termin wurde für Donnertag vereinbart und, als ich kurzfristig nicht konnte, auf Freitag verlegt. Schließlich saß ich zusammen mit acht weiteren Bewerbern um einen Tisch. Kurz tauschte man sich aus, einige hatten ähnliche Geschichten vorzuweisen. Wer nicht schwieg, teilte die Ablehnung <b>[…]</b> <ins datetime="2010-03-23T18:08:19+00:00">gegen die Aktivierungsabteilung A2</ins>: Einer bestand sogar darauf, dass diese Art der Akquise <q>seit drei Monaten kriminell</q> sei, es wäre ein neues Gesetz erlassen worden. Dann erschien ein junger Mann, der uns einweisen sollte; es wurde still.
</p>
<p>
Recht schnell eröffnete dieser uns, dass man, bevor man im Bestandskundenprojekt <q>eingesetzt</q> würde, mindestens einige Tage in der <i>Aktivierung</i> arbeiten müsse, um <q>das Telefonieren zu lernen</q>. Diese Ankündigung rief allgemeines Missfallen hervor — ich und ein weiterer Beteiligter erhoben sich bereits, da holte der Angestellte einen Kollegen, welcher uns jedoch ebenfalls nicht zum Bleiben überreden konnte: Nach kurzem Geplänkel (<abbr title="siehe oben">s.o.</abbr>) verließen nunmehr vier Personen die Vorstellungsrunde. Beim Verlassen des Gebäudes bedeutete ich der Rezeptionistin, meine Telefonnummer zu löschen.
</p>
<p>
Fassen wir also zusammen:
</p>
<ul>
<li>voxpark produziert Telefon-Spam (übrigens im Auftrag der <a href="http://www.primacall.de/">Primacall</a>).</li>
<li>voxpark lügt Bewerber an, von wegen es gehe nur um Bestandskunden.</li>
</ul>
<p>
Und das, liebe Kinder, sind zwei gute Gründe, warum man nicht dort arbeiten möchte.
</p>
<ins datetime="2009-10-18T05:19:17+00:00">
<p>
<i>Spreeblick</i> hat bereits 2007 einen Primacall-Mitarbeiter <a href="http://www.spreeblick.com/2007/06/12/primacall/">interviewt</a> und wurde prompt <a href="http://www.spreeblick.com/2007/08/06/zufall/">abgemahnt</a> (via <a href="http://www.verbraucherrechtliches.de/2007/08/07/primacall-mahnt-spreeblick-ab/"><i>verbraucherrechtliches …</i></a>).
</p>
</ins>
<ins datetime="2010-03-23T16:20:21+00:00">
<p>
Nachdem ich <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/in-sachen-primacall">einen Brief von einer Anwaltskanzlei bekam</a>, wurde dieser Beitrag <em>ohne Anerkennung einer Rechtspflicht</em> nachträglich abgeändert, damit ich keine Briefe von dieser Anwaltskanzlei mehr bekomme; veränderte Stellen und Auslassungen sind durch Ellipsen in eckigen Klammern markiert. An dieser Stelle vielen Dank an Johnny Häusler und Dennis Sevriens.
</p>
</ins>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sarrazin-Zitate hausgemacht</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/sarrazin-zitate-hausgemacht</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/sarrazin-zitate-hausgemacht#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 02:23:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erlehmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fiktion]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Misantropie als Bewältigungsstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[krautchan]]></category>
		<category><![CDATA[sarrazin]]></category>
		<category><![CDATA[satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Zentralrat ist empört über die menschenverachtende Menschenverachtung Thilo Sarrazins, vergleicht seine Denke mit Göring, Goebbels und Hitler, fordert seinen Rücktritt — und liegt in seiner Einschätzung im entscheidenden Detail falsch: Sarrazin ist kein Nazi, auch nicht Rassist, er unterteilt &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/sarrazin-zitate-hausgemacht">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
Der Zentralrat ist <i><a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article4789020/Zentralrat-der-Juden-vergleicht-Sarrazin-mit-Hitler.html">empört</a></i> über die menschenverachtende Menschenverachtung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thilo_Sarrazin#Kontroversen">Thilo Sarrazins</a>, vergleicht seine Denke mit Göring, Goebbels und Hitler, <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/zentralrat-der-juden-fordert-ruecktritt-1/">fordert seinen Rücktritt</a> — und liegt in seiner Einschätzung im entscheidenden Detail falsch: Sarrazin ist kein Nazi, auch nicht Rassist, er unterteilt einfach die Menschen in <em>systemnützlich</em> und <em>systemschädlich</em>, ganz ohne Ansehen von Rasse, Herkunft oder Geschlecht. Und das er dies offen gefühllos, kaum konstruktiv (man denke an das <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Thilo-Sarrazin-Hartz-IV-Heiner-Geissler%3Bart270,2475592">Hartz-IV-Menü</a>) und unzulässig pauschalisierend (<q>Die Türken erobern Deutschland […]</q>) kundtut, ruft (zu Recht !) die medialen Geier auf den Plan, die sich laben am frisch angerichteten Drama.
</p>
<p>
Dennoch: Zurückgetreten wurde er bisher nicht; das Ende der Fahnenstange ist logischerweise noch lange nicht erreicht. Da nicht abzusehen ist, dass der ehemalige Anti-Sozialsenator in Zukunft die Klappe halten wird, kann es also nur einen Weg geben, die sarrazinmäßige Flucht nach vorn — und nichts bietet sich hier besser an als strategisch-rhetorische Hilfestellung für weitere Missetaten, auf das das Maß hoffentlich schnell überschwappt. Hier also einige Vorschläge, was Sarrazin noch so sagen könnte (und ohne Auftreten einer unvorhergesehenen Schädigung des Sprachzentrums wohl wird):
</p>

<blockquote>
<p>
Der Aufzug im Fernsehturm ist stecken geblieben und ich musste dort auch auf engstem Raum mit fremden Leuten ausharren. Ich kann das ganze Theater um die Sache nicht nachvollziehen.
</p>
</blockquote>
<p>— über Anne Frank</p>

<blockquote>
<p>
Ich kann ihnen versichern, dass eine solche Maßnahme die Arbeitslosen annähernd halbieren würde.
</p>
</blockquote>
<p>— über das Köpfen von Hartz-IV-Empfängern</p>

<blockquote>
<p>
Dennoch sollte man nicht vergessen, dass die Gesellschaft davon profitiert, wenn sich junge Menschen zusammentun und gemeinsam versuchen, die Stadt, in der wir leben, zu einem besseren Ort zu machen.
</p>
</blockquote>
<p>— über die Zunahme rechtsextreme Gewalttaten</p>

<blockquote>
<p>
Geben ist seliger als nehmen — das steht ja auch schon in der Bibel und daran hat sich vom Prinzip her bis heute nichts geändert.
</p>
</blockquote>
<p>— über die Gewaltvorwürfe gegenüber der Berliner Polizei</p>

<p>
Weitere Vorschläge, Lobhudeleien, sowie Kritik am Konzept der Lächerlichmachung selbstgerechter Arschlöcher mittels erfundener Geschmacklosigkeiten bitte in die Kommentare (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stromberg_(Fernsehserie)#Bernd_Stromberg">Stromberg</a>-Ergüsse sind von der Wertung ausgenommen, passen aber ins Konzept).
</p>

<ins datetime="2009-11-11T13:44:59+00:00">
<p>
Hallo Bernds. Hier steht nirgendwo, dass das <i>originaler Inhalt</i> wäre. Nur: Ein <abbr title="Krautchan">KC</abbr>-Archiv gibt es nunmal nicht. Auch: Wusstet ihr, dass Schüttli mich gebeten hat, nicht mehr auf <abbr title="Krautchan">KC</abbr> zu verlinken ?
</p>
</ins>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sousveillance-Videos und Webstandards</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/sousveillance-videos-und-webstandards</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/sousveillance-videos-und-webstandards#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 21:02:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erlehmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linkschleuder]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[html5]]></category>
		<category><![CDATA[polizei]]></category>
		<category><![CDATA[sousveillance]]></category>
		<category><![CDATA[theora]]></category>

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		<description><![CDATA[Sousveillance (wörtlich übersetzt „Unterwachung“) stellt ein Gegenkonzept zur Überwachung der Bürger durch staatliche Stellen dar und beantwortet auf brachial simple Weise die Frage „Wer überwacht eigentlich die Wächter ?“: Im Idealfall wird das Verhalten privilegierter Personen, etwa von Polizisten, hierbei &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/sousveillance-videos-und-webstandards">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
<i xml:lang="fr"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sousveillance">Sousveillance</a></i> (wörtlich übersetzt „Unterwachung“) stellt ein Gegenkonzept zur Überwachung der Bürger durch staatliche Stellen dar und beantwortet auf brachial simple Weise die Frage „Wer überwacht eigentlich die Wächter ?“: Im Idealfall wird das Verhalten privilegierter Personen, etwa von Polizisten, hierbei durch eine Vielzahl Freiwilliger aufgezeichnet, um möglichen Missbrauch zu dokumentieren.
</p>
<p>
Seit dem <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b452c21a">Vorfall</a> bei der <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/304/154/lang,de/">Demo am Samstag</a> ist nun deutlich, dass diese Vorgehensweise im Ernstfall nicht nur im Netz mediale Aufmerksamkeit sichert. Ob sie auch Mittel sein kann, die politisch Verantwortlichen zum Handeln zu bringen, die <a href="http://www.ccc.de/updates/2009/pm-identifikationsnummer?language=de">Forderung nach eindeutiger Markierung von Polizisten</a> durchzusetzen, ist noch unklar; eine telefonische Anfrage beim Senat erbrachte keine Erkenntnisse in diese Richtung. Fest steht allerdings: Das Internet ist hier an den alten Medien vorbeigezogen, die sich nicht in der Lage zeigten, auch nur annähernd derart schnell und intensiv zu publizieren.
</p>
<p>
Ein gehöriges Lob, nicht nur für Verbreitung des Inhaltes, sondern auch für die gewählte Form, gebührt dem <abbr title="Chaos Computer Club">CCC</abbr> und insbesondere Fefe: Die Videodatei ist u.A. <a href="http://ptrace.fefe.de/polizeipruegel-fsa09.html">im freien Format Theora abrufbar</a>, wird mittels des aus HTML5 stammenden <code>&lt;video&gt;</code>-Elements eingebunden und kann so von modernen Browsern (<i>Chrome</i>, <i>Firefox</i>, <i>Opera</i>) ohne Installation eines Plugins wie z.B. dem proprietären <i>Adobe Flash</i> dargestellt werden. Gleichzeitig fallen keine Lizenzzahlungen an, die ab 2010 für Web-Videoinhalte in <abbr title="Moving Picture Experts Group">MPEG</abbr>-Formaten <a href="http://www.microsoft.com/windows/windowsmedia/licensing/mpeg4faq.aspx#MPEG4VideoFAQ_2_4">vorgesehen sind</a>.
</p>
<p>
Leider sieht es allerdings auf anderen Blogs immer noch unbefriedigend aus, was das Agenda-Setting für freie Medienformate betrifft: Insbesondere Netzpolitik.org verwendet im <a href="http://netzpolitik.org/2009/fsa09-unerfreuliche-polizei-aktion/">entsprechenden Beitrag</a> ausschließlich <i>Youtube</i>-Embeds und damit <i>Flash</i> — bei einem Blog, deren Betreiber sich an anderer Stelle explizit für freie Software und offene Standards aussprechen, untergräbt dies die eigene Glaubwürdigkeit.
</p>
<p>
Dass es strategisch durchaus Sinn macht, Theora zu verwenden, stellt übrigens auch Ian Hickson, Editor des HTML5-Standards, klar: Der Apple-Browser Safari unterstützt das freie Videoformat bisher nicht, eine kontinuierliche Verwendung <a href="http://lists.whatwg.org/htdig.cgi/whatwg-whatwg.org/2009-July/020998.html">sieht Hickson</a> jedoch als besten Weg, Apple zu überzeugen. Für diesen Fall, <a href="http://lists.whatwg.org/htdig.cgi/whatwg-whatwg.org/2009-July/021509.html">so erläutert er weiterhin</a>, wäre eine kritische Masse erreicht, mit der Theora auch offiziell als Standardformat vorgeschrieben werden könnte.
</p>
<ins datetime="2009-09-15T21:41:57+00:00">
<p>
Wer Theora-Videos auf seiner eigenen Webseite einbinden möchte, sollte sich den <a href="http://en.flossmanuals.net/TheoraCookbook/MyHosting">entsprechenden Abschnitt</a> im <a href="http://en.flossmanuals.net/TheoraCookbook/">Theora-Kochbuch</a> anschauen. Die <abbr title="Free Software Foundation">FSF</abbr> hat auch ein <a href="http://www.fsf.org/blogs/community/working-with-theora"><abbr title="Frequently Asked Questions">FAQ</abbr></a> zum Thema.
</p>
</ins>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/sousveillance-videos-und-webstandards/feed</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Die alte Frau und das Netz</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/nichts-horen-nichts-sehen-nichts-sagen-live</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/nichts-horen-nichts-sehen-nichts-sagen-live#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 18:53:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erlehmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[bernd]]></category>
		<category><![CDATA[cdu]]></category>
		<category><![CDATA[kinderporno]]></category>
		<category><![CDATA[krautchan]]></category>
		<category><![CDATA[zensur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.dieweltistgarnichtso.net/?p=1165</guid>
		<description><![CDATA[Dann kommen sie Schlag auf Schlag, die jungen, vergewaltigten Kinder (die alte Dame hält sich erschrocken den Mund zu), der Millionenmarkt mit seinen Drahtziehern (die alte Dame hält sich die Ohren zu), die ahnungslosen Surfer, die von kinderpornografischem Material angefixt &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/nichts-horen-nichts-sehen-nichts-sagen-live">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p>
Dann kommen sie Schlag auf Schlag, die jungen, vergewaltigten Kinder (die alte Dame hält sich erschrocken den Mund zu), der Millionenmarkt mit seinen Drahtziehern (die alte Dame hält sich die Ohren zu), die ahnungslosen Surfer, die von kinderpornografischem Material angefixt werden (die alte Dame schließt die Augen) und immer wieder: die armen Kinder (die alte Dame weint).
</p>
</blockquote>
<p>
Nichts grundsätzlich neues <a href="http://www.maltehuebner.com/und-eine-alte-frau-weint/">schreibt Malte Hübner</a> da; es sollte hinreichend bekannt sein, wie die auswendig gelernten Phrasen der Ursula von der Leyen klingen und was ihre Wirkungsabsicht ist. Schön formuliert ist sie allerdings allemal, die Erzählung von den Vorkommnissen einer <abbr title="Christlich Demokratische Union">CDU</abbr>-Veranstaltung, bei der die Familienministerin von einem <del>gefährlichen Terroristen</del> <ins>unhöflichen Störer</ins> mit Wasser <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b462a6bf">attackiert wurde</a> (auf der <i>kritischen Internetplattform</i> Krautchan ist <i>latürnich</i> wieder mal ein <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/screenshots/krautchan/uschi-wasserbombe.png">Geständnis</a> aufgetaucht).
</p>
<p>
Angesichts der immer gleichen bizarren Schreckensrhetorik frage ich mich übrigens, wie absurd effekthascherisch die strategisch verbreiteten Geschmacklosigkeiten noch werden können, bevor die Zielgruppe sich vollends verarscht fühlt (nein, ich rechne nicht damit, dass das je passiert). Wie wäre es denn hiermit ?
</p>
<blockquote>
<p>
Wenn ich von Kinderpornografie im Internet spreche, spreche ich nicht davon, dass nackte Kinder posieren; das ist schlimm genug. Ich spreche von Babys, die gefesselt von der Decke hängen und mit Harken so lange vergewaltigt werden, bis sie an inneren Verletzungen sterben, während Millionen von Menschen jeweils 1000 Euro pro Stunde bezahlen, um sich das live im Internet anzuschauen. Das ist das Problem, über das wir hier reden.
</p>
</blockquote>    ]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kauft nicht bei Batman !</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/kauft-nicht-bei-batman</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/kauft-nicht-bei-batman#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 02:09:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erlehmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[döner]]></category>
		<category><![CDATA[falafel]]></category>
		<category><![CDATA[ostbahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[pommes]]></category>

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		<description><![CDATA[So, gestern war ich bei dieser Dönerbude am Ostbahnhof („Bistro Arena“, direkt hinter dem Bahnhofsgebäude) und bestellte einen Falafelteller, sozusagen als Abendessen. Und das war definitiv eine schlechte Idee, denn: Das Falafel war abartig trocken. Die Kräutersoße schmeckte schlechter als &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/kauft-nicht-bei-batman">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
So, gestern war ich bei dieser Dönerbude am Ostbahnhof („Bistro Arena“, direkt hinter dem Bahnhofsgebäude) und bestellte einen Falafelteller, sozusagen als Abendessen. Und das war definitiv eine schlechte Idee, denn:
</p>
<ul>
<li>Das Falafel war abartig trocken.</li>
<li>Die Kräutersoße schmeckte schlechter als die Billigmayo auf den Pommes.</li>
<li>Das Gemüse wirkte recht labberig.</li>
<li>Die auf dem ausliegenden Flyer angekündigte Cola (<q>FALAFEL TELLER mit Pommes Salat <em>+ Cola</em></q>) gab es dann doch nicht.</li>
</ul>
<p>
Ich hab das dann trotzdem gegessen — ohne Getränk — bezahlt ist bezahlt (und die Pommes waren zugegebenermaßen gut). Aber: Scheiße wars; ich werd den Teufel tun, da nochmal hinzugehn. Und bevor es jetzt heißt, ich würde vorschnell urteilen: Ich war schon vorher einmal dort und hatte da eine Pizza bestellt — die angebrannt und vertrocknet serviert wurde. Ist mir schleierhaft, wie die <a href="http://nachbarschaft.immobilienscout24.de/de/interessanter-ort/bistro-arena-am-ostbahnhof,43185421.html">positive Bewertungen</a> bekommen können.
</p>
<p>
<small>
Der Fairness halber sollte ich wohl erwähnen, dass die anderen Dönerbuden in der Nähe auch unter aller Sau sind. Das wärs dann aber auch schon. Und wegen der Überschrift: <i>Batman</i> heißt der Inhaber. Aber vielleicht gugelt das ja mal jemand und nimmt mich in seine lustige Linkliste auf. Man weiß ja nie.
</small>
</p>]]></content:encoded>
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	</channel>
</rss>

