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	<title>Die Welt ist gar nicht so. &#187; Rants</title>
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	<description>Sie ist ganz anders.</description>
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		<title>Die inoffiziellen Mitarbeiter der Stasi 2.0</title>
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		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/die-inoffiziellen-mitarbeiter-der-stasi-2-0#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Jun 2013 12:35:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[amazon]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[nsa]]></category>
		<category><![CDATA[prism]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[überwachung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die NSA überwacht das Internet und amerikanische Internet-Firmen helfen dabei. Viele finden das angeblich schlimm: Johnny Haeusler nennt es internen Terror; Katharina Nocun sieht Bürgerrechte in Gefahr; Karsten Gerloff erkennt nicht nur den Überwachungsstaat, sondern übernimmt auch Bruce Schneiers Metapher &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/die-inoffiziellen-mitarbeiter-der-stasi-2-0">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
<a href="http://www.guardian.co.uk/world/2013/jun/09/edward-snowden-nsa-whistleblower-surveillance">Die NSA überwacht das Internet</a> und <a href="http://netzpolitik.org/2013/google-erklart-wie-sie-daten-an-die-nsa-weitergeben/">amerikanische Internet-Firmen helfen dabei</a>. Viele finden das angeblich schlimm: <a href="http://www.spreeblick.com/2013/06/09/der-interne-terror/">Johnny Haeusler nennt es internen <q cite="http://www.spreeblick.com/2013/06/09/der-interne-terror/">Terror</q></a>; <a href="http://kattascha.de/?p=1145">Katharina Nocun sieht Bürgerrechte in Gefahr</a>; <a href="http://netzpolitik.org/2013/prism-uberwachung-freiheit-und-die-grenzen-des-versteckens/">Karsten Gerloff erkennt nicht nur den <q cite="https://netzpolitik.org/2013/prism-uberwachung-freiheit-und-die-grenzen-des-versteckens/">Überwachungsstaat</q></a>, sondern übernimmt auch <a href="http://www.wired.com/opinion/2012/11/feudal-security/">Bruce Schneiers Metapher vom <q cite="https://netzpolitik.org/2013/prism-uberwachung-freiheit-und-die-grenzen-des-versteckens/">quasi-feudalen System</q></a>.
</p>
<p>
Der Schönheitsfehler: Die Genannten helfen selber, Nutzer ihrer Webseiten zu überwachen. Mit jedem Zugriff auf ihre Webseiten übertragen Browser <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/HTTP-Cookie#Tracking">Tracking-Informationen</a> an Firmen wie <i>Amazon</i>, <i>Google</i> oder <i>Twitter</i>. <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/werbung-und-tracking-im-web">Das Ausmaß der Überwachung visualisierte ich bereits.</a>
</p>
<p>
Webseiten-Betreiber wissen, was sie damit tun: Sie helfen Firmen und Staaten, Internet-Nutzer zu bespitzeln und Persönlichkeitsprofile zu erstellen – ganz ohne formales Arbeitsverhältnis, als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Inoffizieller_Mitarbeiter">inoffizielle Mitarbeiter</a> der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stasi_2.0"><i>Stasi 2.0</i></a>.
</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nebelsprech bei den Piraten im AGH</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/nebelsprech-bei-den-piraten-im-agh</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/nebelsprech-bei-den-piraten-im-agh#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 May 2013 01:01:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[piraten]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Blog der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus Berlin steht ein Artikel vom Fraktionsvorsitzenden Andreas Baum (rka). Der versucht offenbar gerade, sich mittels Nebelsprech für den Karl-Theodor-zu-Guttenberg-Gedächtnispreis zu qualifizieren: Die Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat heute in einem geschlossenen Teil ihrer Fraktionssitzung &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/nebelsprech-bei-den-piraten-im-agh">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im Blog der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus Berlin steht <a href="https://www.piratenfraktion-berlin.de/2013/05/22/ergebnis-des-geschlossenen-teils-der-fraktionssitzung-am-21-5-2013/">ein Artikel</a> vom Fraktionsvorsitzenden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Baum">Andreas Baum</a> (<a href="https://mobile.twitter.com/rka"><i>rka</i></a>). Der versucht offenbar gerade, sich mittels <a href="http://www.maha-online.de/blog/wp-content/Nebel.pdf">Nebelsprech</a> für den Karl-Theodor-zu-Guttenberg-Gedächtnispreis zu qualifizieren:
<blockquote cite="https://www.piratenfraktion-berlin.de/2013/05/22/ergebnis-des-geschlossenen-teils-der-fraktionssitzung-am-21-5-2013/#comment-28518">
<p>Die Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat heute in einem geschlossenen Teil ihrer Fraktionssitzung konstruktiv über die Vorgänge der Vergangenen Woche gesprochen.
</blockquote>
<p>Moment mal! Hätte die Fraktion <em>destruktiv</em> über die Vorgänge sprechen können? Um welche Vorgänge geht es überhaupt? Und warum war der relevante Teil der Sitzung geschlossen?
<blockquote cite="https://www.piratenfraktion-berlin.de/2013/05/22/ergebnis-des-geschlossenen-teils-der-fraktionssitzung-am-21-5-2013/">
<p>Dabei konnten einige Missverständnisse ausgeräumt werden.
</blockquote>
<p>Wer hat wen missverstanden? Wer räumte was auf welche Weise aus? Ich zumindest weiß immer noch nicht, worum es geht.
<blockquote>
<p>Der Ausschluss eines Fraktionsmitgliedes oder die Auflösung der Fraktion wird von der Fraktion nicht in Betracht gezogen.
</blockquote>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerwald_Claus-Brunner"><i>Faxe</i></a> darf bleiben? Da bin ich aber beruhigt.
<blockquote>
<p>Die Fraktion wird darauf hinarbeiten, dass eine Situation wie am Freitag den 17.5.2013 nicht wieder eintritt.
</blockquote>
<p>Was war das für eine Situation? Wie trat sie ein? <a href="http://www.parlament-berlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka17-11591.pdf">Ist die Fraktion für den Fall einer Zombie-Katastrophe gerüstet?</a>
<blockquote cite="https://www.piratenfraktion-berlin.de/2013/05/22/ergebnis-des-geschlossenen-teils-der-fraktionssitzung-am-21-5-2013/">
<p>Wir sind eine Fraktion und wir haben den festen Willen, eine Fraktion zu
bleiben.
</blockquote>
<p>Übersetzt: <strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=CPeeiq22eG0"><q cite="http://www.youtube.com/watch?v=CPeeiq22eG0">Wir sind eine Partei, weil wir eine Partei sind!</q></a></strong>
</p>
<ins datetime="2013-05-22T01:03:03+00:00">
<p>
Kurze Durchsage von Andreas Baum: <a href="https://mobile.twitter.com/rka/status/336981264269725696?p=v">Die Inhaltsleere liegt natürlich am Datenschutzrecht.</a>
</p>
</ins>
<ins datetime="2013-05-22T01:20:00+00:00">
<p>
Pavel Mayer hingegen meint, dass der Artikel <a href="https://mobile.twitter.com/pavel23/status/336981483602468864?p=v"><q cite="https://mobile.twitter.com/pavel23/status/336981483602468864?p=v">den Tenor der Sitzung gut wiedergibt</q></a>.
</p>
</ins>
<ins datetime="2013-05-22T01:26:53+00:00">
<p>
<a href="http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/TheReveal">Auflösung</a>: Andreas Baum will lieber <a href="https://mobile.twitter.com/rka/status/336973192260354049?p=v">eigenes Popcorn produzieren</a>, statt sich auf <a href="http://popcornpiraten.de/erwartungen-an-die-geschlossene-fraktionssitzung-der-piraten-berlin-steigen/">externe Dienstleister</a> zu verlassen.
</p>
</ins>
<ins datetime="2013-05-22T01:38:45+00:00">
<p>
Der Abgeordnete <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fabio_Reinhardt">Fabio Reinhardt</a> hat selber <a href="http://pirat.fabioreinhardt.de/kommentar/meine-fragen-an-den-fraktionsvorstand/">viele Fragen an den Fraktionsvorstand</a>.
</p>
</ins>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>The Uncomplicated Web</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/the-uncomplicated-web</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/the-uncomplicated-web#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 May 2013 17:24:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.dieweltistgarnichtso.net/?p=7755</guid>
		<description><![CDATA[Many believe the use of standard data formats prevents innovation. Web developers commonly use this to justify reinventing the square wheel: Compared to standards-based web pages, almost all ad-hoc contraptions exhibit worse accessibility, usability and performance characteristics. This prevents interoperability &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/the-uncomplicated-web">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Many believe the use of standard data formats prevents innovation. Web developers commonly use this to justify <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Reinventing_the_wheel#Related_phrases">reinventing the square wheel</a>: Compared to standards-based web pages, almost all ad-hoc contraptions exhibit worse accessibility, usability and performance characteristics. This prevents interoperability without providing new functionality.
<p>The following guidelines serve to avoid needless complexity.
<h3 id=fast>A web page must load fast.</h3>
<ul>
  <li>Maximum <a href="http://mobile.httparchive.org/about.php#bytesTotal">transfer size</a> 20<abbr>kb</abbr> without embedded media.
  <li>Maximum <a href="http://stackoverflow.com/questions/5751515/official-references-for-default-values-of-concurrent-http-1-1-connections-per-se">6 resources</a>, not counting embedded media.
  <li>No <a href="https://developer.mozilla.org/en-US/docs/HTTP/Access_control_CORS">cross-origin</a> resources, except for embedded media.
  <li>Use <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/HTTP_compression">compression</a>, except for already compressed data.
  <li>No <a href="https://news.ycombinator.com/item?id=4958214">unnecessary content</a>.
  <ul>

    <li>No validation badges.
    <li>No share buttons.
    <li>No advertising.
    <li><a href="https://developers.google.com/speed/docs/best-practices/request">No cookies.</a>
  </ul>
  <li>For caching, use <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/HTTP_ETag">entity tags</a>.
</ul>
<h3 id=annoying>A web page must not be annoying.</h3>
<ul>
  <li>No pagination, except for collections of <a href="http://www.whatwg.org/specs/web-apps/current-work/multipage/sections.html#the-article-element">self-contained compositions</a> or very long lists.
  <li>No account registration for read access.
  <li>Provide human-readable <abbr>URLs</abbr>.
  <li>Default font size <code>1em</code>.
  <li>High contrast.
  <li>No autoplay.

</ul>
<h3 id=same><a href="http://www.w3.org/DesignIssues/Axioms.html#same">A <abbr>URL</abbr> must always refer to the same resource.</a></h3>
<ul>
  <li>If user is not authenticated, return <a href="http://www.w3.org/Protocols/rfc2616/rfc2616-sec10.html#sec10.4.2"><abbr>HTTP</abbr> error 401</a>.
  <li>If user is not authorized, return <a href="http://www.w3.org/Protocols/rfc2616/rfc2616-sec10.html#sec10.4.4"><abbr>HTTP</abbr> error 403</a>.
  <li><a href="http://www.w3.org/Provider/Style/URI.html"><abbr>URI</abbr>s must never change.</a>

  <li>No user agent sniffing.
  <li>No device sniffing.
  <li>No <a href="http://www.tbray.org/ongoing/When/201x/2011/02/09/Hash-Blecch">hashbangs</a>.
  <li>No <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Session_(computer_science)">sessions</a>.
  <li>No frames.
</ul>
<h1>A web page must use standard semantics.</h1>
<ul>
  <li>Provide hypertext content in <abbr>HTML</abbr>.
  <ul>

    <li>No plugins.
    <li>No <abbr>AJAX</abbr>.
    <li>No <abbr>PDF</abbr>.
    <li>No <abbr>LaTeX</abbr>.
  </ul>
  <li>Embed media in standard formats.
  <ul>
    <li><code>&lt;img&gt;</code>: <abbr>GIF</abbr>, <abbr>PNG</abbr>, <abbr>JPEG</abbr> or <abbr>SVG</abbr>.
    <li><code>&lt;audio&gt;</code>: (<abbr>MP3</abbr> or <abbr>AAC</abbr>) <em>and</em> <i>Ogg Vorbis</i>.
    <li><code>&lt;video&gt;</code>: <abbr>H.264</abbr>+<abbr>AAC</abbr> <em>and</em> (<i>WebM</i> or <i>Ogg Theora+Vorbis</i>).
  </ul>

  <li>Provide hypertext content and media in <a href="http://tools.ietf.org/html/rfc4287"><i>Atom</i></a> feeds.
  <ul>
    <li>Provide <a href="http://www.whatwg.org/specs/web-apps/current-work/multipage/links.html#rel-alternate">feed autodiscovery</a>.
    <li>No partial feeds.
    <li>No newsletters.
    <li><a href="http://web.archive.org/web/20101215125621/http://diveintomark.org/archives/2004/02/04/incompatible-rss">No <abbr>RSS</abbr>.</a>
    <li>For multiple media files, use <a href="http://www.ibm.com/developerworks/library/x-atom10/index.html#code5">multiple enclosures</a>.
  </ul>

  <li>Layout with <abbr>CSS</abbr>.
  <ul>
    <li>No vendor-specific CSS, use <a href="http://leaverou.github.io/prefixfree/"><i>-prefix-free</i></a>.
    <li>No <i>JavaScript</i> layout or typography.
    <li>No <abbr>SVG</abbr> layout.
  </ul>

  <li>Do not invent meaning.
  <ul>
    <li><a href="https://news.ycombinator.com/item?id=4918822">No custom <abbr>API</abbr>s</a>.
    <li>No <a href="http://ejohn.org/blog/html-5-data-attributes/"><i>data</i> attributes</a>.
    <li>No cookies.
    <li>No <abbr>JSON</abbr>.
    <li>No <abbr>DRM</abbr>.
  </ul>

  <li>Authenticate with <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Basic_access_authentication"><abbr>HTTP</abbr> basic auth</a> over <abbr>HTTPS</abbr>.
  <ul>
    <li>No query-string-based authentication.
    <li>No cookie-based authentication.
    <li><a href="https://tools.ietf.org/html/rfc2617#section-4.13">No <abbr>HTTP</abbr> Digest authentication.</a>

    <li><a href="http://homakov.blogspot.de/2013/03/oauth1-oauth2-oauth.html">No <i>OAuth</i>.</a>
  </ul>
</ul>
<h3>A web page must be media independent.</h3>
<ul>
  <li>Do not assume hardware, browser or <abbr>OS</abbr>.
  <li><a href="http://www.cs.dartmouth.edu/~sergey/langsec/occupy/">Do not assume turing completeness.</a>

  <li>Do not assume JavaScript.
  <li>Do not assume bandwith.
  <li>Do not assume plugins.
  <li>Do not assume fonts.
  <li>Do not assume CSS.
</ul>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Werbung und Tracking im Web</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/werbung-und-tracking-im-web</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/werbung-und-tracking-im-web#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 18:56:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bastelei]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
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		<category><![CDATA[spam]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[werbung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.dieweltistgarnichtso.net/?p=5049</guid>
		<description><![CDATA[Ich surfe oft per Mobilfunkverbindung und merke dann, wie viele überflüssige Daten Webseiten nachladen. UMTS hat im Vergleich zum Festnetz eine hohe Latenz: Es dauert über zehn Mal so lange, bis angeforderte Datenpakete ankommen – im Regelfall etwa 300 bis &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/werbung-und-tracking-im-web">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Ich <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ycyjzFfsz5M">surfe</a> oft per Mobilfunkverbindung und merke dann, wie viele überflüssige Daten Webseiten nachladen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Universal_Mobile_Telecommunications_System"><abbr title="Universal Mobile Telecommunications System">UMTS</abbr></a> hat im Vergleich zum Festnetz eine hohe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paketumlaufzeit">Latenz</a>: Es dauert über zehn Mal so lange, bis angeforderte Datenpakete ankommen – im Regelfall etwa 300 bis 700 Millisekunden statt 20 bis 50.
</p>
<p>
Um Zehntelsekunden längere Ladezeiten sollten eigentlich kein Problem darstellen. Webseiten voller Werbung und <i>Social Media Widgets</i> (<a href="https://developers.facebook.com/docs/reference/plugins/like/"><i>Like</i></a>, <a href="http://www.google.com/+1/button/"><i>+1</i></a>, <a href="https://twitter.com/about/resources/buttons#tweet"><i>Tweet</i></a>) laden allerdings <em>hunderte</em> von Dateien, die für Leser* weitgehend überflüssig sind. <a href="http://www.spreeblick.com/"><i>Spreeblick</i></a> etwa lädt 116 Dateien mit einer Gesamtgröße von 2,8<abbr title="Megabyte">MB</abbr>. Selbst mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Subscriber_Line"><abbr title="Digital Subscriber Line">DSL</abbr></a> bedeutet das eine <em>Ladezeit zwischen 5 und 25 Sekunden</em> – für eine Seite mit 7 Bildern und 3 Videos.
</p>
<p>
Übermäßige Werbung ist leicht erkennbar: Lade ich <i>Heise Online</i> ohne Werbeblocker, besteht 38% der Seitenfläche aus unerwünschten Informationen (<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/screenshots/web/heise-online-advertising.png">Bildschirmfoto</a>). <i>Social Media Widgets</i> hingegen funktionieren unsichtbar: <a href="http://www.taz.de/!56608/">Durch sie wissen soziale Netzwerke, wer welche Seiten aufruft.</a> Die Übertragung dieser Daten erfolgt ohne Kenntnis oder Einwilligung der Nutzer* – es handelt sich also um <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spyware">Spyware</a>.
</p>
<p>
Ende Januar baute ich ein <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/src/list-web-bugs.py">Skript, das zeigt, welche externen Inhalte eine Webseite einbindet</a>. Hier einige Ergebnisse:
</p>
<span id="more-5049"></span>
<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/heise.de-web-bugs.png"><img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/heise.de-web-bugs.png" alt="Externe Inhalte auf http://heise.de"></a>
<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/spiegel.de-web-bugs.png"><img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/spiegel.de-web-bugs.png" alt="Externe Inhalte auf http://spiegel.de"></a>
<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/taz.de-web-bugs.png"><img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/taz.de-web-bugs.png" alt="Externe Inhalte auf http://taz.de"></a>
<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/faz.net-web-bugs.png"><img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/faz.net-web-bugs.png" alt="Externe Inhalte auf http://faz.net"></a>
<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/netzpolitik.org-web-bugs.png"><img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/netzpolitik.org-web-bugs.png" alt="Externe Inhalte auf http://netzpolitik.org"></a>
<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/mspr0.de-web-bugs.png"><img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/mspr0.de-web-bugs.png" alt="Externe Inhalte auf http://mspr0.de"></a>
<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/zeit.de-web-bugs.png"><img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/zeit.de-web-bugs.png" alt="Externe Inhalte auf http://zeit.de"></a>
<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/bild.de-web-bugs.png"><img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/bild.de-web-bugs.png" alt="Externe Inhalte auf http://bild.de"></a>
<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/spreeblick.com-web-bugs.png"><img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/spreeblick.com-web-bugs.png" alt="Externe Inhalte auf http://spreeblick.com"></a>
<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/crackajack.de-web-bugs.png"><img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/crackajack.de-web-bugs.png" alt="Externe Inhalte auf http://crackajack.de"></a>
<ins datetime="2013-04-30T01:28:52+00:00">
<p>
Privatsphärenfreundliche Webseiten ohne Bannerwerbung existieren!
</p>
<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/blog.fefe.de-web-bugs.png"><img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/graphs/web-bugs/blog.fefe.de-web-bugs.png" alt="Externe Inhalte auf http://blog.fefe.de"></a>
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</ins>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Eindrücke vom 29C3</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/eindrucke-vom-29c3</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Jan 2013 19:38:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Ort Erster Eindruck: Das CCH ist riesig – sogar fefe fragte sich, ob er den großen Saal füllen könnte. Leerstellen gab es dennoch nicht; erdgeist verglich die Verteilung der Besucher mit einem idealen Gas, das alle Teile des Gebäudes erreichte. &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/eindrucke-vom-29c3">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h3>Ort</h3>
<p>
Erster Eindruck: Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Congress_Center_Hamburg"><abbr title="Congress Center Hamburg">CCH</abbr></a> ist riesig – sogar <a href="http://blog.fefe.de/?ts=ae258aa5"><i>fefe</i> fragte sich, ob er den großen Saal füllen könnte</a>. Leerstellen gab es dennoch nicht; <i>erdgeist</i> verglich die Verteilung der Besucher mit einem idealen Gas, das alle Teile des Gebäudes erreichte.
</p>
<p>
Die Ausschilderung empfand ich als wenig hilfreich: Design-<em>Spezialexperten</em> hatten <a href="https://events.ccc.de/congress/2012/wiki/Propaganda">willkürlich Zeichen eingefügt</a>, um jeden Text in ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/CAPTCHA"><abbr title="Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart">CAPTCHA</abbr></a> zu verwandeln; Beschriftungen lauteten <q cite="https://events.ccc.de/congress/2012/wiki/Propaganda">{A}SSE.MB-L/Y:</q> oder <q cite="https://events.ccc.de/congress/2012/wiki/Propaganda">W:AR/DR_O{BE}</q>. Die ersten beiden Tage irrte ich mehrmals über eine halbe Stunde durch das Gebäude, um Orte oder Leute zu finden.
</p>
<p>
Beim angebotenen Essen handelte es sich um <i>fast food</i> (etwa Currywurst mit <i>Chili con Carne</i> und Pulverkäse); dies sorgte dafür, dass ich noch Tage später <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bristol_Stuhlformen_Skala.png">Kot vom Typ 3</a> produzierte.
</p>
<h3 id=tag1>Tag 1</h3>
<p>
Die <a href="http://events.ccc.de/congress/2012/Fahrplan/events/5385.en.html">Keynote von Jacob Appelbaum</a> (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=QNsePZj_Yks">Video</a>) war großartig. Mit <a href="http://www.flickr.com/photos/tinowa/8314294704/">matrixmäßigem Outfit</a> hielt er eine Klassensprecher-Rede, die Stallman oder Lessig auch nicht besser hätten machen können. <abbr title="Zu Lang; Nicht Gesehen">ZL; NG</abbr>: Baut weniger Überwachungssysteme, schreibt mehr Freie Software, betreibt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tor_(Netzwerk)"><abbr title="The Onion Router">Tor</abbr>-Knoten</a>. <em>Für Freiheit und Lolis!</em>
</p>
<p>
Direkt danach redeten <a href="http://events.ccc.de/congress/2012/Fahrplan/events/5181.en.html"><i>maha</i> und Kai Biermann über Neusprech im Zeitungskontext</a> (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=4ONHziWZ52U">Video</a>). Die Audiospur der Aufzeichnung wechselt leider mittendrin auf die Simultanübersetzung, hoffentlich repariert das noch jemand.
</p>
<p>
Den Leuten neben der <a href="http://events.ccc.de/wp-content/uploads/2012/12/blinkenwall.jpg"><abbr title="All Colors Are Beautiful">ACAB</abbr>-Mauer</a> zeigte ich meinen Synthesizer <a href="https://github.com/erlehmann/libglitch"><i>libglitch</i></a> (<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/video/screencasts/glitched-tripster.ogv">Demo-Video</a>). Ich wollte die <i>glitched</i>-Visualisierung über die <a href="https://github.com/muccc/acab-streetlife"><abbr title="All Colors Are Beautiful">ACAB</abbr>-Python-Schnittstelle</a> auf der Wand darstellen und sprach jemanden mit einem <i>Macbook</i> an. Als der via Paketverwaltung <a href="http://sox.sourceforge.net/"><i>SoX</i></a> installierte, holte das System nicht nur <i>lame</i> und <i>vorbis-tools</i>, sondern auch <i>libpng</i>, <i>Python</i>, <abbr title="GIMP Toolkit">GTK+</abbr> <em>und</em> <i>Qt</i> … und kompilierte das alles, was dauerte. Ich ging daraufhin – und empfehle hiermit <i>OS X</i>-Nutzern, lieber gleich <a href="http://i1.kym-cdn.com/photos/images/original/000/298/779/cde.jpg"><i>Gentoo</i> zu installieren</a>.
</p>
<p>
Ich und meine Freunde bekamen bunte Karten zugesteckt, deren Gebrauch uns unklar war. Also <a href="https://events.ccc.de/congress/2012/wiki/index.php?title=Creepercards&#038;oldid=6556">erfanden wir eigene Spielregeln</a>; <i>foxitalic</i> schlug etwa vor, dass grüne Karten einen Anspruch auf sexuelle Gefälligkeiten kodifizieren. <a href="http://mirromaru.tumblr.com/post/39382307717/oh-teh-drama-or-why-i-stickered-a-naked-headless">Andere bastelten mit den Karten Bilder</a> (<a href="http://i.imagebanana.com/img/eu2mnkew/DSC00099.JPG">Beispiel</a>). Kartenspiele waren dieses Jahr ernstes Geschäft, <a href="#flauscheria">mehr dazu weiter unten</a>.
</p>
<h3 id=tag2>Tag 2</h3>
<p>
Bei <a href="https://events.ccc.de/congress/2012/wiki/Sexuelle_Beziehungen_in_Phantasie_und_Praxis_-_Vergewaltigung,_eine_%C3%9Cbung"><i>zeitrafferin</i>s Workshop <i>Sexuelle Beziehungen in Phantasie und Praxis &#8211; Vergewaltigung, eine Übung</i></a> ging es unter Anderem um den inflationären Gebrauch des Begriffs <i>rape culture</i> und den <a href="http://theological.de/index.php/bengoshis-blog/16-frisch-aufgeschnappt/59-just-my-2-cents-und-die-tuer-bleibt-wo-sie-ist">Klotürskandal</a> (<a href="https://twitter.com/klotuer/status/284733345814941696/photo/1">Bild</a>). Leider hatte sie weder Raum noch Mikrofon zur Verfügung; für die kleine <i>speaker&#8217;s corner</i> war der Andrang definitiv zu groß.
</p>
<p>
Später ging ich zum <a href="http://events.ccc.de/congress/2012/Fahrplan/events/5024.en.html">Vortrag von Violet Blue</a> (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=zq-bloM4Cmo">Video</a>). Sie redete von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schadensminimierung_(Abh%C3%A4ngigkeitssyndrom)"><i>harm reduction</i></a> – einer Strategie, gefährliches Verhalten (etwa von Suchtkranken) nicht zu verurteilen, sondern die damit behafteten Risiken zu minimieren. Beispiele sind kostenlose Kondome für Jugendliche, Abgabe von Spritzen an Heroinsüchtige und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jailbreak_(iOS)"><i>jailbreaking</i> von <i>iOS</i>-Geräten</a>.
</p>
<p>
Das <a href="http://events.ccc.de/congress/2012/Fahrplan/events/5309.en.html"><i>Hacker Jeopardy</i></a> (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=wx4THCBPNtE">Video</a>) war wie immer: Leute gehen auf die Bühne und blamieren sich mit der Chance auf einen Preis. <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/docs/polit/popcccorn.html#28">Moderator <i>ray</i> machte wiederholt sexistische Kommentare</a>, woraufhin eine kleine Gruppe die Veranstaltung störte; <a href="https://mobile.twitter.com/lirontocker/status/284811625108750336?p=v">Liron ging einfach</a>. Verwundert hat mich die (fehlende?) Strategie der Teilnehmer; außer Andreas Bokg wählte niemand Felder mit hoher Punktzahl. Keiner der Teilnehmer kannte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vi"><i>vi</i></a>.
</p>
<h3 id=tag3>Tag 3</h3>
<p>
<i>plomlompom</i> und ich trafen Volker Bombien vom <i>O&#8217;Reilly</i>-Verlag, um <a href="http://www.oreilly.de/catalog/internetmemekgger/">unser Buchprojekt</a> zu besprechen. Danach schaute ich mir den <a href="http://events.ccc.de/congress/2012/Fahrplan/events/5198.en.html"><i>Fnord Jahresrückblick</i> mit Frank Rieger und <i>fefe</i></a> an und <a href="https://mobile.twitter.com/frank_rieger/status/285167725326790657?p=v">hörten 3000 Leuten beim Poppen zu</a>.
</p>
<p>
Abends in der Bar bemerkte <i>foxitalic</i>, dass ich bei lauter Musik entweder schreie oder lalle (weil ich mich selbst nicht hören kann). Ich spielte dann noch <a href="http://www.mane6.com/">ein Spiel, bei dem Kleinpferde einander verkloppen</a> (<a href="http://d.asset.soup.io/asset/3988/2765_2d52.jpeg">Foto</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=GiwZvPKhsDo">Video</a>) und fragte vergeblich nach dessen Quellcode.
</p>
<h3 id=tag4>Tag 4</h3>
<p>
Nach dem Aufstehen ging ich erstmal zu den <a href="http://events.ccc.de/congress/2012/wiki/Lightning_Talks"><i>Lightning Talks</i></a>. Ich wollte da eigentlich einen Kurzvortrag zum <a href="https://github.com/erlehmann/open-access-media-importer"><i>Open Access Media Importer</i></a> halten (<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/docs/presentations/open-access-media-importer/oami-29c3-lightning-talk.pdf">Folien</a>) — die waren aber nicht angekommen, weil Nick Farrs Mailserver <em>scheduled downtime</em> hatte. m(
</p>
<p>
Der nachfolgende <a href="http://events.ccc.de/congress/2012/Fahrplan/events/5195.en.html">Vortrag von <i>bx</i></a> (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=dnLYoMIBhpo">Video</a>) zeigte, wie man die <em>Metadaten</em> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Executable_and_Linking_Format"><abbr title="Executable and Linkable Format">ELF</abbr>-Dateien</a> als Programmiersprache nutzen kann. Ich halte das ja für ein soziales Problem, wenn dumme (bzw. faule) Programmierer alles turingvollständig machen und fragte, wie man das unterbinden könne; <i>bx</i> empfahl, schlechte Beispiele zu sammeln.
</p>
<p>
Billige Lacher gab es (wie immer) bei den <a href="http://events.ccc.de/congress/2012/Fahrplan/events/5244.en.html"><i>Security Nightmares</i></a> (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=QRLeHPRnu3Q">Video</a>); das sollten sich alle zu Gemüte führen, die sich gerne <a href="https://mobile.twitter.com/moeffju/status/285426496263294976">über WhatsApp-Lüfterjungen lustig machen</a>.
</p>
<h3 id=flauscheria>Belästigungen</h3>
<p>
Für Belästigungen waren dieses Jahr Mitglieder der sog. <a href="http://flauscheria.org/"><i>Flauscheria</i></a> zuständig; die sich maßgeblich durch Pöbelei, Gewaltandrohungen und Sex-Feindlichkeit profilierten und mit diesem Verhalten – so die Selbstbeschreibung – <q cite="http://flauscheria.org/">eine breite Diskussion über die Umsetzung der <a href="http://events.ccc.de/congress/2012/wiki/29C3_Anti-Harassment_Policy">Anti Harassment Policy</a> auf dem Congress lostraten</q>.
</p>
<p>
Um anderen Besuchern ohne großes Aufsehen zweisprachig Schläge androhen zu können, hatte die <i>Flauscheria</i> kleine Pappkarten, sog. <i>Creeper Cards</i>, mitgebracht; <a href="http://neuberlinerin.wordpress.com/2012/12/29/creeper-cards/"><i>martl</i> erklärt das in ihrem Blog</a>. Auf Nachfrage erfuhr ich, es gäbe nur ein rhetorisches Problem – <a href="https://mobile.twitter.com/sofakissen/status/285158989191323648?p=v">die Gewaltandrohung will <i>sofakissen</i> zum nächsten Jahr subtiler formulieren</a>.
</p>
<figure>
<img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/zeichnungen/creepercard-gewaltdrohung.png" alt="Rote Karte mit der Beschriftung: „Du solltest froh sein, dass du nur diese Karte und keinen Schlag ins Gesicht bekommen hast […] beim nächsten Mal könntest du weniger Glück haben.“">
<figcaption>
Rote Karte, verteilt von der <i>Flauscheria</i> (Ausschnitt)
</figcaption>
</figure>
<p>
Die <i>Flauscheria</i> vermittelte eine generelle Spaßfeindlichkeit: <a href="https://events.ccc.de/congress/2012/wiki/index.php?title=Creepercards&#038;action=history"><i>sofakissen</i> löschte die alternativen Kartenspiel-Regeln und erwirkte die Sperrung der Wiki-Seite</a>; selbst <a href="https://mobile.twitter.com/Farthen/status/284738995982848002?p=v">Knutschen war bei der <i>Flauscheria</i> verboten</a>. Das machte schlechte Laune: Am Morgen des dritten Tages erzählte <i>foxitalic</i> mir von einem Alptraum, in dem sie auf dem Kongress Leute (etwa <i>mspro</i>) belästigte.
</p>
<p>
<a href="https://mobile.twitter.com/viirus42"><i>viirus42</i></a> verwies <del datetime="2013-01-02T20:00:03+00:00">erst</del> mich <del datetime="2013-01-02T20:00:03+00:00">und später Alexander Morlang</del> <ins datetime="2013-01-02T20:00:03+00:00">(Irrtum meinerseits: <a href="https://mobile.twitter.com/viirus42/status/286562059670392833?p=v"><i>viirus42</i> hat nur mich verjagt.</a>)</ins> aus dem <i>Flauscheria</i>-Bereich, störte das <i>Hacker Jeopardy</i> <a href="https://mobile.twitter.com/viirus42/status/284853626202116096?p=v">ohne konkrete Begründung</a> und deklarierte als Reaktion auf <a href="https://mobile.twitter.com/tinuqin/status/285068592293240832?p=v">einen Tweet</a> das Bastelwerkzeug zum Tötkolben: <a href="http://mobile.twitter.com/viirus42/status/285069041457057792"><q cite="http://mobile.twitter.com/viirus42/status/285069041457057792">son lötkolben kann schnell ausrutschen</q></a>.
</p>
<figure>
<img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/docs/polit/viirus42/t%c3%b6tkolben.thumb.jpg" alt="Tweet von viirus42: Son Lötkolben kann auchmal ausrutschen.">
<figcaption>
Sicherheitshinweis von <i>viirus42</i> (<a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/p-suu6lZhHZz-oFYXyHgGkluKfUlcysv5-Sgo8VOiKI?feat=directlink">Danke, <i>fengor</i></a>)
</figcaption>
</figure>
<p>
<a href="https://mobile.twitter.com/levampyre/status/285361575664181248?p=v">Letztendlich war das Verhalten der <i>Flauscheria</i> eine Denial-of-Service-Attacke gegen das Antikonflikt-Team</a> (das übrigens hervorragende Arbeit leistete); <a href="https://mobile.twitter.com/andreasdotorg/status/286477788540702722?p=v">Andreas Bogk bewertete es als <q cite="https://mobile.twitter.com/andreasdotorg/status/286477788540702722?p=v">unkonstruktiv und dialogverweigernd</q></a>; <i>skytee</i> witzelte sogar über <a href="https://mobile.twitter.com/skytee/status/284714371681243136?p=v"><q cite="https://mobile.twitter.com/skytee/status/284714371681243136?p=v">von Diensten bestellte Störer</q></a>.
</p>
<p>
Mir selbst war der von der <i>Flauscheria</i> ausgehende Stress <em>wesentlich</em> unangenehmer als das Verhalten der betrunkenen jungen Frau, die mir aus einer Laune heraus die Brille aus dem Gesicht schlug – sie hatte mir eine grüne Karte gegeben, die ich nicht aufbewahrt hatte.
</p>
<p>
<small>
<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/photos/fun/29c3-humantoilet.jpg">Auf dem <abbr title="29th Chaos Communication Congress">29C3</abbr> gab es übrigens eine Klotür</a> mit eindeutiger Konsensnachricht – <a href="https://mobile.twitter.com/philipsteffan/status/284389977301868544?p=v"><i>philipsteffan</i> entfernte die Beschilderung</a>. Bisschen fetischfeindlich, nicht?
</small>
</p>
<ins datetime="2013-01-02T20:56:18+00:00">
<p>
<a href="https://blog.fefe.de/?ts=ae1a50a0"><i>fefe</i> hat noch etwas dazu geschrieben.</a>
</p>
</ins>
<ins datetime="2013-01-08T20:04:35+00:00">
<p>
<a href="http://wiki.piratenpartei.de/AG_Flausch#Zum_nachlesen">Die <i><abbr>AG</abbr> Flausch</i> hat eine Linkliste zum Thema.</a>
</p>
</ins>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Zur Zuckerberg-Doktrin</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/zur-zuckerberg-doktrin</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Dec 2012 03:33:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[sonntaz]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Streit der Woche der taz geht es dieses Mal um Facebook. Vermittelt durch zeitrafferin habe ich dazu etwas geschrieben: Viele Menschen haben eine autoritäre Sehnsucht nach Identität. Sie brauchen die Schablone des Facebook-Profils: Nur mit Name, Ausbildung, Arbeitsplatz, Wohnort, &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/zur-zuckerberg-doktrin">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
<a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&#038;dig=2012%2F12%2F01%2Fa0021&#038;cHash=81d55e21ec6ff676d198d02a138dd6dc">Beim <i>Streit der Woche</i> der <i>taz</i> geht es dieses Mal um <i>Facebook</i>.</a> Vermittelt durch <i>zeitrafferin</i> habe ich dazu etwas geschrieben:
</p>
<hr />
<p>
Viele Menschen haben eine autoritäre Sehnsucht nach Identität. Sie
brauchen die Schablone des <a href="http://www.facebook.com/about/profile/"><i>Facebook</i>-Profils</a>: Nur mit Name, Ausbildung,
Arbeitsplatz, Wohnort, Beziehungsstatus finden sie Freunde.
</p>
<p>
Gemäß der <a href="http://dev.null.org/blog/item/201210281730_to_doctor_with_lov">Zuckerberg-Doktrin</a> hat jeder Mensch eine Identität innerhalb
normierter Parameter. Abweichung sind nicht vorgesehen: Kein Profil
enthält <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vorstrafe">Vorstrafen</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transsexualit%C3%A4t">Transsexualität</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Polyamory">mehrere Liebesbeziehungen</a>.
</p>
<p>
<i>Facebook</i> ist ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Totalitarismus">totales System</a>, ein <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-75261513.html">Netz im Netz</a>. Beiträge sind
unzugänglich von außen und nicht durchsuchbar. <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/pseudonyme-facebook-nutzer-sollen-freunde-verpetzen-a-843326.html">Nutzer denunzieren sich
gegenseitig</a>, <a href="http://www.zeit.de/2012/32/Zensur-Facebook-Nackter-Mann">Zensoren beseitigen Nacktheit und
Pornografie</a>. Verweigerer trifft Gruppenzwang: Wer nicht dabei ist,
wird nicht auf Parties eingeladen.
</p>
<p>
Zur Motivation erhalten Nutzer portionierte Aufmerksamkeit für das
normierte Leben. <a href="http://developers.facebook.com/docs/reference/plugins/like/">„Like“</a>-Leckerlis sind vorgetäuschte Orgasmen für eine
Milliarde Narzissten.
</p>
<p>
Werbern, Polizei und Nachrichtendiensten gefällt das. Doch die
Schablone verhindert Kreativität und Kultur: <i>Facebook</i> ist ein
asoziales Netzwerk.
</p>
<hr />
<p>
<a href="http://seeliger.cc/2012/facebook-ein-sehnsuchtsort/">Auch <i>zeitrafferin</i> äußert sich zum Thema.</a>
</p>
<ins datetime="2012-12-01T03:32:10+00:00">
<p>
Die <i>taz</i> hat meinen Text ohne Rücksprache gekürzt. <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/docs/polit/facebook-sonntaz.diff">Hier seht ihr die Unterschiede.</a>
</p>
</ins>
<ins datetime="2012-12-16T20:22:49+00:00">
<p>
<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/docs/polit/facebook-sonntaz-belegexemplar.pdf">Ich erhielt ein Belegexemplar (<abbr title="Portable Document Format">PDF</abbr>).</a>
</p>
</ins>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/zur-zuckerberg-doktrin/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Computational Power and Privilege</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/computational-power-and-privilege</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/computational-power-and-privilege#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Nov 2012 20:44:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[externality]]></category>
		<category><![CDATA[javascript]]></category>
		<category><![CDATA[langsec]]></category>
		<category><![CDATA[language]]></category>
		<category><![CDATA[principleofleastpower]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.dieweltistgarnichtso.net/?p=6124</guid>
		<description><![CDATA[Language is everywhere; it is all around us, even now on this very web site, which uses HTML and CSS. You can see it when you look at your phone or you turn on your PC. You are using it &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/computational-power-and-privilege">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Language is everywhere; it is all around us, even now on this very web site<ins datetime="2012-11-14T21:18:10+00:00">, which uses <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/HTML"><abbr title="HyperText Markup Language">HTML</abbr></a> and <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Cascading_Style_Sheets"><abbr title="Cascading Style Sheets">CSS</abbr></a></ins>. You can see it when you look at your phone or you turn on your <abbr title="Personal Computer">PC</abbr>. You are using it when you send emails, write blog posts or <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Google_Search#Search_options">query a search engine</a>.
</p>
<p>
People often use <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Chomsky_hierarchy#The_hierarchy">powerful languages</a> to express themselves. By doing this, senders raise the computational complexity of communication and <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Externality">externalize the costs</a>: Receivers must be capable of equivalent computation to understand messages.
</p>
<p>
<a href="http://www.cs.dartmouth.edu/~sergey/langsec/synopsis.html">Determining computational equivalence is not always possible</a> and some designs force receivers to solve <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_undecidable_problems">undecidable problems</a>. When inventing the Web, Tim Berners-Lee was aware that <a href="http://www.w3.org/DesignIssues/Principles.html#PLP">using powerful languages inhibits data re-use</a>.
</p>
<blockquote cite="http://www.w3.org/DesignIssues/Principles.html#PLP">
<p>
If, for example, a web page with weather data has RDF describing that data, a user can retrieve it as a table, perhaps average it, plot it, deduce things from it in combination with other information. At the other end of the scale is the weather information portrayed by the cunning Java applet. While this might allow a very cool user interface, it cannot be analyzed at all.
</p>
</blockquote>
<p>
The <a href="http://www.w3.org/2001/tag/doc/leastPower.html"><abbr title="World Wide Web Consortium">W3C</abbr> <abbr title="Technical Architecture Group">TAG</abbr> concluded</a> one should <strong><q cite="http://www.w3.org/2001/tag/doc/leastPower.html">use the least powerful language suitable for expressing information, constraints or programs</q></strong> to facilitate message comprehension.
</p>
<p>
It is cognitively cheap to dismiss these concerns as purely academic: Those possessing powerful hardware and fast internet connections seldom experience <a href="http://rmurphey.com/blog/2008/05/19/another-cautionary-remote-javascript-tale/">slowdown by advertising</a> or find content inaccessible due to <a href="http://www.webmonkey.com/2011/05/stop-typekit-fonts-from-slowing-down-your-site/">third-party javascript</a> or <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Browser_sniffing">browser sniffing</a>.
</p>
<p>
Lack of exposure to such problems may result in <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Victim_blaming">suspecting receivers of doing something wrong</a> or declaring them to be <i>outside the target audience</i>. This implies the possibility of an <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pareto_principle"><i>80/20</i> solution</a> – which <a href="http://www.cs.dartmouth.edu/~sergey/langsec/"><abbr title="the Language-theoretic Security interest group">LANGSEC</abbr></a> compares to <a href="http://www.cs.dartmouth.edu/~sergey/langsec/insecurity-theory-28c3.pdf">claiming to have found a <i>80/20</i> solution for a perpetual motion machine</a>.
</p>
<p><strong>Have you checked your computational privilege today?</strong></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/computational-power-and-privilege/feed</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Drei Farben: Grau</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/drei-farben-grau</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/drei-farben-grau#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Nov 2012 19:11:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[css]]></category>
		<category><![CDATA[fehlsichtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[privilegien]]></category>
		<category><![CDATA[web]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie Millionen andere Hipster trage ich eine Brille. Groß ist mein Sehfehler nicht; offline kann ich (tagsüber) fast alles erkennen. Im Web habe ich jedoch immer wieder Probleme. Ein Beispiel ist Hacker News. Text ist dort klein und grau auf &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/drei-farben-grau">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Wie Millionen andere Hipster trage ich eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brille">Brille</a>. Groß ist mein Sehfehler nicht; offline kann ich (tagsüber) fast alles erkennen. Im Web habe ich jedoch immer wieder Probleme.
</p>
<p>
Ein Beispiel ist <a href="http://news.ycombinator.com"><i>Hacker News</i></a>. Text ist dort klein <em>und</em> grau auf grau – und dadurch schon bei geringer Unschärfe unlesbar:
</p>
<figure>
<img src="//daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/screenshots/fail/contrast/hackernews-blur-clip.png" alt="Bildschirmfoto von Hacker News, weichgezeichnet (r=3; σ=1,5)">
<figcaption>Bildschirmfoto von <i>Hacker News</i>, weichgezeichnet (<a href="http://www.imagemagick.org/Usage/blur/#blur_args">r=3; σ=1,5</a>); <a href="//daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/screenshots/fail/contrast/hackernews-clip.png">Originalbild</a></figcaption>
</figure>
<p>
Bei unterschiedlichem Kontrast können Inhalte sogar als Dekoration missverstanden werden. Auf <a href="http://stoptalk.wordpress.com/"><i>Stop! Talking.</i></a> übersah ich die Seitenleiste – bis <a href="http://foxitalic.de"><i>foxitalic</i></a> sie mir zeigte:
</p>
<figure>
<img src="//daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/screenshots/fail/contrast/stoptalk-blur-clip.png" alt="Bildschirmfoto von Stop! Talking, weichgezeichnet (r=3; σ=1,5)">
<figcaption>Bildschirmfoto von <i>Stop! Talking.</i>, weichgezeichnet (<a href="http://www.imagemagick.org/Usage/blur/#blur_args">r=3; σ=1,5</a>); <a href="//daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/screenshots/fail/contrast/stoptalk-clip.png">Originalbild</a></figcaption>
</figure>
<p>
Ist mangelnder Kontrast Absicht, erfolgt die Benachteiligung Nicht-<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Emmetropie">Normalsichtiger</a> bewusst. Ich halte es für falsch, Leute mit körperlichen Beeinträchtigungen von Inhalten auszuschließen, um körperlich Privilegierten ansprechendes Design zu bieten.
</p>
<p>
Entwickler und Betreiber von Webseiten sollten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Web_Content_Accessibility_Guidelines">Richtlinien für barrierefreie Webinhalte</a> folgen, in denen <a href="http://www.w3.org/TR/UNDERSTANDING-WCAG20/visual-audio-contrast-contrast.html">minimaler Kontrast</a> vorgeschrieben ist. Dabei helfen können die Webanwendung <a href="http://achecker.ca/checker/index.php"><i>AChecker</i></a> (<a href="http://atutor.ca/achecker/download.php">Quellcode</a>) und die <i>Firefox</i>-Erweiterung <a href="https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/wcag-contrast-checker/"><i>WCAG Contrast checker</i></a> (<a href="https://addons.cdn.mozilla.net/img/uploads/previews/full/33/33379.png">Bildschirmfoto</a>).
</p>
<p>
<strong>Im Zweifel gilt: <a href="http://informationarchitects.net/blog/100e2r/">Normale Schriftgröße, schwarz auf weiß.</a></strong>
</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Critical Whiteness und das Ausmaß der Sektierereistimmung</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/critical-whiteness-und-das-ausmas-der-sektierereistimmung</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/critical-whiteness-und-das-ausmas-der-sektierereistimmung#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Oct 2012 00:09:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[criticalwhiteness]]></category>
		<category><![CDATA[hitler]]></category>
		<category><![CDATA[lantzschi]]></category>
		<category><![CDATA[mädchenmannschaft]]></category>
		<category><![CDATA[rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[satire]]></category>
		<category><![CDATA[untergang]]></category>

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		<description><![CDATA[Triggerwarnung: Hitler, Mdchnmnnschft ausgeschrieben. Noah Sow schrieb ein Buch über Rassismus und Katrin Rönicke äußerte Kritik. Das gefiel einigen überhaupt nicht; nebenbei spaltete sich die Mädchenmannschaft und lantzschi rotierte. Zu kompliziert? Ich habe das mal zusammengefasst: Download (Ogg Theora + &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/critical-whiteness-und-das-ausmas-der-sektierereistimmung">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
<strong><a href="http://www.freitag.de/autoren/katrin/auf-der-richtigen-seite">Triggerwarnung</a>: <a href="http://knowyourmeme.com/memes/downfall-hitler-reacts">Hitler</a>, <a href="http://maedchenmannschaft.net/achtung-trigger-triggermedia/"><i>Mdchnmnnschft</i> ausgeschrieben</a>.</strong>
</p>
<p>
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Noah_Sow">Noah Sow</a> schrieb <a href="http://www.amazon.de/Deutschland-Schwarz-Wei%C3%9F-allt%C3%A4gliche-Rassismus/dp/3570010082">ein Buch über Rassismus</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Katrin_R%C3%B6nicke">Katrin Rönicke</a> <a href="http://blog.katrin-roenicke.net/?p=1527">äußerte Kritik</a>. Das <a href="http://maedchenmannschaft.net/critical-whiteness-und-das-ende-der-sektstimmung/">gefiel</a> <a href="http://stoptalk.wordpress.com/2012/10/11/decolorize-the-color-line/">einigen</a> <a href="http://laufmoos.wordpress.com/2012/10/19/diskursmacht-ressourcenbindung-deutliche-verhaltnisse/">überhaupt</a> <a href="http://www.side-glance.de/2012/10/18/einfach-widerlich/">nicht</a>; nebenbei <a href="http://maedchenmannschaft.net/stellungnahme-aufgrund-der-ermoeglichung-rassistischer-reproduktionen-bei-mmwird5/">spaltete</a> <a href="http://maedchenmannschaft.net/die-maedchenmannschaft-nach-fuenf-jahren/">sich</a> die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4dchenmannschaft"><i>Mädchenmannschaft</i></a> und <a href="http://www.nadine-lantzsch.de/"><i>lantzschi</i></a> <a href="http://medienelite.de/2012/10/18/die-ach-so-tolle-feministische-blogosphare/">rotierte</a>.
</p>
<p>
Zu kompliziert? Ich habe das mal zusammengefasst:
</p>
<video controls src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/video/untergang-maedchenmannschaft.ogv">
<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/video/untergang-maedchenmannschaft.ogv">Download (Ogg Theora + Vorbis)</a>
</video>
<p>
Spaß beiseite: <a href="http://lesswrong.com/lw/8s4/handling_emotional_appeals/">Emotionale Argumentation stört</a>, insbesondere bei ernsten Themen. Hegemoniale <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gruppenbezogene_Menschenfeindlichkeit">gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit</a> mag <em>ekelhaft</em> und <em>widerlich</em> sein – doch es gibt bessere Gründe, sie abzulehnen. Sollte Katrin Rönicke anderer Meinung sein, rechtfertigt das kein <a href="http://stoptalk.wordpress.com/2012/10/11/decolorize-the-color-line/"><q cite="http://stoptalk.wordpress.com/2012/10/11/decolorize-the-color-line/">fuck you</q></a>.
</p>
<p>
Wie Alltags-Rassismus nüchtern demonstriert werden kann, zeigt das Video <a href="http://www.youtube.com/watch?v=t4DT3tQqgRM"><i>HP Computers are racist</i></a>: Dort reagiert die Gesichtserkennung nur auf Menschen mit heller Haut; <a href="http://words.steveklabnik.com/protological-control-an-introduction">Steve Klabnik erläutert</a>:
</p>
<blockquote cite="http://words.steveklabnik.com/protological-control-an-introduction">
<p>
They didn’t test it on darker skinned folks. Of course, it may not be malicious, but this certainly meant that no dark-skinned people were involved in the production of this device, the whole way up to shipping it. If they were, it would have been caught early on before it was even beginning manufacture.
</p>
</blockquote>
<ins datetime="2012-10-29T22:44:07+00:00">
<p>
Das Video ist <a href="https://mobile.twitter.com/_Steinmaedchen/status/262606040850378752?p=v"><q cite="https://mobile.twitter.com/_Steinmaedchen/status/262606040850378752?p=v">unglaublich absolut ekelhaft</q></a>, <a href="http://somluswelt.wordpress.com/2012/10/29/nazivergleiche/"><q cite="http://somluswelt.wordpress.com/2012/10/29/nazivergleiche/">widerwärtig, bösartig und verachtend</q></a>. Positiv angemerkt wird die <a href="https://mobile.twitter.com/mykke_/status/262575527385247745?p=p">überzeugende <i>lantzschi</i>-Darstellung</a> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Ganz">Bruno Ganz</a>.
</p>
</ins>
<ins datetime="2012-10-30T17:34:47+00:00">
<p>
<a href="http://stoptalk.wordpress.com/2012/10/30/im-sektenbunker-brennt-noch-licht/"><i>accalmie</i> schrieb ein Psychogramm über mich:</a>
</p>
<blockquote cite="http://stoptalk.wordpress.com/2012/10/30/im-sektenbunker-brennt-noch-licht/">
<p>
Nils muss da mal was machen, damit Leute außer ihm und P. Enis (höhö, Knaller!) er­kennen, wie faschistoid un­ge­fickte Critical-Whiteness-Schabracken werden in ihrem Sekten­bunker. Also opfert er seine Frei­zeit, um den “Untergang” zu edi­tieren: den Mitleidsfilm für dieses verführte “deutsche Volk.”
</p>
</blockquote>
<p>
Ich glaube ja, die kennen alle <a href="http://knowyourmeme.com/memes/downfall-hitler-reacts">dieses Mem</a> nicht.
</p>
</ins>
<ins datetime="2012-10-30T19:37:22+00:00">
<p>
<a href="http://stoptalk.wordpress.com/2012/10/30/im-sektenbunker-brennt-noch-licht/#comment-956"><i>accalmie</i> wirft mir Geschichtsvergessenheit vor.</a> Ich halte das für unzutreffend; das Video ist eben kein ernster <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Feminazi">antifeministischer Nazivergleich</a>, sondern eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Persiflage"><em>Persiflage</em></a>.</p>
<p>
<a href="http://static.nichtlustig.de/toondb/050512.html">Manche können nicht darüber lachen.</a> Das nehme ich in Kauf.
</p>
</ins>
<ins datetime="2012-10-31T17:07:30+00:00">
<p>
<a href="http://3dioptrien.wordpress.com/2012/10/31/117/">Jemand regt sich darüber auf, dass <i>accalmie</i> und ich verschiedene Meinungen haben und beschimpft uns <em>beide</em>.</a>
</p>
</ins>
<ins datetime="2012-11-02T15:02:58+00:00">
<p>
<a href="http://che2001.blogger.de/stories/2152128/">Eine lesenswerte Diskussion zum Video läuft bei <i>che2001</i> im Blog</a> (danke, <i>plomlompom</i>). <a href="http://che2001.blogger.de/stories/2152128/#2152432"><i lang=en>Money quote</i></a>:
</p>
<blockquote cite="http://che2001.blogger.de/stories/2152128/#2152432">
<p>
Klar, auch ich fand das Blog Mädchenmannschaft früher mal interessanter, aber es ist (zumindest nach meinem Kenntnisstand) nicht so, das die neue inhaltliche Ausrichtung per Schauprozess mit anschließenden Genickschüssen durchgesetzt wurde. 
</p>
</blockquote>
</ins>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Piraten als digitale Wutbürger</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/piraten-als-digitale-wutburger</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/piraten-als-digitale-wutburger#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 Sep 2012 16:20:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[kinderporno]]></category>
		<category><![CDATA[piratenpartei]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.dieweltistgarnichtso.net/?p=5143</guid>
		<description><![CDATA[Rick Falkvinge hat auf seinem Blog geschrieben, warum Kinderpornographie legalisiert werden muss. Beim Lesen dieser Zeilen bekomme ich das kalte Grauen und Wut, unglaubliche Wut. … erzählt tomate. Diese Aussage mag Aufschluss über den emotionalen Zustand des Senders geben – &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/piraten-als-digitale-wutburger">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote cite="http://basisvasektomie.de/?p=69">
<p>
Rick Falkvinge hat auf seinem Blog geschrieben, <a href="http://falkvinge.net/2012/09/07/three-reasons-child-porn-must-be-re-legalized-in-the-coming-decade/">warum Kinderpornographie legalisiert werden muss</a>. Beim Lesen dieser Zeilen bekomme ich das kalte Grauen und Wut, unglaubliche Wut.
</p>
</blockquote>
<p>
… <a href="http://basisvasektomie.de/?p=69">erzählt <i title="Stephan Urbach">tomate</i></a>. Diese Aussage mag Aufschluss über den emotionalen Zustand des Senders geben – doch einen guten Grund für das Verbot liefert sie nicht. Im Gegenteil: Wer <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Appeal_to_spite">Wut, Hass und Ekel als Argumente</a> gelten lässt, macht es Vertretern von <a href="https://mobile.twitter.com/ScaredyCat44/status/245105861322743808?p=p">Selbstjustiz</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gruppenbezogene_Menschenfeindlichkeit">gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit</a> einfach.
</p>
<blockquote cite="https://www.piratenpartei.de/2012/09/10/piratenpartei-deutschland-ubt-massive-kritik-an-piraten-grunder-rick-falkvinge-es-gibt-nie-einen-grund-kinderpornografie-zu-legalisieren/">
<p>
Die Freiheit des Internets kann nicht damit erkämpft werden, dass eine eindeutig kriminelle Handlung für gut befunden wird.
</p>
</blockquote>
<p>
… <a href="https://www.piratenpartei.de/2012/09/10/piratenpartei-deutschland-ubt-massive-kritik-an-piraten-grunder-rick-falkvinge-es-gibt-nie-einen-grund-kinderpornografie-zu-legalisieren/">meint Bernd Schlömer</a>, Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland. Das mag seriöser klingen, ist jedoch ebenfalls <a href="http://lesswrong.com/lw/e95/the_worst_argument_in_the_world/">kein besonders gutes Argument</a>. Zur Erinnerung: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Letter_from_Birmingham_Jail">Martin Luther King war ein Krimineller</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C2%A7_175#Entwicklung_in_der_alten_Bundesrepublik">homosexuelle Handlungen waren in Deutschland lange Zeit illegal</a>, der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bet%C3%A4ubungsmittelgesetz_(Deutschland)">Besitz gewisser Drogen ist immer noch verboten</a>.
</p>
<blockquote cite="http://basisvasektomie.de/?p=69">
<p>
Die Begründungen, die Falkvinge angibt, sind alle so falsch, wie man sich nur vorstellen kann.
</p>
</blockquote>
<p>
… behauptet <i title="Stephan Urbach">tomate</i> weiter. Möglicherweise ist das tatsächlich so – doch solange er <a href="http://falkvinge.net/2012/09/07/three-reasons-child-porn-must-be-re-legalized-in-the-coming-decade/">Falkvinges Text</a> nicht auseinandernimmt, kann ich ihm nicht so recht glauben.
</p>
<p>
<a href="http://hanhaiwen.wordpress.com/2012/09/10/die-anderthalb-punkte-in-denen-falkvinge-recht-hat/">Ein Beispiel nehmen könnte er sich an <i title="Helga Hansen">hanhaiwen</i></a>, der es bei Falkvinges Argumentation an Präzision mangelt. Auch <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2012/09/10/soll-kinderpornografie-straffrei-werden/">Udo Vetter setzt sich mit Falkvinges Artikel inhaltlich auseinander</a>. Im Gegensatz zu den <ins datetime="2012-09-10T20:35:43+00:00"><span title="Udo Vetter ist auch Mitglied der Piratenpartei.">beiden erstgenannten</span></ins> Vertretern der Piratenpartei sind beide fähig zu sachlicher Kritik.
</p>
<a href="http://blog.fefe.de/?ts=aeb0c59f"><i title="Felix von Leitner">Fefe</i> tranchiert den Skandal.</a> <i lang="en">Money Quote</i>:
</p>
<blockquote cite="http://blog.fefe.de/?ts=aeb0c59f">
<p>
Was hätte die Piratenpartei denn stattdessen machen können? Sie hätte eine sachliche Presseerklärung machen können, statt dieser überemotionalisierenden Scheiße, die der Schlömer und der Urbach da rausdeprimiert haben. Es gibt so viele kritikwürdige Punkte am Status Quo, nicht zuletzt dass (was auch Falkvinge anspricht) Jugendliche kriminalisiert werden, die Nacktfotos von sich selbst und ihren Sexpartnern machen. Oder dass man sogar für erotische Texte oder Zeichnungen verfolgt werden kann, bei denen offensichtlich niemand zu Schaden kam, schon gar kein Kind.
</p>
</blockquote>
<ins datetime="2012-09-10T16:46:55+00:00">
<p>
In einem älteren Text behandelt Paul Graham die <a href="http://www.paulgraham.com/say.html">Problematik, gegen die herrschende Moral zu argumentieren</a>:
</p>
<blockquote>
<p>
The statements that make people mad are the ones they worry might be believed. I suspect the statements that make people maddest are those they worry might be true.
</p>
<p>
If Galileo had said that people in Padua were ten feet tall, he would have been regarded as a harmless eccentric. Saying the earth orbited the sun was another matter. The church knew this would set people thinking.
</p>
</blockquote>
</ins>
<ins datetime="2012-09-11T11:59:10+00:00">
<p>
<i>Der Postillon</i> tritt nach: <a href="http://www.der-postillon.com/2012/09/piratenpartei-ab-sofort-etablierte.html"><i>Piratenpartei ab sofort etablierte Systempartei ohne Charakter</i></a>.
</p>
</ins>
<ins datetime="2012-09-11T14:10:52+00:00">
<p>
<i title="Caspar Clemens Mierau">leitmedium</i> sammelt <a href="http://popcornpiraten.de/reaktionen-zu-falkvingegate/">Reaktionen auf Falkvinges Artikel</a>.
</p>
</ins>
<ins datetime="2012-09-11T14:19:27+00:00">
<p>
Falkvinge legt nach, setzt sich detailliert mit Kritik auseinander: <a href="http://falkvinge.net/2012/09/11/child-porn-laws-arent-as-bad-as-you-think-theyre-much-much-worse/"><i>Child Porn Laws Aren&#8217;t As Bad As You Think: They&#8217;re Much, Much Worse.</i></a>. Auch er bemerkt die Reaktion der deutschen Piratenpartei:
</p>
<blockquote cite="http://falkvinge.net/2012/09/11/child-porn-laws-arent-as-bad-as-you-think-theyre-much-much-worse/">
<p>To be honest, I don&#8217;t think I&#8217;ve ever read such a nuanced, thoughtful discussion on this subject as in the threads that the article started. I&#8217;m very happy to see that people are daring to start clean up this toxic sludge and attempt to make sense of our laws. For examples, look at <a href="http://yro.slashdot.org/story/12/09/09/1314232/rick-falkvinge-on-child-porn-and-freedom-of-the-press">the Slashdot thread</a> as well as the <a href="http://news.ycombinator.com/item?id=4495914">thread on Hacker News</a>. It&#8217;s not just the traditional geek forums, either: Mainstream press such as <a href="http://www.businessinsider.com/pirate-party-rick-falkvinge-founder-publishes-highly-controversial-article-on-child-porn-2012-9">Business Insider</a> also holds a generally supportive comment field.</p>
<p>The one exception came from the German Piratenpartei, whose leadership quickly sent out a press release distancing themselves from me as a person. That (the distancing) predictably became a story <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/kinderporno-debatte-piratenpartei-gruender-entsetzt-eigene-leute-a-854854.html">in itself</a> in German press, the exact content of the PPDE press release, rather than the contents and argumentation of my article. </p>
</blockquote>
</ins>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zur Depublikation bei der FAZ</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/zur-depublikation-bei-der-faz</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/zur-depublikation-bei-der-faz#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Aug 2012 13:10:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[faz]]></category>
		<category><![CDATA[mspro]]></category>
		<category><![CDATA[schirrmacher]]></category>
		<category><![CDATA[zeitrafferin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.dieweltistgarnichtso.net/?p=5133</guid>
		<description><![CDATA[Sehr geehrter Herr Schirrmacher, neulich wurde bei der FAZ das Blog von Julia Seeliger gelöscht, nachdem sie länger keine Artikel ablieferte. Dies ist der zweite mir bekannte Fall, in dem FAZ-Artikel gegen den Willen von Autoren gelöscht werden, um das &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/zur-depublikation-bei-der-faz">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Sehr geehrter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Schirrmacher">Herr Schirrmacher</a>,
</p>
<p>
neulich wurde bei der <abbr title="Frankfurter Allgemeine Zeitung">FAZ</abbr> das <a href="http://seeliger.cc/2012/schluss-mit-lustig/">Blog von Julia Seeliger gelöscht</a>, nachdem sie länger keine Artikel ablieferte. Dies ist der <a href="http://www.ennomane.de/2010/06/24/faz-loescht-blog-eine-andere-form-von-ctrl-verlust/">zweite mir bekannte Fall</a>, in dem FAZ-Artikel gegen den Willen von Autoren gelöscht werden, um das Arbeitsverhältnis zu beenden.
</p>
<p>
Ich halte dieses Vorgehen für einen Fehler. Sicher ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverbrennung">das Vernichten aller Texte eines Autors</a> ein deutliches Signal. Doch Artikel werden öfter gelesen<ins datetime="2012-08-09T13:12:43+00:00">, kommentiert</ins> und verlinkt als geschrieben. Insofern enttäuschen Sie Leser, Kommentatoren und alle, die auf gelöschte Texte verlinkten.
</p>
<p>
Kurz: <strong><abbr title="Uniform Resource Locator">URL</abbr>s sind Wegweiser im Netz. Diese zu verdrehen, ist Sabotage.</strong>
</p>
<p>
Möglicherweise fürchten Sie, dass <a href="http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/ViewersAreGoldfish">Leser durch die Verfügbarkeit alter Informationen kognitiv überfordert werden</a>. In diesem Fall möchte ich Sie bitten, mit gutem Beispiel voran zu gehen: Löschen Sie einfach die eigenen alten Texte, <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Facepalm&#038;oldid=106472843#cite_note-4">bevor noch jemand daraus zitiert</a>!
</p>
<p>
<small>
Meine telefonische Anfrage, ob sich die <abbr title="Frankfurter Allgemeine Zeitung">FAZ</abbr> durch das Löschen von Artikeln an ehemaligen Autoren rächt, wurde übrigens mit „Das ist höchst individuell.“ beantwortet. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
</small>
</p>
<p>
mit freundlicher <span title="Gesichtspalme">FAZialpalmierung</span>,
</p>
<ins datetime="2012-08-09T13:12:43+00:00">
<blockquote>
<p>
Ihre email kann vorläufig nicht beantwortet werden. Sie wird nicht weitergeleitet und nicht gespeichert. 
</p>
</blockquote>
</ins>
<ins datetime="2012-10-16T17:54:58+00:00">
<p>
<a href="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2012/10/15/abspann.aspx">Die <abbr title="Frankfurter Allgemeine Zeitung">FAZ</abbr> löscht das <i>Fernsehblog</i>:</a>
</p>
<blockquote cite="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2012/10/15/abspann.aspx">
<p>
Alle bisherigen Fernsehblog-Beiträge werden voraussichtlich noch bis Ende Oktober abrufbar sein.
</p>
</blockquote>
<p>
<a href="http://faz-community.faz.net/blogs/supermarkt/archive/2012/10/15/wegen-inventur-geschlossen.aspx">Auch das <i>Supermarktblog</i> wollen sie nicht.</a> Das ist übrigens vom gleichen Autor, <a href="http://www.medienpiraten.tv/texte/?page_id=3">Peer Schader</a> – wem der wohl ans Bein gepinkelt hat? Immerhin wurde es <a href="http://www.supermarktblog.com/">an anderer Stelle gesichert</a>:
</p>
<blockquote cite="http://www.supermarktblog.com/2012/10/11/hallo-sie-das-supermarktblog-wohnt-jetzt-auf-supermarktblog-com/">
<p>
Im Archiv lassen sich alle Einträge aus der Zeit bei FAZ.NET aufrufen. (Die Kommentare von damals leider nicht.)
</p>
</blockquote>
</ins>
<ins datetime="2012-10-16T18:37:01+00:00">
<p>
<a href="https://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=fl&#038;dig=2012%2F10%2F16%2Fa0118&#038;cHash=f5849133675cd86005110ecb3c953ca2">Die <i>taz</i> hat einen Artikel zur Blogverbrennung</a>:
</p>
<blockquote cite="https://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=fl&#038;dig=2012%2F10%2F16%2Fa0118&#038;cHash=f5849133675cd86005110ecb3c953ca2">
<p>
Warum also gerade das Aus für das Fernsehblog? Geld oder Klickzahlen sollen keine Rolle gespielt haben, sagt Nils Minkmar, Feuilletonchef der FAZ: &#8220;Wir wollten unser Blogangebot mal erneuern&#8221;, wie man das bei Kolumnen in der Zeitung auch ab und an mal mache.
</p>
</blockquote>
<p>
Vielleicht sollte die <abbr title="Frankfurter Allgemeine Zeitung">FAZ</abbr> ihren Feuilletonchef mal <em>erneuern</em>?
</p>
</ins>
<ins datetime="2012-10-22T14:30:47+00:00">
<p><a href="http://faz-community.faz.net/blogs/biopolitik/archive/2012/10/20/was-hat-suizidbegleitung-mit-kriegseinsaetzen-zu-tun-eine-empirische-studie-ueber-die-belastungen-danach.aspx">Die <abbr title="Frankfurter Allgemeine Zeitung">FAZ</abbr> euthanasiert auch das Biopolitik-Blog</a> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oliver_Tolmein">Oliver Tolmein</a>:</p>
<blockquote cite="http://faz-community.faz.net/blogs/biopolitik/archive/2012/10/20/was-hat-suizidbegleitung-mit-kriegseinsaetzen-zu-tun-eine-empirische-studie-ueber-die-belastungen-danach.aspx">
<p>
Das Biopolitik-Blog auf faz.net wird zum Ende des Monats leider eingestellt werden. Auch das Archiv des Blogs (das mittlerweile 222 Einträge enthält) wird dann hier nicht mehr erreichbar sein.
</p>
</blockquote>
<p>
Weiß eigentlich jemand, warum <a href="http://rebellmarkt.blogger.de/">Don Alphonso</a> (der wirklich kein <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/don-alphonso-will-kein-dreckschwein-sein/"><q cite="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/don-alphonso-will-kein-dreckschwein-sein/">zynisches Dreckschwein</q></a> ist) sich da halten kann?
</p>
</ins>
<ins datetime="2013-02-26T18:52:36+00:00">
<p>
Julia Seeligers ehemaliges <abbr title="Frankfurter Allgemeine Zeitung">FAZ</abbr>-Blog <a href="http://blogs.faz.net/allerseelen/"><i>Allerseelen</i></a> ist zur Zeit erreichbar; <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/docs/culture/allerseelen/">ich speicherte sämtliche Artikel</a> und erstellte <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/docs/culture/allerseelen.tar.xz">ein Archiv aller Beiträge</a>.
</p>
</ins>
<ins datetime="2013-02-28T19:14:21+00:00">
<p>
<a href="http://blogs.faz.net/allerseelen/"><i>Allerseelen</i></a> ist wieder weg. Cachingfehler?
</p>
<blockquote cite="http://blogs.faz.net/allerseelen/">
<p>
Der Nutzer hat sich entschieden seinen Account zu löschen – damit sind die Inhalte nicht länger verfügbar.
</p>
</blockquote>
</ins>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/zur-depublikation-bei-der-faz/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mogst a Zurkerl?</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/mogst-a-zurkerl</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/mogst-a-zurkerl#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Jul 2012 15:45:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[danielfiene]]></category>
		<category><![CDATA[zurker]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.dieweltistgarnichtso.net/?p=5057</guid>
		<description><![CDATA[Das soziale Netzwerk Zurker möchte Geld von seinen Nutzern – und Lüfterjunge Daniel Fiene bezeichnet es deswegen schon als Anti-Facebook und Genossenschaft 2.0: Jedes Zurker-Mitglied ist Miteigentümer und Investor der Plattform. Für die Mitgliedschaft und die Weiterempfehlung an Freunde gibt &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/mogst-a-zurkerl">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Das <del>soziale</del> Netzwerk <a href="http://www.zurker.eu/"><i>Zurker</i></a> möchte Geld von seinen Nutzern – und <span title="Fanboy">Lüfterjunge</span> Daniel Fiene bezeichnet es deswegen schon als <a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2012/06/das-anti-facebook/" rel=nofollow><q cite="http://blog.zdf.de/hyperland/2012/06/das-anti-facebook/">Anti-Facebook</q></a> und <a href="http://www.heute.de/ZDF/zdfportal/web/heute-Nachrichten/4672/23260866/aebde0/Genossenschaft-2.0-Facebook-Alternative-Zurker-.html" rel=nofollow><q cite="http://www.heute.de/ZDF/zdfportal/web/heute-Nachrichten/4672/23260866/aebde0/Genossenschaft-2.0-Facebook-Alternative-Zurker-.html">Genossenschaft 2.0</q></a>:
</p>
<blockquote cite="http://blog.zdf.de/hyperland/2012/06/das-anti-facebook/">
<p>
Jedes Zurker-Mitglied ist Miteigentümer und Investor der Plattform. Für die Mitgliedschaft und die Weiterempfehlung an Freunde gibt es virtuelle Anteile (“vShare“). Für einen US-Dollar können weitere Anteile gekauft werden.
</p>
</blockquote>
<p>
Das mag verlockend klingen. Doch schon technisch kann <i>Zurker</i> nicht einmal mit gewöhnlicher Blogsoftware mithalten: So gibt es keine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Feed">Feeds</a>; um mit <i>Zurker</i>-Nutzern interagieren zu können, muss man sich also anmelden. Quellcode ist ebenfalls nicht verfügbar.
</p>
<p>
Auch die <a href="http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:JsjdtZma4uEJ:http://pages.zurker.co.uk/tos">die <abbr title="Allgemeine Geschäftsbedingungen">AGB</abbr> von <i>Zurker</i></a> enttäuschen: Zugang gibt es erst ab 18, Nutzer können für Trollerei gesperrt werden und Daten von <i>Zurker</i> zu kopieren ist verboten. Selbst die (weitgehend wertlosen) <q>virtuellen Anteile</q> können nach Belieben wieder einkassiert werden:
</p>
<blockquote cite="http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:JsjdtZma4uEJ:http://pages.zurker.co.uk/tos">
<p>
The OPERATORS reserve the right to close the account and confiscate the vShares of any user as they consider appropriate.
</p>
</blockquote>
<p>
<abbr title="Zu lang; nicht gelesen">ZL;NG</abbr>: Der <i>Zurker</i>-Narrativ bedient den Wunsch nach dem Erfolg eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Underdog_%28Soziologie%29"><i lang=en>Underdog</i>s</a>-Netzwerkes, das <i>Facebook</i> ablöst. Dass es das tun wird, ist umso unplausibler, je mehr man über <i>Zurker</i> erfährt – für recherchefaule Schreiberlinge handelt es sich jedoch um ein gefundenes Fressen.
</p>
<h3>Mehr zu <i>Zurker</i></h3>
<ul>
	<li><a href="http://danielpacker.org/zurker-proof-were-desperate/"><i>Zurker. Proof we’re desperate.</i></a>
	<li><a href="http://manurevah.com/blah/en/blog/Zurker---Making-Pyramids-Appear-Flat"><i>Zurker &#8211; Making Pyramids Appear Flat</i></a>
	<li><a href="http://www.wired.co.uk/news/archive/2012-05/02/zurker"><i>Be wary of cooperative social network Zurker</i></a>
	<li><a href="http://techbu.com/2012/05/12/zurker-com-a-scam-or-social-networking-service"><i>Zurker.com A scam or social networking service</i></a>
	<li><a href="http://mandyf.wordpress.com/2012/02/11/why-you-arent-missing-anything-by-skipping-zurker/"><i>Why you aren’t missing anything by skipping Zurker</i></a>
</ul>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/mogst-a-zurkerl/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Monogamie, Hegemonie und warum wir keinen Sex mehr haben werden</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/monogamie-hegemonie-und-warum-wir-keinen-sex-mehr-haben-werden</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/monogamie-hegemonie-und-warum-wir-keinen-sex-mehr-haben-werden#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 20:44:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[email]]></category>
		<category><![CDATA[fremdgehen]]></category>
		<category><![CDATA[hegemonie]]></category>
		<category><![CDATA[heuchlerei]]></category>
		<category><![CDATA[monogamie]]></category>
		<category><![CDATA[mononormativität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.dieweltistgarnichtso.net/?p=4783</guid>
		<description><![CDATA[Liebe [klassifizierte Information], es wäre ziemlich egoistisch von mir, zu verlangen, dass du offen zu mir als Sexualpartner stehst. Ich möchte dich auch nicht zwingen, zwischen mir und deinem Freund zu entscheiden. Immerhin denkt er, ihr hättet eine monogame Beziehung. &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/monogamie-hegemonie-und-warum-wir-keinen-sex-mehr-haben-werden">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Liebe <ins datetime="2012-04-12T16:03:07+00:00">[klassifizierte Information]</ins>,
</p>
<p>
es wäre ziemlich egoistisch von mir, zu verlangen, dass du offen zu mir
als Sexualpartner stehst. Ich möchte dich auch nicht zwingen, zwischen
mir und deinem Freund zu entscheiden. Immerhin denkt er, ihr hättet
eine monogame Beziehung.
</p>
<p>
Und ich sehe dein Problem: <a href="http://books.google.de/books?id=f4Kx0bxiq6oC&#038;lpg=PT161&#038;ots=Ji9Cp6g6jW&#038;hl=de&#038;pg=PT161#v=onepage&#038;q&#038;f=false">Leute, die sich außerhalb sexuell exklusiver
Beziehungen bewegen, werden abgestraft</a> – durch gesellschaftliche
Verurteilung, Beendigung von Beziehungen und körperliche Gewalt.
</p>
<p>
Aber: Mit deiner Geheimnistuerei bist du selbst Vertreterin einer
Gesellschaft, die monogame Beziehungen als Norm präsentiert. Das ist
antisozial gegenüber allen, die offen zu ihren nicht-monogamen
Beziehungen stehen; es befördert ihre Diskriminierung.
</p>
<p>
Für Diskrepanz zwischen Reden und Handeln gibt es viele Beispiele:
Befürworter freier Kultur und freier Software, die iPads kaufen.
<a href="http://www.mainpost.de/ueberregional/dasthema/-Die-Vorwuerfe-die-der-junge-Professor-erhebt-sind-anmassend;art1748,5985775">Leistungsorientierte Studenten, die den Betrüger Karl-Theodor zu
Guttenberg verteidigen.</a> Am Bekanntesten sind wohl
<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Outrage_%282009_film%29">homosexuellen-feindliche Politiker, die insgeheim schwul sind</a>.
</p>
<p>
Derartiges Verhalten ist mir zuwider. Ich möchte es nicht durch mein
Handeln befördern. Solange du nicht offen zu deiner nicht-monogamen
Lebensweise stehst, werde ich keinen Sex mit dir haben.
</p>
<p>
Grüße,
</p>
<hr />
<ins datetime="2012-04-12T16:03:07+00:00">
<p>
Habe den Namen der angesprochenen Person rausgenommen – mindestens so lange, bis ich weiß, ob mir die postprivaten Konsequenzen einer Namensnennung egal sind. Ein Outing war nicht die angedachte Richtung dieses Beitrags.
</p>
</ins>
<ins datetime="2012-06-09T19:09:34+00:00">
<p>
Ihr Umfeld weiß davon; der feste Freund möchte lieber keine Details über andere Beziehungen hören. Der Vorwurf der Affirmation mononormativer Verhältnisse ist damit vom Tisch.
</p>
</ins>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/monogamie-hegemonie-und-warum-wir-keinen-sex-mehr-haben-werden/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Privatheit contra WWW</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/privatheit-contra-www</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/privatheit-contra-www#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 14:11:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[googleplus]]></category>
		<category><![CDATA[privacy]]></category>
		<category><![CDATA[spackeria]]></category>
		<category><![CDATA[spackeriade0]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[wordpress]]></category>
		<category><![CDATA[www]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.dieweltistgarnichtso.net/?p=4190</guid>
		<description><![CDATA[Die Privacy-Checkbox ist eine Lüge Internetplattformen – maßgeblich Facebook und Google+ – vermitteln, Privatsphäre ließe sich durch das Setzen von Häkchen schützen. „Privat“ heißt dort: Inhalte sind nur für bestimmte Nutzer einsehbar. Plattform-Anbieter sammeln dennoch viele Nutzer-Informationen: Selbst wenn sie &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/privatheit-contra-www">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h3 id="privacy-checkbox-lüge">Die Privacy-Checkbox ist eine Lüge</h3>

<p>
    Internetplattformen – maßgeblich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook"><i>Facebook</i></a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Google%2B"><i>Google+</i></a> – vermitteln, Privatsphäre ließe sich durch das <span title="im Privatsphären-Einstellungsdialog">Setzen von Häkchen</span> schützen. „Privat“ heißt dort: Inhalte sind nur für bestimmte Nutzer einsehbar.
</p>

<p>
    Plattform-Anbieter sammeln dennoch viele Nutzer-Informationen: Selbst wenn sie sie nicht zu Werbezwecken benötigen, müssen sie immerhin die Zugangsbeschränkungen verwalten. Die so propagierte Privatheit hat mit Datenschutz wenig zu tun; für beteiligte Firmen und Regierungen sind die Daten <a href="http://yro.slashdot.org/story/11/11/10/2021215/judge-rules-twitter-data-fair-game-in-wikileaks-investigation">jederzeit zugänglich</a>.
</p>

<p>
    Die zur Durchsetzung der Privatphäre in sozialen Netzwerken angewandten Nutzergängelungen widersprechen jedoch den <a href="http://www.w3.org/DesignIssues/Principles.html">Prinzipien, die das Web erfolgreich gemacht haben</a> – maßgeblich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperlink">Hyperlinks</a> und einfacher Zugang zu dezentral gelagerter <span title="In HTML können etwa Überschriften oder Zitate maschinenlesbar markiert werden.">strukturierter Information</span>.
</p>

<span id="more-4190"></span>

<h3 id="halbtote-links">Halbtote Links</h3>

<p>
    <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Uniform_Resource_Locator"><abbr title="Uniform Resource Locator">URL</abbr>s</a> – Verweise auf Resourcen im Netzwerk – sind das Rückgrat des Webs. Sie erst ermöglichen den einfachen Austausch von Informationen und werden sowohl <i lang=en>online</i> als auch <i lang=en>offline</i> verwendet, um Artikel, Bilder, Audio, Video <abbr title="und Vieles mehr">u.V.m.</abbr> mit Anderen zu teilen.
</p>

<p>
    Zwangs-Anmeldungen und Leseverbote behindern diesen Austausch von Informationen enorm. Um <abbr title="Uniform Resource Locator">URL</abbr>s gegenüber plattform-internen Verweisen zu entwerten, werden sie unleserlich gemacht, etwa durch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kurz-URL-Dienst">Kürzung</a>. <i>Google+</i> lügt bei privaten Beiträgen sogar, sie würden nicht existieren und gibt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/HTTP-Statuscode#4xx_.E2.80.93_Client-Fehler">Fehler 404</a> zurück.
</p>

<h3 id="balkanisierung">Balkanisierung</h3>

<p>
    Wer private Resourcen teilen möchte, kann diese nun dennoch an andere Stellen kopieren, die weniger Beschränkungen bezüglich Anschauung <abbr title="beziehungsweise">bzw.</abbr> Kommentaren haben. Dann jedoch geht der bisherige Kontext verloren.
</p>

<p>
    Öffentlich zugängliche Diskussionen an verschiedenen Orten sind unproblematisch – Kontextverlust stört jedoch massiv. Durch ihn können etwa <a href="http://mobile.twitter.com/shiterlesays/status/142625347031142400">scherzhafte Bemerkungen</a> <a href="http://mobile.twitter.com/hanhaiwen/status/142641563472900096">als Vergewaltigungswitz interpretiert</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Emser_Depesche">Kriege provoziert</a> werden.
</p>

<h3 id="datenfriedhoefe">Datenfriedhöfe</h3>

<p>
    Um zu erschweren, dass Nutzer Privatheits-Restriktionen umgehen, darf ein entsprechendes System (<abbr title="Digital Restrictions Management">DRM</abbr>) nicht interoperabel sein. Wären abgerufene Daten einfach ausles- und verwend-bar, untergrübe dies das Vertrauen in die Privatheits-Propaganda einer Plattform.
</p>

<p>
    Könnten etwa Nutzer von <i>Google+</i> zum Lesen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Feedreader">Feedreader</a> benutzen, wäre es trivial, Informationen an anderer Stelle neu zu veröffentlichen. Die vorgeblich zum Schutz der Privatheit existierende Weitergabe-Einschränkung <a href="http://www.google.com/+/learnmore/#circles"><i>circles</i></a> wäre so weitgehend wertlos.
</p>

<p>
    Teils verhindern eine Weiterverarbeitung schon die erwähnten Zombie-Links und eingestreute <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/CAPTCHA">Turing-Tests</a>. Dazu kommt die Veröffentlichung von Daten in nicht standardisierten Formaten – gerne mit dem Verweis, durch eine Offenlegung der Spezifikation stehe einer Nutzung nur <abbr title="Als ob.">vernachlässigbarer Implementations-Aufwand</abbr> im Wege.
</p>

<p>
    Zuletzt herrscht auch für Anwendungen Identifikations-Zwang: Web-Plattformen machen diese oft zur Bedingung zum Zugriff auf ihre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Programmierschnittstelle">Programmierschnittstellen</a>.
</p>

<p>
    Im Ergebnis entstehen Software-Ökosysteme für einzelne Plattformen, in denen individuelle Anwendungen bei Missverhalten leicht ausgeschlossen werden. Anpassbarkeit durch Benutzer wird generell als Risiko für die Privatheit anderer angesehen.
</p>

<p>
    Eingespeiste Daten können von Plattformbetreibern, deren Geschäftspartnern, Ermittlungsbehörden, Geheimdiensten und deren Kollegen aus Übersee verwendet werden. Ob das effektiver Datenschutz ist, ist fraglich. Der Nutzen für die Öffentlichkeit ist jedoch beschränkt – begründet durch Privatheits-Propaganda.
</p>

<h3 id="fazit">Fazit</h3>

<p>
    Natürlich stehen derartige Nutzergängelungen nicht im Vakuum: Jedes der beschriebenen antisozialen Phänomene hat strategische Vorteile für die Betreiber entsprechender Plattformen; Schutz des Privaten ist nur eine weitere passende Ausrede für Maßnahmen, die früher <span title="Das glaubt heute allerdings niemand mehr.">mit Spam-Vermeidung gerechtfertigt wurden</span>.
</p>

<p>
    Nutzer müssen sich das jedoch nicht gefallen lassen: Es ist durchaus möglich, sich selbst und anderen den Umgang mit eigenen Inhalten zu erleichtern. Der Leitsatz dieser Maßnahmen lautet <a href="http://mobile.twitter.com/mspro/statuses/24194168839"><q cite="http://mobile.twitter.com/mspro/statuses/24194168839">Mehr Daten für alle!</q></a>.
</p>

<p>
    Am Einfachsten ist es, Öffentlichkeit zum Default zu erklären. Wer seine Artikel etwa mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/WordPress"><i>WordPress</i></a> veröffentlicht, limitiert die Weiterverteilung seiner Daten nicht und geht zudem kein Risiko ein, aufgrund eines <a href="http://www.linkedin.com/pub/melanie-unbekannt/24/615/b31">nicht echt klingenden Benutzernamens</a> gelöscht zu werden.
</p>

<p>
    Wer selber Web-Anwendungen entwickelt, könnte diese sicher <a href="http://saschalobo.com/2011/10/16/die-abschaffung-der-ruckseite-des-blogs/">nutzerfreundlich gestalten</a>, <a href="http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/Imageboards">Zugangsbeschränkungen vermeiden</a>, <a href="https://tools.ietf.org/html/rfc4287">Standardformate</a> nutzen und <a href="http://netzpolitik.org">Kommentare</a> <a href="http://spreeblick.com">ohne</a> <a href="http://saschalobo.com">Anmeldung</a> ermöglichen. All das <a href="http://www.4chan.org/blog/2005/11/09/in-response-to-anonymity/">fördert die Diskussionskultur</a> – vermutlich ist es schlicht profitabler, es nicht zu tun.
</p>

<p>
    Selbst einzelne Entwickler können ihren Teil dazu beitragen, Datenfriedhöfen die Bedeutung zu nehmen. Jedes <a href="https://scraperwiki.com/">Export-Skript</a>, das plattform-spezifische Daten in <a href="https://fsfe.org/projects/os/def.de.html">offene Standard-Formate</a> umwandelt, hilft Nutzern und beschädigt die Privatheits-Propaganda.
</p>

<p>
    <small>
        Der obige Text ist <i>erlehmann</i>s <a href="http://blog.spackeria.org/2011/11/30/call-for-papers-0-spackeriade/">Einreichung zur nullten Spackeriade</a>.
    </small>
</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Webseiten-Löschen aus Frust</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/webseiten-loschen-aus-frust</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/webseiten-loschen-aus-frust#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 13:28:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[343max]]></category>
		<category><![CDATA[depublikation]]></category>
		<category><![CDATA[mspro]]></category>
		<category><![CDATA[wmr]]></category>

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		<description><![CDATA[Fall 1: Ein Bekannter löscht nach dem Verlust seines Jobs seine persönliche Webseite. Ich bin verwirrt, als ich dort seine Email-Adresse nachschauen möchte. Er stellt sie später wieder her. Die im vorherigen Absatz beschriebene Geschichte ist nach Aussage des Protagonisten &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/webseiten-loschen-aus-frust">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
<del datetime="2011-09-01T13:33:12+00:00"><b>Fall 1:</b> Ein Bekannter löscht nach dem Verlust seines Jobs seine persönliche Webseite. Ich bin verwirrt, als ich dort seine Email-Adresse nachschauen möchte. Er stellt sie später wieder her.</del>
</p>
<ins datetime="2011-09-01T13:33:12+00:00">
<p>
Die im vorherigen Absatz beschriebene Geschichte ist nach Aussage des Protagonisten nicht so passiert; vielmehr ging etwas an der Seite kaputt und er hatte keine Lust, es zu reparieren. Da war dann wohl der Wunsch der Vater des Narrativs.
</p>
</ins>
<p>
<b>Fall 2:</b> Logs eines <abbr title="Internet Relay Chat">IRC</abbr>-Kanals werden nach einer Diskussion über Fehler in der <a href="https://github.com/matthiasr/logformat/">dahinterstehenden Software</a> vom Inhaber des Servers unzugänglich gemacht. Er bietet zunächst ein Archiv der Daten zum Download an, schaltet die Seiten jedoch nach wenigen Minuten wieder frei.
</p>
<p>
<b>Fall 3:</b> Ein Podcaster möchte nicht, dass eine <i>Facebook</i>-Seite zusätzlich zur eigentlichen Webseite einer Sendung vorhanden ist. Er löscht die Webseite des Podcasts. <a href="https://www.facebook.com/wirmuessenreden/posts/186130674794019">Sein Mitpodcaster ist verärgert.</a>
</p>
<ins datetime="2011-09-02T11:25:00+00:00">
<p>
<a href="http://wir.muessenreden.de/2011/09/02/ende/">Die Webseite geht wieder.</a> <del datetime="2012-03-10T00:28:27+00:00">Neue Folgen wird es wohl nicht geben.</del>
</p>
</ins>
<ins datetime="2011-09-12T04:18:01+00:00">
<p>
Der <i>Facebook</i>-Link da oben meldet nur noch <q>Dieser Inhalt ist derzeit nicht verfügbar</q>. <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/screenshots/fail/wmr-fail.png">Hier ist ein Screenshot.</a>
</p>
</ins>
<ins datetime="2012-03-10T00:26:27+00:00">
<p>
<a href="http://wir.muessenreden.de/2011/12/01/wmr-s02s01-reunion/"><q cite="http://wir.muessenreden.de/2011/12/01/wmr-s02s01-reunion/">Am Ende müssen sie doch wieder miteinander reden.</q></a>
</p>
</ins>
<p>
Ich kann Umstände und Art dieses Verhaltens nicht genau einordnen; grob verordne ich es zwischen <a href="http://www.urbandictionary.com/define.php?term=ragequit"><i>ragequit</i></a> und beleidigtem Sendungsbewusstsein („Ha, mein Kram war euch wohl doch etwas wert.“). Fest steht: Die Beteiligten wollen in einer für sie belastenden Situation einen Punkt setzen; für <a href="http://encyclopediadramatica.ch/Deleting_your_LiveJournal">Aufmerksamkeitshurerei</a> halte ich es <em>nicht</em>.
</p>
<p>
Impulsives Amoklöschen (halb-)öffentlich zugänglicher <a href="http://www.w3.org/TR/webarch/#def-information-resource">Ressourcen</a> ist allerdings nicht nur kindisch, sondern sabotiert auch ohne große Not die Bestrebungen aller, die sich für die jeweiligen Informationen interessieren. Wurden die Inhalte zudem von oder mit Anderen erstellt, kommt ein Vertrauensverlust dazu: Wenngleich es immer im Bereich des Möglichen liegt, rechnen nur Wenige damit, dass ihre Äußerungen einmal <span title="Die Wanderung auf Seite 11 ist hiervon natürlich ausgenommen.">mit voller Absicht gelöscht werden</span>.
</p>
<p>
Positiv bleibt, dass sich eine Depublikation recht einfach rückgängig machen lässt – Backups vorausgesetzt. Dennoch: Nichts drückt Geringschätzung gegenüber Artikeln, Kommentaren, Bildern, Audio- und Video-Dateien sowie deren Konsumenten aus wie das dem Entfernen folgende Entwerten etablierter Verweise.
</p>
<p>
Um es festzuhalten: <strong>Amoklöscher, ihr geht mir auf den Sack.</strong> 
</p>
<ins datetime="2011-10-14T12:29:31+00:00">
<p>
<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mark_Pilgrim_%28software_developer%29">Mark Pilgrim</a> hat alle von ihm befüllten Online-Resourcen <a href="http://meyerweb.com/eric/thoughts/2011/10/04/searching-for-mark-pilgrim/">gelöscht</a>; entsprechende Anfragen geben nur noch die Fehlermeldung <samp title="Natürlich stammt der beste erläuternde Artikel zu ebendieser Fehlermeldung von ihm und ist nun ebenfalls verschwunden.">410 (Gone)</samp> zurück.
</p>
</ins>
<ins datetime="2011-12-13T01:07:20+00:00">
<p>
<a href="http://medienelite.de/2011/12/13/ruckzug-ins-private/">Nadine Lantzsch löschte 18.000 Tweets aus den letzten drei Jahren.</a>
</p>
</ins>
<ins datetime="2012-03-09T23:53:45+00:00">
<p>
<a href="http://goodstuff.im/no-i-dont-owe-you-scala-toolsorg">David Pollak rechtfertigt sich für das Abschalten von <i>scala-tools.org</i></a>, <span title="Vorsicht, Sarkasmus.">reüssiert</span>: <q cite="http://goodstuff.im/no-i-dont-owe-you-scala-toolsorg">Will this cause some inconvenience?  Maybe.</q> (<a href="http://news.ycombinator.org/item?id=3494239">via</a>).
</p>
<p>
Jens Ohlig (<i>johl</i>) erneuert die Domain <i>warumnicht.so</i> <span title="Warum eigentlich nicht?">nicht</span>. Er will alle Podcasts mit seiner Beteiligung gelöscht sehen, bevor er sie an jemand anderen überträgt <del datetime="2012-04-25T20:20:05+00:00">(<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/docs/logs/johl-2012-01-26-02h07">Chatlog</a>)</del>.
</p>
<p>
<a href="http://www.hanselman.com/blog/410GoneThoughtsOnMarkDiveintomarkPilgrimsAndWhysInfosuicides.aspx">Scott Hanselman essayiert über <i>infosuicides</i></a> (danke, <i>plomlompom</i>).
</p>
</ins>
<ins datetime="2013-01-31T00:12:30+00:00">
<p>
<a href="https://mobile.twitter.com/zeitrafferin">Julia Seeliger (<i>zeitrafferin</i>) löscht über 25.000 Tweets.</a> Sie bemerkt dazu: <q>ich fühle mich befreit von dem thema feminismus. geil.</q>
</p>
</ins>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Podcasting … Warum nicht?</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/podcasting-warum-nicht</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/podcasting-warum-nicht#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 May 2011 23:51:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Audio]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[aac]]></category>
		<category><![CDATA[erlehmann]]></category>
		<category><![CDATA[johl]]></category>
		<category><![CDATA[mp3]]></category>
		<category><![CDATA[plomlompom]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[redokast]]></category>
		<category><![CDATA[vorbis]]></category>
		<category><![CDATA[warumnicht]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit heute gibt es einen neuen Stern am Podcasthimmel: Warum nicht? mit mir, johl und plomlompom. Die Themen der ersten Folge liegen irgendwo zwischen Kryptografie, Feminismus und kontemporärem amerikanischen Action-Kino. Und da wir das jetzt regelmäßig machen wollen, gibt es &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/podcasting-warum-nicht">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Seit heute gibt es einen neuen Stern am Podcasthimmel: <a href="http://warumnicht.dieweltistgarnichtso.net"><i>Warum nicht?</i></a> mit mir, <a href="http://www.johl.io/"><i>johl</i></a> und <a href="http://www.plomlompom.de/"><i>plomlompom</i></a>. Die Themen der <a href="http://warumnicht.dieweltistgarnichtso.net/wn-1.html">ersten Folge</a> liegen irgendwo zwischen Kryptografie, Feminismus und kontemporärem amerikanischen Action-Kino. Und da wir das jetzt regelmäßig machen wollen, gibt es auch <a href="http://warumnicht.dieweltistgarnichtso.net/feed.atom">ein Feed</a>. Die nullte Folge gibt es <ins datetime="2012-04-23T14:38:16+00:00">auch</ins> <a href="http://www.plomlompom.de/PlomWiki/plomwiki.php?title=PodcastWarumNichtBeta">im PlomWiki</a>.
</p>
<p>
Da ich ziemlich faul bin, habe ich für das ganze Drumherum <a href="https://github.com/erlehmann/redokast/tree/warumnicht">ein paar Shellskripte</a> gebastelt, die das hervorragende Buildsystem <a href="https://github.com/apenwarr/redo/"><i>redo</i></a> nutzen. So brauche ich für eine neue Folge neben der unbearbeiteten Aufnahme nur eine Textdatei mit Metadaten und die Linkliste – mit nur einem Kommando wird dann kodiert, Webseite und Feed generiert und hochgeladen.
</p>
<p>
Die so erstellte Webseite hat eine Besonderheit: Beim Abspielen wird einerseits auf die jeweils relevanten Links hingewiesen, zudem lässt sich per Klick auf den Zeitstempel im Podcast springen. Die Idee dazu kommt von <a href="http://praegnanz.de/weblog/link-handling-im-audioblog">Gerrit van Aaken</a>, ich experimentierte damit schon <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/src/audio-linkliste/audio-linkliste.xhtml">ein-</a>, <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/src/audio-linkliste/audio-linkliste-trackback.xhtml">zweimal</a>.
</p>
<p>
Als Audioformat gibt es bisher nur Ogg Vorbis, d.h. kein MP3 oder AAC. Warum? Einerseits, weil bereits die Installation eines entsprechenden Enkoders komische Frickelei ist und ich von den Tools keine Ahnung habe. Andererseits, weil ich generell nicht gerne unbezahlt Probleme löse, <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/liebe-apfelventilatoren">die sich andere Leute selber schaffen</a>. <del datetime="2011-05-22T20:35:59+00:00">Ursprünglich wollte bzw. sollte unser Apfelnutzer <i>johl</i> das einbauen, bisher habe ich von ihm jedoch keinen Code diesbezüglich gesehen. Falls er den nicht liefern sollte, muss es also jemand anders machen – <i>patches welcome</i>.</del>
</p>
<ins datetime="2011-05-22T20:35:59+00:00">
<p>
<i>johl</i>s <a href="https://github.com/erlehmann/redokast/pull/2">Patch zum Generieren von MP3s</a> baue ich morgen früh ein. Dann gibt es auch die MP3-Datei, es mangelt mir gerade an Konzentration und Bandbreite.
</p>
</ins>
<ins datetime="2011-05-23T21:43:10+00:00">
<p>
So, für die Apfelfraktion gibts auch MP3. Wisst ihr übrigens, für welche Software man früher seine Webseiten anpassen musste, während es überall sonst relativ problemlos lief? <em>Internet Explorer 6.</em>
</p>
</ins>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Liebe Apfelventilatoren,</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/liebe-apfelventilatoren</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/liebe-apfelventilatoren#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 May 2011 05:32:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[apple]]></category>
		<category><![CDATA[ipad]]></category>
		<category><![CDATA[iphone]]></category>
		<category><![CDATA[ipod]]></category>
		<category><![CDATA[itunes]]></category>
		<category><![CDATA[mp3]]></category>
		<category><![CDATA[vorbis]]></category>

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		<description><![CDATA[immer wenn ich irgendwo eine Audiodatei hochlade, beschwert ihr euch. Sowohl euer angeblich so moderner Browser Safari als der auch der Interface-Alptraum iTunes können das Audioformat Ogg Vorbis nämlich nicht abspielen. Weder euer glänzendes iPad, noch euer zerkratztes iPhone, noch &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/liebe-apfelventilatoren">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
immer wenn ich irgendwo eine Audiodatei hochlade, beschwert ihr euch. Sowohl euer angeblich so moderner Browser <i>Safari</i> als der auch der <a href="http://gigaom.com/apple/itunes-10-interface-where-apple-went-wrong-2/">Interface-Alptraum <i>iTunes</i></a> können das Audioformat <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Vorbis">Ogg Vorbis</a> nämlich nicht abspielen. Weder euer glänzendes <i>iPad</i>, noch euer zerkratztes <i>iPhone</i>, noch euer abgegriffener <i>iPod</i> schaffen das.
</p>

<p>
<i>Google Chrome</i>, <i>Mozilla Firefox</i> und <i>Opera</i> hingegen bekommen das hin. <i>mplayer</i>, <i>VLC</i> und <i>Winamp</i> ebenfalls. Jedes <i>Android</i>-Handy und sogar <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/en/wiki/S1_MP3_Player">billige China-Hardware</a> kann Ogg Vorbis einfach so abspielen. Eure Apfelprodukte hingegen brauchen dafür <a href="http://www.xiph.org/quicktime/download.html">Plugins</a> und <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Rockbox">Firmware-Upgrades</a> – falls ihr überhaupt Programme darauf <a href="http://www.fsf.org/news/ibad_launch">installieren</a> könnt.
</p>

<p>
„Naja, es gibt doch MP3“, sagt ihr, „– das geht überall, selbst auf Apfelprodukten!“. Und damit habt ihr nicht einmal Unrecht. Ihr vernachlässigt natürlich, dass Vorbis-Dateien bei gleicher Qualität kleiner als MP3s sind. Dass MP3-Metadaten <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/ID3-Tag#ID3v2">idiotischen Restriktionen</a> unterliegen. Dass <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Unterbrechungsfreie_Wiedergabe">störende Pausen</a> zwischen Liedern auftreten können. Klar, das sind alles vernachlässigbare Probleme.
</p>

<p>
Aber dann übergeht ihr, dass Autoren von Software mit MP3-Unterstützung <a href="http://www.chillingeffects.org/patent/notice.cgi?NoticeID=464">böse Briefe</a> erhalten haben. Briefe, die darauf hinweisen, dass man für die Nutzung des Formats <a href="http://www.mp3licensing.com/royalty/">Schutzgeld</a> zu bezahlen hat. Und natürlich hat das dazu geführt, dass viele Programme das Erstellen von MP3-Dateien von Haus aus nicht mehr unterstützen, aus ganz pragmatischen Erwägungen.
</p>

<p>
Klar könnte ich jetzt rumfrickeln, hier <a href="http://www.rarewares.org/debian.php">runterladen</a>, dort <a href="http://www.hydrogenaudio.org/forums/lofiversion/index.php/t56165.html">kompilieren</a>. Aber für Ogg und Vorbis existiert ein ganzer Haufen Software, der problemlos funktioniert. Inwiefern sollte es mich da noch interessieren, ob eure verkrüppelten Hipster-Statussymbole meine Dateien verarbeiten können? Ihr bezahlt mich ja nicht einmal.
</p>

<p>
Ich habe nichts dagegen, dass ihr euch glitzerndes Technikspielzeug kauft. Aber wenn der Hersteller einen jahrelang bekannten Defekt nicht korrigiert, beschwert euch dort. Oder repariert es selber. Meinetwegen verzichtet halt auf von mir produzierte Audiodaten und Software. Eure autoritären Sehnsüchte behaltet aber bitte für euch, anstatt sie mir in Form einer idiotischen Anspruchshaltung vor die Füße zu kotzen.
</p>

<ins datetime="2011-05-20T13:02:44+00:00">
<p>
Falls das nicht klar genug rüber gekommen ist: Mir geht es nicht primär um Audioformate, sondern um das, was man gemeinhin als <i>sense of entitlement</i> bezeichnet – Leute sind vehement der Meinung, ich wäre dafür zuständig, dass irgendwas bei ihnen funktioniert und meckern, wenn ich mit den Schultern zucke.
</p>
<p>
Wer sich also lieber über Audioformate streitet, sollte das besser in der <a href="http://tim.geekheim.de/2011/03/26/ls001-audio-dateiformate-feeds-und-itunes">Kommentarspalte des <i>Lautsprecher</i>s</a> tun, einem Podcast über das Podcasten. Dort erfährt man dann auch, <a href="http://tim.geekheim.de/2011/03/26/ls001-audio-dateiformate-feeds-und-itunes/#comment-668475">welche <em>Autoradios</em> Ogg Vorbis abspielen</a>.
</p>
</ins>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Postjournalismus – Warum Guttenberg kein Pirat und Khuê Pham keine gute Journalistin ist</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/postjournalismus</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/postjournalismus#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Mar 2011 15:40:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Freie Lizenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[creativecommons]]></category>
		<category><![CDATA[debian]]></category>
		<category><![CDATA[fail]]></category>
		<category><![CDATA[guttenberg]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[plagiat]]></category>

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		<description><![CDATA[Kaum ist der Lügenbaron abserviert, wagen sich auch außerhalb Facebooks jene hervor, die in der Affäre Guttenberg ihr simples Weltbild bestätigt sehen – oder auch einfach nur steile Thesen in den Raum stellen wollen. So behauptet etwa Khuê Pham unter &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/postjournalismus">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Kaum ist der Lügenbaron abserviert, wagen sich auch außerhalb Facebooks jene hervor, die in der Affäre Guttenberg ihr simples Weltbild bestätigt sehen – oder auch einfach nur steile Thesen in den Raum stellen wollen. So behauptet etwa Khuê Pham unter der Überschrift <a href="http://www.zeit.de/2011/10/Guttenberg-Ruecktritt-Internet?page=all"><i>Er war ein Pirat</i></a>, Karl-Theodor zu Guttenberg sei <q>seinen Jägern</q> nicht unähnlich; <i>copy and paste</i> als <q>moderne Kulturpraxis</q> von <q>Netzaktivisten</q> lasse die Einordnung der zusammengeklaubten Dissertation als <i>mash-up</i> zu. Insofern – so die Autorin – sei er für die <a href="http://neusprech.org/internetcommunity/"><q>Netzgemeinde</q></a> ein <q>Bruder im Geiste</q>, die Motivation der <i>Jäger</i> bleibe unverständlich.
</p>

<p>
Bereits auf den ersten Blick fällt der dürftige Stil des Artikels auf: Garniert mit einer Boulevardfrage (<q>Hört jetzt der Streit zwischen Internetaktivisten und netzskeptischen Politikern auf?</q>) betont die Autorin das Vorkommen von <q>Kampfbegriffen</q> (etwa: Zensursula) in netzpolitischen Debatten – um dann noch im selben Absatz die unpräzise Phrase des <q>geistigen Eigentums</q> zu bemühen. Ganz nach der Linie von Copyright-Extremisten vermischt sie so unter Anderem Urheberrecht, den Wunsch nach Namensnennung und Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens.
</p>

<p>
Keine Frage: Guttenberg hat mit seinem extensiven Plagiat alle drei Bereiche berührt; der vermeintliche Widerspruch bleibt dennoch arg konstruiert. Zwar zitiert die Autorin – korrekt – Markus Beckedahl, der in puncto Urheberrecht doppelte Standards bei der Union sieht, verkennt dann aber die Unterscheidung zu Positionen freier Kultur: <a href="http://freedomdefined.org/Definition/De">Forderungen</a> nach ungehinderter <em>Anwendung</em> und Möglichkeit zu <em>Kopie</em>, <em>Veränderung</em> oder <em>Verbesserung</em> implizieren keine Ablehnung der Nennung von Urheber oder Rechteinhaber.
</p>

<p>
Um dies festzustellen, bedarf es sicher keiner <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,694862,00.html">Ausbildung</a> an einer renommierten Journalistenschule – schon eine flüchtige Beschäftigung mit tatsächlicher Remix-Praxis hätte gereicht: So setzen sämtliche <a href="http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/">Creative-Commons-Lizenzen</a> eine Namensnennung voraus; Bestandteile der Werke von <i>Sampling</i>-Künstler <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Girl_Talk_(musician)"><i>Girl Talk</i></a> sind dieser Ethik entsprechend <a href="http://mashupbreakdown.com/">interaktiv aufgelistet</a>. Auch die thematisch verwandten <a href="http://www.debian.org/social_contract#guidelines"><i>Debian-Richtlinien für Freie Software</i></a> und die davon abgeleitete <a href="http://www.opensource.org/osd.html"><i>Open Source Definition</i></a> lassen Maßnahmen zum Schutz der Integrität eines Werkes durchaus zu; selbst viele <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/BSD-Lizenz">minimalistische Software-Lizenzen</a> fordern als einzige Bedingung für die Weiterverarbeitung eine Beibehaltung der Autorennennung.
</p>

<p>
Doch nicht erst die semantische Vermengung von Kopie und Bearbeitung macht den Artikel wirr – nebenbei behauptet die Autorin noch, das Netz, ja <q>Zugang zu Google</q>, mache Abschreiben <q>verführerisch einfach</q>, konstruiert so eine Verlagerung der Schuld weg von Guttenberg, hin zum (bösen) Internet. Sollte sich Khuê Pham auch in Zukunft weder um Fakten, noch um Kohärenz bemühen, täte die <i>Zeitungsgemeinde</i> gut daran, sich den Namen der Autorin zu merken – damit <i>Printaktivisten</i> ihre Artikel mit der <i>modernen Kulturpraxis</i> des <i>drag and drop</i> gleich zu den Erzeugnissen von Frank Patalong und Ben Schwan in den Mülleimer befördern können.
</p>

<p>
<small>
<b>Hinweis auf einen möglichen Interessenkonflikt</b>: Ich habe für das <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki"><i>GuttenPlag</i></a>-Projekt zwei Programme geschrieben. Eines (<i>Guttenviz</i>) stellt die identifizierten Fragmente in Karl-Theodor zu Guttenbergs Arbeit als <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/src/guttenviz">interaktiven Barcode</a> dar, das andere (<i>Guttencat</i>) gibt aus, wie viele Fragmente und Zeilen <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/src/guttencat.py">welcher Plagiatskategorie</a> angehören. Die ermittelten Zahlen flossen in den <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/2._Zwischenbericht#Analysierte_Fundstellen">zweiten Zwischenbericht</a> von <i>GuttenPlag</i> ein.
</small>
</p>

<ins datetime="2011-05-07T23:40:14+00:00">
<p>
Ich habe mich auf der <i>re:publica</i> 2011 mit  Khuê Pham über den in diesem Beitrag kritisierten Artikel unterhalten. Dass sie mit der Formulierung vom <q>geistigen Eigentum</q> die Rhetorik der – eigentlich kritisierten – <span title="CDU und CSU">Union</span> übernahm, war ihr offenbar nicht bewusst. Auch die reißerische Überschrift (<q>[…] war ein <em>Pirat</em></q>) hielt sie im Nachhinein für einen Fehler, an dem sich Kommentatoren unnötigerweise <a href="http://www.zeit.de/2011/10/Guttenberg-Ruecktritt-Internet?commentstart=1#cid-1171707">festbissen</a>.
</p>
<p>
Ingesamt stellte sie sich meiner Kritik freundlich und unaufgeregt – schon dies halte ich für einen guten Grund, mein höhnisches Fazit („schlechte Journalistin“) zurückzunehmen. Insofern: Dieser Artikel sollte nicht so heiß gegessen werden, wie er gekocht wurde.
</p>
</ins>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die unerträgliche Feigheit der inneren Emigration</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/die-unertragliche-feigheit-der-inneren-emigration</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/die-unertragliche-feigheit-der-inneren-emigration#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 11:39:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag ist so gut wie im Sack, kein Zweifel. Während Union und Verräterpartei mittlerweile in jeder Hinsicht als Feinde des Netzes bekannt sind, schenken sich allerdings auch die kleineren Akteure nichts: FDP und Grüne ratifizierten, wo sie konnten; &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/die-unertragliche-feigheit-der-inneren-emigration">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag ist so gut wie <span title="IM SACK IM SACK IM SACK">im Sack</span>, kein Zweifel. Während Union und <abbr title="SPD">Verräterpartei</abbr> mittlerweile <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Vorratsdatenspeicherung">in jeder Hinsicht</a> als <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Zugangserschwerungsgesetz">Feinde des Netzes</a> bekannt sind, schenken sich allerdings auch die kleineren Akteure nichts: <abbr title="Freie Demokratische Partei">FDP</abbr> und Grüne <a href="https://spreadsheets.google.com/pub?key=0AnrHIeb5cmJedGU4Q2hpdnU4SENHdENXd3czSHljX0E&#038;hl=de&#038;output=html">ratifizierten</a>, wo sie konnten; von den berliner Linken <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/jmstv-in-berlin-parlamentarische-zwange-auch-bei-der-linken/">wird erwartet</a>, dass sie sich dem Koalitionspartner fügen, wenn es um die Pflicht zu <em>Sendezeitbegrenzungen</em> und <em>Altersauszeichnungen</em> im Internet geht. Thomas Knüwer hält schon <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/11/deutschlands-parteien-unwahlbar-eine-wutrede/">keine dieser Parteien</a> mehr für wählbar.
</p>

<p>
Durchsichtig wirkt hierbei insbesondere der Versuch der <i>Grünen <abbr title="Nordrhein-Westfalen">NRW</abbr></i> mit Hinweis auf <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/jmstv-in-nrw-grune-tragen-schwarz-gelbe-altlast/"><q>Altlasten</q></a> und <a href="https://twitter.com/gruenenrw/status/9305356467445760"><q>parlamentarische Zwänge</q></a> die kognitive Dissonanz zu beseitigen, dass <i>irgendwie</i> auch ein Anspruch besteht, <a href="http://www.gruenes-blog.de/netzpolitik/">Netzpartei sein zu wollen</a>; entlarvend, dass man in Hamburg die Zustimmung zum Staatsvertrag <a href="http://www.hamburgische-buergerschaft.de/cms_de.php?templ=akt_protokoll.tpl&#038;sub1=62&#038;sub2=67&#038;sub3=256&#038;cont=4264">mitbeschloss</a>, nur wenige Tage, bevor <a href="http://www.tagesschau.de/inland/hamburgkoalition110.html">die Koalition brach</a>. Und in Thüringen stimmte man <a href="http://politik.benjamin-stoecker.de/2010/10/07/der-jmstv-die-grunen-thuringen-und-der-schmerz/">selbst aus der Opposition</a> <em>für</em> das Machwerk — trotz vorher angesagter (und mittlerweile <a href="http://www.piraten-thueringen.de/PIRATEN%20Th%C3%BCringen%20beenden%20die%20Kooperation">abgesägter</a>) <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Thueringen-Piratenpartei-kooperiert-mit-Gruenen-752369.html">Kooperation mit der Piratenpartei</a>.
</p>

<p>
Um es noch einmal zu betonen: Eine Alterskennzeichnung von potentiell jugendgefährdenden Inhalten wird mit dem neuen <abbr title="Jugendmedienschutz-Staatsvertrag">JMStV</abbr> <a href="http://www.jmstv-wiki.de/index.php?title=Synopse#.C2.A7_5_Entwicklungsbeeintr.C3.A4chtigende_Angebote"><em>verpflichtend</em></a>, sofern keine Zugangsbeschränkungen oder Sendezeiten implementiert werden. Bei <em>falscher</em> Kennzeichnung drohen <a href="http://jmstv-wiki.de/index.php?title=Synopse#.C2.A7_24_Ordnungswidrigkeiten">Geldbußen bis zu <em>500.000€</em></a> — wie leicht dies passieren kann, zeigt <a href="http://ak-zensur.de/jmstv/">ein Experiment des <i>AK Zensur</i></a>: An die 80% der durch Laien vorgenommenen Einstufungen <a href="http://ak-zensur.de/2010/06/jmstv-ungeeignet.html">waren falsch</a>; die Inanspruchnahme professioneller Dienste wie etwa der <i>Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter</i> ist für Privatleute jedoch <a href="http://www.fsm.de/de/Beitragsordnung">kaum zu bezahlen</a>. Ein im Sinne des Gesetzes <i>geeignetes</i> Altersklassifizierungssystem existiert übrigens nicht.
</p>

<p>
Kurzum: Im Internet Inhalte auch nur <em>vorzuhalten</em> wird zum Problem; deutsche Betreiber von Webseiten werden massiven Rechtsunsicherheiten ausgesetzt — während ausländische Angebote unbehelligt bleiben, was die Mär vom angeblichen Jugendschutz noch absurder wirken lässt.
</p>

<p>
Die ersten Blogger haben sämtliche ihrer Inhalte nun bereits <a href="http://yuccatree.de/2010/11/diese-blogs-gehen-wegen-des-jmstv-offline/">präemptiv depubliziert</a> — prominentester Vertreter ist wohl <i>isotopp</i>; jegliche Links auf seine Seite führten bereits wenige Stunden nach der Ankündigung auf eine <a href="http://koehntopp.de/">entsprechende Erklärung</a>:
</p>

<blockquote cite="http://koehntopp.de/">
<p>
Nach diesem Vertrag müßte ich alle meine Inhalte durchgehen und mit einem Alterslabel versehen. Dafür habe ich keine Zeit und es wäre auch nicht produktiv. […] Wenn ich das nicht mache, öffne ich mich einem beträchtlichen finanziellen Risiko durch Abmahnungen und das will ich nicht tragen.
</p>
</blockquote>

<p>
<i>fxneumann</i> sieht hier eine <a href="http://fxneumann.de/2010/11/30/klagen-statt-sperren/"><q cite="http://fxneumann.de/2010/11/30/klagen-statt-sperren/">fatalistische Trotzreaktion</q></a>, doch das ist es ausdrücklich <em>nicht</em>: Per Mail erklärte mir <i>isotopp</i>, dass er sich erstens anwaltlich beraten ließ und zweitens <a href="http://www.pop64.de/blog/2010/11/17/jmstv-mit-minimalen-einsatz-von-zeit-und-geld-maximale-rechtssicherheit/">maximale Rechtssicherheit bei minimalem Einsatz von Mitteln</a> anstrebe, es bliebe so schlicht keine andere Möglichkeit. Vordergründig ist es verständlich, dass er Besseres zu tun hat, als sich und seine Familie einem unkalkulierbaren Risiko auszusetzen und daher die <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Innere_Emigration">sichere Möglichkeit</a> wählt.
</p>

<p>
Nichtsdestotrotz halte ich es für <em>grundfalsch</em>, ein jahrelang gewachsenes, öffentliches Archiv effektiv zu vernichten. Schon auf formaler Ebene werden dadurch unzählige Relationen gekappt — so <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/w/index.php?title=Spezial:Suche&#038;search=kris+k%C3%B6hntopp">verlinkt</a> etwa Wikipedia mehrmals <i>isotopp</i>s Blog und auch bei der <em>soeben erst erschienenen</em> <a href="http://wir.muessenreden.de/2010/12/01/wmr15-maschinenpistolen-furs-web-3-0/">Folge 15</a> von <i>Wir müssen reden</i> bezieht man sich auf einen mittlerweile depublizierten Artikel. Beim <abbr title="World Wide Web Consortium">W3C</abbr> bemerkt man hierzu normativ: <a href="http://www.w3.org/Provider/Style/URI"><q>Cool <abbr title="Uniform Resource Identifier">URI</abbr>s don&#8217;t change.</q></a>
</p>

<p>
Den Inhalt betreffend: Schon beim mittlerweile wieder aufgelegten <i>mspro</i>-Projekt <a href="http://www.ctrl-verlust.net/"><i>crtl-verlust</i></a> bedauerte ich die <a href="http://mspr0.de/?p=1468">initiale Löschung</a>; <i>isotopp</i> schrieb jedoch häufiger und ist zudem etwa bereits so lange online aktiv, wie ich alt bin — seit nunmehr 23 Jahren. Sein depubliziertes Blog existierte wohl seit 2003; ich kann nicht einmal annähernd abschätzen, was in der Zwischenzeit alles veröffentlicht wurde. Da mit den Artikeln auch die Kommentare unzugänglich gemacht wurden, sind weiterhin ganze Diskurse verloren.
</p>

<p>
Intuitiv sehe ich diesen Akt als <em>kulturelles Vergehen</em>, ähnlich der Verpixelung bei <i>Google Street View</i> oder dem Depublizieren der Öffentlich-Rechtlichen: Gleichermaßen werden in allen Fällen bereits produzierte, interessante Inhalte zurückgehalten, um arkane Befindlichkeiten Dritter nicht zu stören. Dass es in diesem Fall der Autor selbst ist, der diesen Schritt ausgeführt hat, kann vernachlässigt werden — letztendlich kommen Nutzer nicht mehr an die gewünschten Informationen; dass dies nicht nur in Kauf genommen, sondern genau so beabsichtigt ist, lässt sich aus <i>isotopp</i>s Entscheidung ableiten, die Inhalte <a href="https://twitter.com/isotopp/status/9692939848519680"><em>nicht</em> frei lizenziert</a> anzubieten.
</p>

<p>
Doch nicht alle, die mit dem Depublizieren einen <i>Selbstmord aus Angst vor dem Tod</i> befürworten, agieren aus Feigheit ob der abstrakten Bedrohung. <i>Felicea</i> etwa sieht <a href="https://twitter.com/felicea/status/9729610224762880">Depublizieren als Taktik</a>, <i>denen</i> zu <q cite="https://twitter.com/felicea/status/9729610224762880">zeigen wie das Internet mit JmStV aussieht</q>; Linus Neumann positioniert sich zwar <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/wider-das-grose-blogschliesen-wegen-des-jmstv/">gegen das Schließen von Blogs</a>, schlägt dann aber vor, <q cite="http://www.netzpolitik.org/2010/wider-das-grose-blogschliesen-wegen-des-jmstv/">wichtige (Bildungs-)Ressourcen nur Erwachsenen und nur zu nachtschlafenden Zeiten zugänglich zu machen</q>. Gemein ist diesen Vorschlägen die Überschätzung der eigenen Relevanz für Entscheidungsträger.
</p>

<p>
Unabhängig von der Rechtfertigung: Wer die eigenen Inhalte nun beseitigt, begeht <em>Sabotage am Netz</em> und spielt so den in Staatskanzleien, Ministerien und Landtagen sitzenden Internetfeinden in die Hände; umgekehrt lässt sich wohl schließen, dass den Betreffenden wenig an den durch sie geschaffenenen Teilen der Netzkultur liegt. Wer befürwortet, sich auf diese Weise zurückzuziehen, überlässt die Öffentlichkeit wohl gerne den Arschlöchern.
</p>

<h3>Linkliste zum Thema</h3>
<ul>
    <li><a href="http://www.netzpolitik.org/tag/jmstv/">Beiträge zum politischen Prozess bei <i>netzpolitik.org</i></a></li>
    <li><a href="https://www.fsm.de/de/jmstv-2011"><i>JMStV-2011: Häufig gestellt Fragen</i></a> bei der <abbr title="Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter">FSM</abbr></li>
    <li><a href="http://t3n.de/news/neuer-jmstv-286977/"><i>Lesepflicht für alle: 17 Fragen zum neuen JMStV</i></a> bei <i>t3n</i></li>
    <li><a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/12/01/warum-blogger-gelassen-bleiben-konnen/"><i>Blogger können leidlich gelassen bleiben</i></a> beim <i>law blog</i> (danke, <i>plomlomlom</i>)</li>
    <li><a href="http://www.malte-welding.com/2010/11/30/jugendmedienschutz-ist-furs-arsch/"><i>
Jugendmedienschutz ist für’s Arsch</i></a> bei Malte Welding</li>
</ul>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Aufruf an die Leser: Moskitonetz daheim lassen !</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/aufruf-an-die-leser-moskitonetz-daheim-lassen</link>
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		<pubDate>Sun, 16 May 2010 04:06:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[frankpatalong]]></category>
		<category><![CDATA[parodie]]></category>
		<category><![CDATA[spiegelonline]]></category>
		<category><![CDATA[werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einem kleinen Aufruf wendet sich Die Welt ist gar nicht so heute an die Urlauber unter den Lesern: Verzichtet bitte auf Moskitonetze, Fliegenklatsche und entzündungshemmende Salbe ! Wir können den Einsatz derartiger Mittel durchaus verstehen: Hier und da ist &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/aufruf-an-die-leser-moskitonetz-daheim-lassen">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Mit einem kleinen Aufruf wendet sich <i>Die Welt ist gar nicht so</i> heute an die Urlauber unter den Lesern:<br/>
<strong>Verzichtet bitte auf Moskitonetze, Fliegenklatsche und entzündungshemmende Salbe !</strong>
</p>
<p>
Wir können den Einsatz derartiger Mittel durchaus verstehen: Hier und da ist der Ausflug ins Grüne kaum zu genießen, weil die Anzahl der Mücken im lokalen Feuchtgebiet wieder einmal in die Millionen geht. Sprays und klebrige Streifen helfen hier zuverlässig, wenigstens beim Einatmen keine Sorgen zu haben. Und nur allzu bequem ist es, mit einem Fetzen Stoff einfach dafür zu sorgen, dass sämtliche Blutsauger draußen gehalten werden — das verhindert zudem auch das Blankliegen der Nerven aufgrund ständigen Surrens. Nichtsdestotrotz handelt es sich um ein <em>boshaftes Erschleichen von Leistungen</em>, d.h. ungestörtem Erholen ohne schmerzhafte Quaddeln.
</p>
<p>
Einen sehr guten und richtigen Artikel zu diesem Thema hat übrigens Frank P., ein prominenter Vertreter der Blutsauger, vor ein paar Monaten bei Spiegel Online gebracht. P. schreibt hier:
</p>
<blockquote>
<p>
Notwendig ist ein Bewusstseinswandel. Wer Mückenstiche als Belästigung wahrnimmt, sollte sich eines klarmachen: Der Deal, der auch dieses Angebot hier möglich macht, funktioniert nur, solange nicht zu viele Urlauber Moskitonetze benutzen. Mückenstichverweigerer haben die Freiheit belästigungsfreier Erholung nur, solange sich ihnen nicht zu viele Urlauber anschließen. Steigt der Prozentsatz der Verweigerer zu stark, sind Parasiten schließlich nicht mehr überlebensfähig.
</p>
</blockquote>
<p>
Wir hoffen, dass sich möglichst viele Leser dieses Blogs dem Aufruf anschließen und Moskitonetze o.Ä. daheim lassen; danke dafür !
</p>]]></content:encoded>
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