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	<title>Die Welt ist gar nicht so. &#187; Politik</title>
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	<description>Sie ist ganz anders.</description>
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		<title>Die inoffiziellen Mitarbeiter der Stasi 2.0</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jun 2013 12:35:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
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		<category><![CDATA[überwachung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die NSA überwacht das Internet und amerikanische Internet-Firmen helfen dabei. Viele finden das angeblich schlimm: Johnny Haeusler nennt es internen Terror; Katharina Nocun sieht Bürgerrechte in Gefahr; Karsten Gerloff erkennt nicht nur den Überwachungsstaat, sondern übernimmt auch Bruce Schneiers Metapher &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/die-inoffiziellen-mitarbeiter-der-stasi-2-0">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
<a href="http://www.guardian.co.uk/world/2013/jun/09/edward-snowden-nsa-whistleblower-surveillance">Die NSA überwacht das Internet</a> und <a href="http://netzpolitik.org/2013/google-erklart-wie-sie-daten-an-die-nsa-weitergeben/">amerikanische Internet-Firmen helfen dabei</a>. Viele finden das angeblich schlimm: <a href="http://www.spreeblick.com/2013/06/09/der-interne-terror/">Johnny Haeusler nennt es internen <q cite="http://www.spreeblick.com/2013/06/09/der-interne-terror/">Terror</q></a>; <a href="http://kattascha.de/?p=1145">Katharina Nocun sieht Bürgerrechte in Gefahr</a>; <a href="http://netzpolitik.org/2013/prism-uberwachung-freiheit-und-die-grenzen-des-versteckens/">Karsten Gerloff erkennt nicht nur den <q cite="https://netzpolitik.org/2013/prism-uberwachung-freiheit-und-die-grenzen-des-versteckens/">Überwachungsstaat</q></a>, sondern übernimmt auch <a href="http://www.wired.com/opinion/2012/11/feudal-security/">Bruce Schneiers Metapher vom <q cite="https://netzpolitik.org/2013/prism-uberwachung-freiheit-und-die-grenzen-des-versteckens/">quasi-feudalen System</q></a>.
</p>
<p>
Der Schönheitsfehler: Die Genannten helfen selber, Nutzer ihrer Webseiten zu überwachen. Mit jedem Zugriff auf ihre Webseiten übertragen Browser <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/HTTP-Cookie#Tracking">Tracking-Informationen</a> an Firmen wie <i>Amazon</i>, <i>Google</i> oder <i>Twitter</i>. <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/werbung-und-tracking-im-web">Das Ausmaß der Überwachung visualisierte ich bereits.</a>
</p>
<p>
Webseiten-Betreiber wissen, was sie damit tun: Sie helfen Firmen und Staaten, Internet-Nutzer zu bespitzeln und Persönlichkeitsprofile zu erstellen – ganz ohne formales Arbeitsverhältnis, als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Inoffizieller_Mitarbeiter">inoffizielle Mitarbeiter</a> der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stasi_2.0"><i>Stasi 2.0</i></a>.
</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nebelsprech bei den Piraten im AGH</title>
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		<pubDate>Wed, 22 May 2013 01:01:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[piraten]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Blog der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus Berlin steht ein Artikel vom Fraktionsvorsitzenden Andreas Baum (rka). Der versucht offenbar gerade, sich mittels Nebelsprech für den Karl-Theodor-zu-Guttenberg-Gedächtnispreis zu qualifizieren: Die Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat heute in einem geschlossenen Teil ihrer Fraktionssitzung &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/nebelsprech-bei-den-piraten-im-agh">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im Blog der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus Berlin steht <a href="https://www.piratenfraktion-berlin.de/2013/05/22/ergebnis-des-geschlossenen-teils-der-fraktionssitzung-am-21-5-2013/">ein Artikel</a> vom Fraktionsvorsitzenden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Baum">Andreas Baum</a> (<a href="https://mobile.twitter.com/rka"><i>rka</i></a>). Der versucht offenbar gerade, sich mittels <a href="http://www.maha-online.de/blog/wp-content/Nebel.pdf">Nebelsprech</a> für den Karl-Theodor-zu-Guttenberg-Gedächtnispreis zu qualifizieren:
<blockquote cite="https://www.piratenfraktion-berlin.de/2013/05/22/ergebnis-des-geschlossenen-teils-der-fraktionssitzung-am-21-5-2013/#comment-28518">
<p>Die Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat heute in einem geschlossenen Teil ihrer Fraktionssitzung konstruktiv über die Vorgänge der Vergangenen Woche gesprochen.
</blockquote>
<p>Moment mal! Hätte die Fraktion <em>destruktiv</em> über die Vorgänge sprechen können? Um welche Vorgänge geht es überhaupt? Und warum war der relevante Teil der Sitzung geschlossen?
<blockquote cite="https://www.piratenfraktion-berlin.de/2013/05/22/ergebnis-des-geschlossenen-teils-der-fraktionssitzung-am-21-5-2013/">
<p>Dabei konnten einige Missverständnisse ausgeräumt werden.
</blockquote>
<p>Wer hat wen missverstanden? Wer räumte was auf welche Weise aus? Ich zumindest weiß immer noch nicht, worum es geht.
<blockquote>
<p>Der Ausschluss eines Fraktionsmitgliedes oder die Auflösung der Fraktion wird von der Fraktion nicht in Betracht gezogen.
</blockquote>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerwald_Claus-Brunner"><i>Faxe</i></a> darf bleiben? Da bin ich aber beruhigt.
<blockquote>
<p>Die Fraktion wird darauf hinarbeiten, dass eine Situation wie am Freitag den 17.5.2013 nicht wieder eintritt.
</blockquote>
<p>Was war das für eine Situation? Wie trat sie ein? <a href="http://www.parlament-berlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka17-11591.pdf">Ist die Fraktion für den Fall einer Zombie-Katastrophe gerüstet?</a>
<blockquote cite="https://www.piratenfraktion-berlin.de/2013/05/22/ergebnis-des-geschlossenen-teils-der-fraktionssitzung-am-21-5-2013/">
<p>Wir sind eine Fraktion und wir haben den festen Willen, eine Fraktion zu
bleiben.
</blockquote>
<p>Übersetzt: <strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=CPeeiq22eG0"><q cite="http://www.youtube.com/watch?v=CPeeiq22eG0">Wir sind eine Partei, weil wir eine Partei sind!</q></a></strong>
</p>
<ins datetime="2013-05-22T01:03:03+00:00">
<p>
Kurze Durchsage von Andreas Baum: <a href="https://mobile.twitter.com/rka/status/336981264269725696?p=v">Die Inhaltsleere liegt natürlich am Datenschutzrecht.</a>
</p>
</ins>
<ins datetime="2013-05-22T01:20:00+00:00">
<p>
Pavel Mayer hingegen meint, dass der Artikel <a href="https://mobile.twitter.com/pavel23/status/336981483602468864?p=v"><q cite="https://mobile.twitter.com/pavel23/status/336981483602468864?p=v">den Tenor der Sitzung gut wiedergibt</q></a>.
</p>
</ins>
<ins datetime="2013-05-22T01:26:53+00:00">
<p>
<a href="http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/TheReveal">Auflösung</a>: Andreas Baum will lieber <a href="https://mobile.twitter.com/rka/status/336973192260354049?p=v">eigenes Popcorn produzieren</a>, statt sich auf <a href="http://popcornpiraten.de/erwartungen-an-die-geschlossene-fraktionssitzung-der-piraten-berlin-steigen/">externe Dienstleister</a> zu verlassen.
</p>
</ins>
<ins datetime="2013-05-22T01:38:45+00:00">
<p>
Der Abgeordnete <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fabio_Reinhardt">Fabio Reinhardt</a> hat selber <a href="http://pirat.fabioreinhardt.de/kommentar/meine-fragen-an-den-fraktionsvorstand/">viele Fragen an den Fraktionsvorstand</a>.
</p>
</ins>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fotografiona in den Bundestag!</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/fotografiona-in-den-bundestag</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/fotografiona-in-den-bundestag#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Nov 2012 12:53:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Originärer Inhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[debaer]]></category>
		<category><![CDATA[fotografiona]]></category>
		<category><![CDATA[piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der Piratenpartei Berlin gibt es eine Selbstverpflichtung zur Bundestagswahl 2013: Dort erklären die Unterzeichner* auf die ersten 4 Plätze der Berliner Liste Frauen zu wählen. Eine Kandidatin ist Fotografiona, die ihren Mitgliedsbeitrag zwischenzeitlich eher als Popcornfinanzierung betrachtete. Wie es &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/fotografiona-in-den-bundestag">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Bei der Piratenpartei Berlin gibt es eine <a href="http://wiki.piratenpartei.de/BE:Selbstverpflichtung_AVB">Selbstverpflichtung</a> zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahl_2013">Bundestagswahl 2013</a>: Dort erklären die Unterzeichner* <q cite="http://wiki.piratenpartei.de/BE:Selbstverpflichtung_AVB">auf die ersten 4 Plätze der <a href="http://wiki.piratenpartei.de/BE:Parteitag/2013.1/Bewerber">Berliner Liste</a> Frauen zu wählen</q>. Eine Kandidatin ist <i>Fotografiona</i>, die ihren Mitgliedsbeitrag zwischenzeitlich eher als <a href="http://popcornpiraten.de/">Popcornfinanzierung</a> betrachtete.
</p>
<p>
Wie es sich bei den Piraten gehört, <a href="https://mobile.twitter.com/laprintemps/status/268681337043550208">hatte sie eigentlich vor, auszutreten</a> – doch dann <a href="https://mobile.twitter.com/Fotografiona/status/269229128102866944?p=v">entschied sie sich anders</a>. <strong>Ihr Programm: <a href="https://mobile.twitter.com/Fotografiona/status/269237074564112384?p=v">Programmieren.</a></strong>
</p>
<p>
<small>
Die Kandidatur wird <a href="https://mobile.twitter.com/deBaer/status/269230789802205185?p=v">unterstützt vom Abgeordneten Simon Kowalewski</a>. <ins>Auch Spiegel-Online-Redakteur <a href="https://mobile.twitter.com/oler/status/269425358938468354?p=v">Ole Reißmann <del datetime="2012-11-18T17:35:01+00:00">würde Fotografiona wählen</del></a> <a href="https://mobile.twitter.com/oler/status/269429911444389888?p=v"><ins datetime="2012-11-18T17:35:01+00:00">findet politisches Engagement gut</ins></a>.</ins>
</small>
</p>
<ins datetime="2013-01-13T16:27:06+00:00">
<p>
<a href="https://mobile.twitter.com/fotografiona/status/290493391828029440"><i>Fotografiona</i> zieht ihre Kandidatur zurück.</a>
</p>
</ins>
<figure>
<img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/macros/fotografiona-programmieren-statt-politik.png" alt="Programmieren statt Politik! Fotografiona">
<figcaption>Foto von <a href="http://fiona-krakenbuerger.de/">Fiona Krakenbürger</a>, Lizenz <a href="http://sam.zoy.org/wtfpl/"><abbr title="What The Fuck Public License">WTFPL</abbr></a> (<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/macros/fotografiona-programmieren-statt-politik.svg"><abbr title="Scalable Vector Graphics">SVG</abbr>-Version</a>, benötigt <a href="http://www.fontsquirrel.com/fonts/bebas-neue"><i>Bebas Neue</i></a>)</figcaption>
</figure>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Monogamie, Hegemonie und warum wir keinen Sex mehr haben werden</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/monogamie-hegemonie-und-warum-wir-keinen-sex-mehr-haben-werden</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/monogamie-hegemonie-und-warum-wir-keinen-sex-mehr-haben-werden#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 20:44:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
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		<category><![CDATA[monogamie]]></category>
		<category><![CDATA[mononormativität]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe [klassifizierte Information], es wäre ziemlich egoistisch von mir, zu verlangen, dass du offen zu mir als Sexualpartner stehst. Ich möchte dich auch nicht zwingen, zwischen mir und deinem Freund zu entscheiden. Immerhin denkt er, ihr hättet eine monogame Beziehung. &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/monogamie-hegemonie-und-warum-wir-keinen-sex-mehr-haben-werden">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Liebe <ins datetime="2012-04-12T16:03:07+00:00">[klassifizierte Information]</ins>,
</p>
<p>
es wäre ziemlich egoistisch von mir, zu verlangen, dass du offen zu mir
als Sexualpartner stehst. Ich möchte dich auch nicht zwingen, zwischen
mir und deinem Freund zu entscheiden. Immerhin denkt er, ihr hättet
eine monogame Beziehung.
</p>
<p>
Und ich sehe dein Problem: <a href="http://books.google.de/books?id=f4Kx0bxiq6oC&#038;lpg=PT161&#038;ots=Ji9Cp6g6jW&#038;hl=de&#038;pg=PT161#v=onepage&#038;q&#038;f=false">Leute, die sich außerhalb sexuell exklusiver
Beziehungen bewegen, werden abgestraft</a> – durch gesellschaftliche
Verurteilung, Beendigung von Beziehungen und körperliche Gewalt.
</p>
<p>
Aber: Mit deiner Geheimnistuerei bist du selbst Vertreterin einer
Gesellschaft, die monogame Beziehungen als Norm präsentiert. Das ist
antisozial gegenüber allen, die offen zu ihren nicht-monogamen
Beziehungen stehen; es befördert ihre Diskriminierung.
</p>
<p>
Für Diskrepanz zwischen Reden und Handeln gibt es viele Beispiele:
Befürworter freier Kultur und freier Software, die iPads kaufen.
<a href="http://www.mainpost.de/ueberregional/dasthema/-Die-Vorwuerfe-die-der-junge-Professor-erhebt-sind-anmassend;art1748,5985775">Leistungsorientierte Studenten, die den Betrüger Karl-Theodor zu
Guttenberg verteidigen.</a> Am Bekanntesten sind wohl
<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Outrage_%282009_film%29">homosexuellen-feindliche Politiker, die insgeheim schwul sind</a>.
</p>
<p>
Derartiges Verhalten ist mir zuwider. Ich möchte es nicht durch mein
Handeln befördern. Solange du nicht offen zu deiner nicht-monogamen
Lebensweise stehst, werde ich keinen Sex mit dir haben.
</p>
<p>
Grüße,
</p>
<hr />
<ins datetime="2012-04-12T16:03:07+00:00">
<p>
Habe den Namen der angesprochenen Person rausgenommen – mindestens so lange, bis ich weiß, ob mir die postprivaten Konsequenzen einer Namensnennung egal sind. Ein Outing war nicht die angedachte Richtung dieses Beitrags.
</p>
</ins>
<ins datetime="2012-06-09T19:09:34+00:00">
<p>
Ihr Umfeld weiß davon; der feste Freund möchte lieber keine Details über andere Beziehungen hören. Der Vorwurf der Affirmation mononormativer Verhältnisse ist damit vom Tisch.
</p>
</ins>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neue CCC-Prüfplakette für Trojaner</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/neue-ccc-pruefplakette-fuer-trojaner</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/neue-ccc-pruefplakette-fuer-trojaner#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 21:32:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[0zapftis]]></category>
		<category><![CDATA[ccc]]></category>
		<category><![CDATA[satire]]></category>
		<category><![CDATA[tüv]]></category>

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		<description><![CDATA[Der CCC Ossendorf Süd ist aus dem 1971 gegründeten Pfälzischen Heimrechner-Revisions-Verein hervor gegangen und gehört damit zu den ältesten deutschen Cyber Certifizierungs Clubs. Der Verein ist in erster Linie ein Zusammenschluss von Spezialexperten, welche unabhängig und staatsschonend agieren. Seit Januar &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/neue-ccc-pruefplakette-fuer-trojaner">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Der <i><abbr title="Cyber Cecurity Center">CCC</abbr> <del><a href="http://ccc-ossendorf.de/">Ossendorf</a></del> <ins>Süd</ins></i> ist aus dem 1971 gegründeten <i>Pfälzischen Heimrechner-Revisions-Verein</i> hervor gegangen und gehört damit zu den ältesten deutschen <i>Cyber Certifizierungs Clubs</i>. Der Verein ist in erster Linie ein Zusammenschluss von <span title="den Besten der Besten der Besten">Spezialexperten</span>, welche unabhängig und <a href="http://neusprech.org/grundrechtsschonend/">staatsschonend</a> agieren.
</p>
<p>
Seit Januar 2012 sind die Sachverständigen nach <a href="http://ccc.de/de/updates/2011/staatstrojaner">peinlichen Trojanerunfällen</a> auch für die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grundrecht_auf_Gew%C3%A4hrleistung_der_Vertraulichkeit_und_Integrit%C3%A4t_informationstechnischer_Systeme">Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme</a> zuständig. Um die <a href="http://www.dpolg.de/front_content.php?idcatart=1156">rechtsstaatliche Unbedenklichkeit behördlicher Spionagesoftware</a> zweifelsfrei nachzuweisen, genügt nun die <em>gut sichtbare</em> Anbringung der nachfolgenden Prüfplakette am zu überwachenden Rechner.
</p>
<img src="//daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/zeichnungen/logos/ccc-s%C3%BCd-plakette.png" alt="Cyber Cecurity Center – LVL 9001 – Hipster 42 % Vol."> (<a href="//daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/zeichnungen/logos/ccc-s%C3%BCd-plakette.svg"><abbr tite="Scalable Vector Graphics">SVG</abbr>-Version</a>)]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die unerträgliche Feigheit der inneren Emigration</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/die-unertragliche-feigheit-der-inneren-emigration</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/die-unertragliche-feigheit-der-inneren-emigration#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 11:39:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[cdu]]></category>
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		<category><![CDATA[grüne]]></category>
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		<category><![CDATA[spd]]></category>

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		<description><![CDATA[Der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag ist so gut wie im Sack, kein Zweifel. Während Union und Verräterpartei mittlerweile in jeder Hinsicht als Feinde des Netzes bekannt sind, schenken sich allerdings auch die kleineren Akteure nichts: FDP und Grüne ratifizierten, wo sie konnten; &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/die-unertragliche-feigheit-der-inneren-emigration">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag ist so gut wie <span title="IM SACK IM SACK IM SACK">im Sack</span>, kein Zweifel. Während Union und <abbr title="SPD">Verräterpartei</abbr> mittlerweile <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Vorratsdatenspeicherung">in jeder Hinsicht</a> als <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Zugangserschwerungsgesetz">Feinde des Netzes</a> bekannt sind, schenken sich allerdings auch die kleineren Akteure nichts: <abbr title="Freie Demokratische Partei">FDP</abbr> und Grüne <a href="https://spreadsheets.google.com/pub?key=0AnrHIeb5cmJedGU4Q2hpdnU4SENHdENXd3czSHljX0E&#038;hl=de&#038;output=html">ratifizierten</a>, wo sie konnten; von den berliner Linken <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/jmstv-in-berlin-parlamentarische-zwange-auch-bei-der-linken/">wird erwartet</a>, dass sie sich dem Koalitionspartner fügen, wenn es um die Pflicht zu <em>Sendezeitbegrenzungen</em> und <em>Altersauszeichnungen</em> im Internet geht. Thomas Knüwer hält schon <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/11/deutschlands-parteien-unwahlbar-eine-wutrede/">keine dieser Parteien</a> mehr für wählbar.
</p>

<p>
Durchsichtig wirkt hierbei insbesondere der Versuch der <i>Grünen <abbr title="Nordrhein-Westfalen">NRW</abbr></i> mit Hinweis auf <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/jmstv-in-nrw-grune-tragen-schwarz-gelbe-altlast/"><q>Altlasten</q></a> und <a href="https://twitter.com/gruenenrw/status/9305356467445760"><q>parlamentarische Zwänge</q></a> die kognitive Dissonanz zu beseitigen, dass <i>irgendwie</i> auch ein Anspruch besteht, <a href="http://www.gruenes-blog.de/netzpolitik/">Netzpartei sein zu wollen</a>; entlarvend, dass man in Hamburg die Zustimmung zum Staatsvertrag <a href="http://www.hamburgische-buergerschaft.de/cms_de.php?templ=akt_protokoll.tpl&#038;sub1=62&#038;sub2=67&#038;sub3=256&#038;cont=4264">mitbeschloss</a>, nur wenige Tage, bevor <a href="http://www.tagesschau.de/inland/hamburgkoalition110.html">die Koalition brach</a>. Und in Thüringen stimmte man <a href="http://politik.benjamin-stoecker.de/2010/10/07/der-jmstv-die-grunen-thuringen-und-der-schmerz/">selbst aus der Opposition</a> <em>für</em> das Machwerk — trotz vorher angesagter (und mittlerweile <a href="http://www.piraten-thueringen.de/PIRATEN%20Th%C3%BCringen%20beenden%20die%20Kooperation">abgesägter</a>) <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Thueringen-Piratenpartei-kooperiert-mit-Gruenen-752369.html">Kooperation mit der Piratenpartei</a>.
</p>

<p>
Um es noch einmal zu betonen: Eine Alterskennzeichnung von potentiell jugendgefährdenden Inhalten wird mit dem neuen <abbr title="Jugendmedienschutz-Staatsvertrag">JMStV</abbr> <a href="http://www.jmstv-wiki.de/index.php?title=Synopse#.C2.A7_5_Entwicklungsbeeintr.C3.A4chtigende_Angebote"><em>verpflichtend</em></a>, sofern keine Zugangsbeschränkungen oder Sendezeiten implementiert werden. Bei <em>falscher</em> Kennzeichnung drohen <a href="http://jmstv-wiki.de/index.php?title=Synopse#.C2.A7_24_Ordnungswidrigkeiten">Geldbußen bis zu <em>500.000€</em></a> — wie leicht dies passieren kann, zeigt <a href="http://ak-zensur.de/jmstv/">ein Experiment des <i>AK Zensur</i></a>: An die 80% der durch Laien vorgenommenen Einstufungen <a href="http://ak-zensur.de/2010/06/jmstv-ungeeignet.html">waren falsch</a>; die Inanspruchnahme professioneller Dienste wie etwa der <i>Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter</i> ist für Privatleute jedoch <a href="http://www.fsm.de/de/Beitragsordnung">kaum zu bezahlen</a>. Ein im Sinne des Gesetzes <i>geeignetes</i> Altersklassifizierungssystem existiert übrigens nicht.
</p>

<p>
Kurzum: Im Internet Inhalte auch nur <em>vorzuhalten</em> wird zum Problem; deutsche Betreiber von Webseiten werden massiven Rechtsunsicherheiten ausgesetzt — während ausländische Angebote unbehelligt bleiben, was die Mär vom angeblichen Jugendschutz noch absurder wirken lässt.
</p>

<p>
Die ersten Blogger haben sämtliche ihrer Inhalte nun bereits <a href="http://yuccatree.de/2010/11/diese-blogs-gehen-wegen-des-jmstv-offline/">präemptiv depubliziert</a> — prominentester Vertreter ist wohl <i>isotopp</i>; jegliche Links auf seine Seite führten bereits wenige Stunden nach der Ankündigung auf eine <a href="http://koehntopp.de/">entsprechende Erklärung</a>:
</p>

<blockquote cite="http://koehntopp.de/">
<p>
Nach diesem Vertrag müßte ich alle meine Inhalte durchgehen und mit einem Alterslabel versehen. Dafür habe ich keine Zeit und es wäre auch nicht produktiv. […] Wenn ich das nicht mache, öffne ich mich einem beträchtlichen finanziellen Risiko durch Abmahnungen und das will ich nicht tragen.
</p>
</blockquote>

<p>
<i>fxneumann</i> sieht hier eine <a href="http://fxneumann.de/2010/11/30/klagen-statt-sperren/"><q cite="http://fxneumann.de/2010/11/30/klagen-statt-sperren/">fatalistische Trotzreaktion</q></a>, doch das ist es ausdrücklich <em>nicht</em>: Per Mail erklärte mir <i>isotopp</i>, dass er sich erstens anwaltlich beraten ließ und zweitens <a href="http://www.pop64.de/blog/2010/11/17/jmstv-mit-minimalen-einsatz-von-zeit-und-geld-maximale-rechtssicherheit/">maximale Rechtssicherheit bei minimalem Einsatz von Mitteln</a> anstrebe, es bliebe so schlicht keine andere Möglichkeit. Vordergründig ist es verständlich, dass er Besseres zu tun hat, als sich und seine Familie einem unkalkulierbaren Risiko auszusetzen und daher die <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Innere_Emigration">sichere Möglichkeit</a> wählt.
</p>

<p>
Nichtsdestotrotz halte ich es für <em>grundfalsch</em>, ein jahrelang gewachsenes, öffentliches Archiv effektiv zu vernichten. Schon auf formaler Ebene werden dadurch unzählige Relationen gekappt — so <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/w/index.php?title=Spezial:Suche&#038;search=kris+k%C3%B6hntopp">verlinkt</a> etwa Wikipedia mehrmals <i>isotopp</i>s Blog und auch bei der <em>soeben erst erschienenen</em> <a href="http://wir.muessenreden.de/2010/12/01/wmr15-maschinenpistolen-furs-web-3-0/">Folge 15</a> von <i>Wir müssen reden</i> bezieht man sich auf einen mittlerweile depublizierten Artikel. Beim <abbr title="World Wide Web Consortium">W3C</abbr> bemerkt man hierzu normativ: <a href="http://www.w3.org/Provider/Style/URI"><q>Cool <abbr title="Uniform Resource Identifier">URI</abbr>s don&#8217;t change.</q></a>
</p>

<p>
Den Inhalt betreffend: Schon beim mittlerweile wieder aufgelegten <i>mspro</i>-Projekt <a href="http://www.ctrl-verlust.net/"><i>crtl-verlust</i></a> bedauerte ich die <a href="http://mspr0.de/?p=1468">initiale Löschung</a>; <i>isotopp</i> schrieb jedoch häufiger und ist zudem etwa bereits so lange online aktiv, wie ich alt bin — seit nunmehr 23 Jahren. Sein depubliziertes Blog existierte wohl seit 2003; ich kann nicht einmal annähernd abschätzen, was in der Zwischenzeit alles veröffentlicht wurde. Da mit den Artikeln auch die Kommentare unzugänglich gemacht wurden, sind weiterhin ganze Diskurse verloren.
</p>

<p>
Intuitiv sehe ich diesen Akt als <em>kulturelles Vergehen</em>, ähnlich der Verpixelung bei <i>Google Street View</i> oder dem Depublizieren der Öffentlich-Rechtlichen: Gleichermaßen werden in allen Fällen bereits produzierte, interessante Inhalte zurückgehalten, um arkane Befindlichkeiten Dritter nicht zu stören. Dass es in diesem Fall der Autor selbst ist, der diesen Schritt ausgeführt hat, kann vernachlässigt werden — letztendlich kommen Nutzer nicht mehr an die gewünschten Informationen; dass dies nicht nur in Kauf genommen, sondern genau so beabsichtigt ist, lässt sich aus <i>isotopp</i>s Entscheidung ableiten, die Inhalte <a href="https://twitter.com/isotopp/status/9692939848519680"><em>nicht</em> frei lizenziert</a> anzubieten.
</p>

<p>
Doch nicht alle, die mit dem Depublizieren einen <i>Selbstmord aus Angst vor dem Tod</i> befürworten, agieren aus Feigheit ob der abstrakten Bedrohung. <i>Felicea</i> etwa sieht <a href="https://twitter.com/felicea/status/9729610224762880">Depublizieren als Taktik</a>, <i>denen</i> zu <q cite="https://twitter.com/felicea/status/9729610224762880">zeigen wie das Internet mit JmStV aussieht</q>; Linus Neumann positioniert sich zwar <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/wider-das-grose-blogschliesen-wegen-des-jmstv/">gegen das Schließen von Blogs</a>, schlägt dann aber vor, <q cite="http://www.netzpolitik.org/2010/wider-das-grose-blogschliesen-wegen-des-jmstv/">wichtige (Bildungs-)Ressourcen nur Erwachsenen und nur zu nachtschlafenden Zeiten zugänglich zu machen</q>. Gemein ist diesen Vorschlägen die Überschätzung der eigenen Relevanz für Entscheidungsträger.
</p>

<p>
Unabhängig von der Rechtfertigung: Wer die eigenen Inhalte nun beseitigt, begeht <em>Sabotage am Netz</em> und spielt so den in Staatskanzleien, Ministerien und Landtagen sitzenden Internetfeinden in die Hände; umgekehrt lässt sich wohl schließen, dass den Betreffenden wenig an den durch sie geschaffenenen Teilen der Netzkultur liegt. Wer befürwortet, sich auf diese Weise zurückzuziehen, überlässt die Öffentlichkeit wohl gerne den Arschlöchern.
</p>

<h3>Linkliste zum Thema</h3>
<ul>
    <li><a href="http://www.netzpolitik.org/tag/jmstv/">Beiträge zum politischen Prozess bei <i>netzpolitik.org</i></a></li>
    <li><a href="https://www.fsm.de/de/jmstv-2011"><i>JMStV-2011: Häufig gestellt Fragen</i></a> bei der <abbr title="Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter">FSM</abbr></li>
    <li><a href="http://t3n.de/news/neuer-jmstv-286977/"><i>Lesepflicht für alle: 17 Fragen zum neuen JMStV</i></a> bei <i>t3n</i></li>
    <li><a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/12/01/warum-blogger-gelassen-bleiben-konnen/"><i>Blogger können leidlich gelassen bleiben</i></a> beim <i>law blog</i> (danke, <i>plomlomlom</i>)</li>
    <li><a href="http://www.malte-welding.com/2010/11/30/jugendmedienschutz-ist-furs-arsch/"><i>
Jugendmedienschutz ist für’s Arsch</i></a> bei Malte Welding</li>
</ul>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Knutschen für Streetview!</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/knutschen-fur-streetview</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Sep 2010 09:40:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bastelei]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[fsa10]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[knutschen]]></category>
		<category><![CDATA[stinkefinger]]></category>
		<category><![CDATA[streetview]]></category>

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		<description><![CDATA[Als xbg, matthiasr, zeitrafferin und ich zur diesjährigen Freiheit-statt-Angst-Demo fuhren, um die mittlerweile in Bubble Streetview umbenannte Aktion durchzuziehen, guckten die Leute erstmal nur doof erstaunt. Auf der Rückfahrt begegnete man uns allerdings eher unfreundlich: Fast ein Dutzend Stinkefinger konnte &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/knutschen-fur-streetview">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/fotos/demo/fsa2010/streetview-brille.jpg" alt="Sonnenbrille auf der Ablage eines Autos, in der sich ein die Frontscheibe, Bäume und ein auf dem Dach befindlicher Kamera-Aufbau spiegeln"/>
<p>
Als <a href="http://twitter.com/xbg"><i>xbg</i></a>, <a href="http://rampke.de/"><i>matthiasr</i></a>, <a href="http://julia-seeliger.de"><i>zeitrafferin</i></a> und ich zur diesjährigen <a href="http://blog.freiheitstattangst.de/about/">Freiheit-statt-Angst</a>-Demo fuhren, um die mittlerweile in <a href="http://bubble-streetview.de/"><i>Bubble Streetview</i></a> umbenannte <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/coming-soon-prugel-street-view">Aktion</a> durchzuziehen, guckten die Leute erstmal nur <del>doof</del> <ins>erstaunt</ins>. Auf der Rückfahrt begegnete man uns allerdings eher unfreundlich: Fast ein Dutzend Stinkefinger konnte ich vom Potsdamer Platz bis zum Lagerraum im Wedding zählen. Kreativ reagierte allerdings ein Päärchen an der Friedrichstraße: Solange wir an der Ampel standen, <a href="http://twitter.com/matthiasr/status/24201261620">knutschten sie</a> — allein dafür hat sich der Aufwand definitv gelohnt.
</p>
<p>
<i>matthiasr</i> hat eine <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/docs/culture/bubble-streetview.html">Liste von Fotos und Videos</a> zu unserer Aktion zusammengestellt. Highlight der medialen Berichterstattung ist wohl die <a href="http://rbb-online.de/abendschau/archiv/archiv.media.!etc!medialib!rbb!rbb!abendschau!abendschau_20100911_demo.html">Erwähnung in der <i><abbr title="Rundfunk Berlin-Brandenburg">RBB</abbr>-Abendschau</i></a> (<a href="http://julia-seeliger.de/bubble-streetview/">via <i>zeitrafferin</i></a>, die noch einiges mehr erwähnt); <i>Heise Online</i> hingegen versteht leider <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Tausende-demonstrieren-fuer-Datenschutz-auf-Grossdemo-in-Berlin-1077549.html">überhaupt nichts</a>.
</p>
<p>
An dieser Stelle nochmal ein „Danke“ an alle, die mitgeholfen haben.
</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Coming soon: Prügel Street View</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/coming-soon-prugel-street-view</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/coming-soon-prugel-street-view#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 18:25:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Originärer Inhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.dieweltistgarnichtso.net/?p=2778</guid>
		<description><![CDATA[Wenn alles gut geht, wird auf der diesjährigen FSA-Demonstration dank großzügiger Unterstützung von Aram Bartholl ein Fahrzeug von Prügel Street View vertreten sein, das mit seinem hervorragenden Kameraaufbau geradezu dafür prädestiniert ist, Übergriffe gegen Demonstranten zu dokumentieren. „Skandal!“ schreien da &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/coming-soon-prugel-street-view">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Wenn alles gut geht, wird auf der diesjährigen <abbr title="Freiheit-statt-Angst">FSA</abbr>-Demonstration dank <a href="http://fffff.at/google-street-view-car/">großzügiger Unterstützung</a> von <a href="http://datenform.de/">Aram Bartholl</a> ein Fahrzeug von <i>Prügel Street View</i> vertreten sein, das mit seinem hervorragenden Kameraaufbau geradezu dafür prädestiniert ist, Übergriffe gegen Demonstranten zu dokumentieren.
</p>
<p>
„<em>Skandal!</em>“ schreien da schon die Einen; „Die Persönlichkeitsrechte der Beamten müssen Vorrang haben!“, mahnen die Anderen. Doch natürlich haben wir von <i>Prügel Street View</i> uns ebenfalls die Frage gestellt, wie man Polizisten vor (fotografischen) Übergriffen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=mcBGsNhwxhY">schützt</a> — und aus diesem Grund haben wir auch bereits ein <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/docs/culture/pr%c3%bcgel-widerspruch.pdf">Widerspruchsformular (PDF)</a> vorbereitet:
</p>
<img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/docs/culture/pr%c3%bcgel-widerspruch.png" alt="Widerspruch gegen Veröffentlichungen durch den Internetdienst Prügel Street View" />
<p>
Mehr Informationen zu <i>Prügel Street View</i> gibt es auf der <a href="http://prügel-streetview.de/">zugehörigen Seite</a>.
</p>
<ins datetime="2010-09-12T17:42:49+00:00">
<p>
<a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/knutschen-fur-streetview">Wie es uns erging.</a>
</p>
</ins>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/coming-soon-prugel-street-view/feed</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Definitionsmacht</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/definitionsmacht</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/definitionsmacht#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 12:21:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[satire]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.dieweltistgarnichtso.net/?p=2655</guid>
		<description><![CDATA[Die ganze Breitseite der Debatte gibts im Mädchenblog, in dem frau sich über Julia Seeligers taz-Artikel zum Thema „Schwarzer vs. Kachelmann“ empört. Mehr Kommentare in Julias Blog. Für den Plakatspaß im Wohnzimmer gibt es die obige Grafik auch im SVG-Format: &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/definitionsmacht">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/zeichnungen/ja-hei%C3%9Ft-nein.png" alt="«Ja» heißt Nein. Wer ein Ja* nicht respektiert, ist ein/e Vergewaltiger/in! *Nein"/>
<p>
Die ganze Breitseite der Debatte gibts im <a href="http://maedchenblog.blogsport.de/2010/08/06/nichts-kapiert/">Mädchenblog</a>, in dem <i>frau</i> sich über Julia Seeligers <a href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/schwarzer-schlaegt-zu/">taz-Artikel</a> zum Thema „<a href="http://www.aliceschwarzer.de/publikationen/blog/?tx_t3blog_pi1[blogList][showUid]=43&#038;tx_t3blog_pi1[blogList][year]=2010&#038;tx_t3blog_pi1[blogList][month]=08&#038;tx_t3blog_pi1[blogList][day]=02&#038;cHash=cfc8c21ab4">Schwarzer vs. Kachelmann</a>“ empört.
</p>
<ins datetime="2010-08-07T12:41:19+00:00">
<p>
Mehr Kommentare in <a href="http://julia-seeliger.de/post-an-schwarzer/">Julias Blog</a>.
</p>
</ins>
<ins datetime="2010-08-23T21:31:23+00:00">
<p>
Für den Plakatspaß im Wohnzimmer gibt es die obige Grafik auch im <abbr title="Scalable Vector Graphics">SVG</abbr>-Format: <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/zeichnungen/ja-hei%C3%9Ft-nein.svg">Original</a>, <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/zeichnungen/ja-hei%C3%9Ft-nein%20%28schrift%20als%20pfad%29.svg">Schrift als Pfad</a>. Die Original-Version mit editierbarem Text benötigt die Schriftart <a href="http://android.git.kernel.org/?p=platform/frameworks/base.git;a=blob_plain;f=data/fonts/DroidSansFallback.ttf;h=206621fc6cf883b2d6ca29ac2887bac61ac921e3;hb=HEAD"><i>Droid Sans Fallback</i></a>.
</p>
</ins>
<p>
<small>
<i xml:lang="en">Fun fact</i>: In einem <i xml:lang="en">re-enactment</i> einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Beckmann_%28Fernsehsendung%29">Beckmann</a>-Sendung, die ich einmal im Theater in den Hackeschen Höfen sah, wurde Alice Schwarzer von einem Schwarzen gespielt, was beim Publikum für einiges Gelächter sorgte. Gregor Gysi war ein junges Mädel mit roten Strumpfhosen, Hugo Egon Balder eine fette alte Frau, die nur gelegentlich etwas zu sagen hatte.
</small>
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/definitionsmacht/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Stoppt die Generation Porno! — Interview mit Conrad Clemens von der Jungen Union</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/stoppt-die-generation-porno-%e2%80%94-interview-mit-conrad-clemens-von-der-jungen-union</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/stoppt-die-generation-porno-%e2%80%94-interview-mit-conrad-clemens-von-der-jungen-union#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 19:40:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[jungeunion]]></category>
		<category><![CDATA[porno]]></category>
		<category><![CDATA[zensur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.dieweltistgarnichtso.net/?p=2549</guid>
		<description><![CDATA[Heute erschien eine Pressemitteilung der Jungen Union Berlin, in dem diese ein härteres Vorgehen gegen frei verfügbare Pornografie im Internet anmahnt (Netzpolitik berichtete). Conrad Clemens, Landesvorsitzender der JU Berlin, hat hierzu Die Welt ist gar nicht so telefonisch einige Fragen &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/stoppt-die-generation-porno-%e2%80%94-interview-mit-conrad-clemens-von-der-jungen-union">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Heute erschien eine Pressemitteilung der <i>Jungen Union Berlin</i>, in dem diese ein härteres Vorgehen gegen frei verfügbare Pornografie im Internet anmahnt (<a href="http://www.netzpolitik.org/2010/junge-union-berlin-fordert-pornographieverbot/"><i>Netzpolitik</i> berichtete</a>). Conrad Clemens, Landesvorsitzender der <abbr title="Jungen Union">JU</abbr> Berlin, hat hierzu <i>Die Welt ist gar nicht so</i> telefonisch einige Fragen beantwortet:
</p>
<p>
<b>Die Welt ist gar nicht so</b>: Handelt es sich bei der heute erschienen Pressemeldung mit der Überschrift <a href="http://juberlin.de/content/startseite/"><q>Stoppt die Generation Porno!</q></a> tatsächlich um eine offizielle Mitteilung der Jungen Union Berlin? Oder ist diese möglicherweise auf einen unberechtigten Zugriff auf die Webseite zurückzuführen?
</p>
<p>
<b>Conrad Clemens</b>: Das ist in der Tat so. Das stammt aus meiner Feder, es ist sozusagen eine Pressemitteilung von uns.
</p>
<ins datetime="2010-07-15T20:40:35+00:00">
<p>
Die Meldung wurde von der <abbr title="Junge Union">JU</abbr>-Berlin-Seite entfernt. Hier ist ein <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/screenshots/web/ju-berlin-gegen-pornografie.png">Screenshot</a>.
</p>
</ins>
<p>
<b><abbr title="Die Welt ist gar nicht so">D</abbr></b>: Inwiefern verträgt sich die besagte Pressemeldung mit dem <a href="http://www.junge-union.de/media/resolutions/147266_DLRat_Beschluss_Netzpolitik.pdf">Netzpolitik-Beschluss des Deutschlandrates der <i>Jungen Union</i></a> von letzter Woche, der sich <q>klar für den Grundsatz <i>Löschen statt Sperren</i></q> ausspricht, Sperrungen als <q>nutzlos</q> bezeichnet und eine erneute Debatte als <q>überflüssig</q> charakterisiert? Oder wurde der jetzige Zeitpunkt der Veröffentlichung gewählt, um gerade da eine konservative Gegenstimme anzubringen?
</p>
<p>
<b><abbr title="Conrad Clemens">CC</abbr></b>: Ich kenne den Beschluss des Deutschlandrates, ich finde ihn auch in großen Teilen gut und richtig. Das ist insofern ein neues Thema, als dass es heute eine Studie gab — einen aktuellen Bezug zur Pornografie im Netz. Davon handelt der Antrag, die Beschlusslage nicht explizit. Es geht eben darum, dass es schon länger einen Anstieg von Pornoseiten und einen <a href="http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article8263381/Schon-Kinder-werden-durch-harte-Pornografie-gepraegt.html">leichten Zugang zu Pornoseiten</a> von Jugendlichen, von Minderjährigen gibt und da finden wir als <i>Junge Union Berlin</i>, dass da eben etwas getan werden muss.
</p>
<span id="more-2549"></span>
<p>
<b><abbr title="Die Welt ist gar nicht so">D</abbr></b>: Sie sehen Pornografie also im Allgemeinen ja als schwerwiegendes soziales Problem an …
</p>
<p>
<b><abbr title="Conrad Clemens">CC</abbr></b>: Moment, da möchte ich widersprechen! Pornografie kann natürlich zu einem gewissen Grad für Erwachsene durchaus zugänglich sein, aber es ist eben ein Problem für Kinder … Wir wissen es ja alle: Mit zwei Klicks sind die bei den krassesten Seiten und Filmchen usw..
</p>
<p>
<b><abbr title="Die Welt ist gar nicht so">D</abbr></b>: Wie kommt es, dass sie vor allem technische Maßnahmen zur Bekämpfung befürworten? Der <a href="http://www.ccc.de/"><i>Chaos Computer Club</i></a> propagiert ja bereits seit Längerem, dass technische Maßnahmen für soziale Probleme — hier also die Verfügbarkeit von Pornografie für Minderjährige — keine hinreichenden Lösungen sein können.
</p>
<p>
<b><abbr title="Conrad Clemens">CC</abbr></b>: Wir finden es natürlich auch richtig, was im <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/ministerpraesidenten-beschliessen-jugendmedienschutzstaatsvertrag/">Jugendmedienschutz-Staatsvertrag</a> drinsteht: Dass vor allem auch die Eltern eine gewisse Rolle spielen müssen, Verantwortung übernehmen, sich um ihre Kinder kümmern und dass es auch im Zuhause, in der Familie wichtig ist, dass da darauf geachtet wird und dass da auch Verantwortung übernommen wird. Das ist natürlich ein Lösungsweg. Wir glauben aber, dass zum Beispiel die Mediennutzung übers Internet- übers Handy, auf dem Schulhof — da ist ja die Familie nicht da …
</p>
<p>
<b><abbr title="Die Welt ist gar nicht so">D</abbr></b>: Ich habe auch ein internetfähiges Handy; also ich weiß, wie einfach das ist, unabhängig von anderen Leuten …
</p>
<p>
<b><abbr title="Conrad Clemens">CC</abbr></b>: Genau! Wir sagen: Die Idee mit den Eltern ist gut und richtig, aber es reicht nicht aus. Wir wissen, dass technische Sachen sehr schwierig sind, dass sowohl Löschung als auch Sperrung kompliziert ist und wahrscheinlich binnen wenigen Minuten auch zu umgehen ist, aber wir finden einfach — so steht es ja auch in dem Text: Da müssen sich Informatiker mit Politikern zusammensetzen und eben nach Lösungen suchen. Und ich finde: Gar nichts tun und das einfach so zu beobachten, ist nicht der richtige Weg.
</p>
<p>
<b><abbr title="Die Welt ist gar nicht so">D</abbr></b>: Sie schreiben ja, dass Internetsperren ihrer Ansicht nach sinnlos sind, die Löschungsbemühungen des <abbr title="Bundeskriminalamt">BKA</abbr>s aber auch. Warum fordern Sie dann nun erneut Sperren und nicht, dass man die Internetkompetenzen beim <abbr title="Bundeskriminalamt">BKA</abbr> erhöht? Und wollen Sie zur Bewertung der Effektivität der Maßnahmen nicht den Evaluationsbericht der Bundesregierung abwarten?
</p>
<p>
<b><abbr title="Conrad Clemens">CC</abbr></b>: Das ist richtig, da wird man sicher nochmal neu bewerten müssen, wenn das kommt, aber diese Studie, die jetzt rausgekommen ist, zeigt ja, <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/ueberraschung-aus-dem-bka-loeschen-statt-sperren-funktioniert-nicht/">dass es Schwierigkeiten gibt</a>, dass sich das <abbr title="Bundeskriminalamt">BKA </abbr>beschwert. Es gibt auch andere, die meinen, es gibt einige Erfolge — das gilt es sicherlich abzuwarten. Uns geht es ja vor allem darum, dass man auch anfängt, über die Pornografie zu reden …
</p>
<p>
<b><abbr title="Die Welt ist gar nicht so">D</abbr></b>: … es geht Ihnen also um ein Problembewusstsein …
</p>
<p>
<b><abbr title="Conrad Clemens">CC</abbr></b>: Genau. Ich wollte jetzt wirklich nicht diese gigantische Debatte „Löschen oder Sperren?“ aufmachen. Wir sind einfach der Meinung, dass es <em>keine Tabus</em> geben soll. Dann muss man eben gucken, ob man vielleicht andere Sperrmöglichkeiten findet, dass man andere Löschmöglichkeiten findet — dass man guckt, dass es wirklich effektive Maßnahmen … und da darf es eben keine Tabus geben. Und ich hab da ja wirklich den Eindruck: Allein schon, wenn man das Wort „Sperren“ in den Mund nimmt, ist alles ganz furchtbar …
</p>
<p>
<b><abbr title="Die Welt ist gar nicht so">D</abbr></b>: … Sie haben sicher den letzten Sommer miterlebt, mit den Demonstrationen …
</p>
<p>
<b><abbr title="Conrad Clemens">CC</abbr></b>: … da finde ich einfach, sollte es ein offenes Denken darüber geben: Wie gehen wir denn mit diesem Phänomen um, dass unglaublich viele Pornos konsumiert werden, von Minderjährigen?
</p>
<p>
<b><abbr title="Die Welt ist gar nicht so">D</abbr></b>: Finden Sie, man sollte nur gegen kommerziell verfügbare Pornografie vorgehen? Oder halten sie auch Maßnahmen gegen sogenanntes „Sexting“ — das Versenden von eigenen Nacktbildern per Mobiltelefon — oder das Hochladen von Bildern auf anonymen Internetforen, sog. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Imageboard"><i>Bildbrettern</i></a>, für legitim? Sollten also Jugendliche auch <a href="http://www.rsa-radio.de/aktuelles/nachrichten/Nachrichten-Kinderpornographie-Kripo-Kempten-ermittelt;art14,14087">für die Verbreitung von Jugendpornografie bestraft</a> werden?
</p>
<p>
<b><abbr title="Conrad Clemens">CC</abbr></b>: Ich finde schon Seiten wie <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Chatroulette">Chatroulette</a> oder <a href="http://4chan.org">andere Seiten</a>, auf denen privat jeder Sachen hochladen kann und Sachen machen kann, bedenklich, absolut. Das kann ja genau so von einem Minderjährigen gesehen werden und runtergeladen werden und alles Mögliche …
</p>
<p>
<b><abbr title="Die Welt ist gar nicht so">D</abbr></b>: Und Minderjährige, die selber Bilder ins Netz stellen — von sich, nackt? Das gibt es ja. Was glauben Sie, sollte man dagegen tun?
</p>
<p>
<b><abbr title="Conrad Clemens">CC</abbr></b>: Wie gesagt, man sollte wirklich die gesamte Palette gegen diese, gegen alle Möglichen … und da gehört das sicherlich dazu, zu den pornografischen Inhalten im Internet, die nicht legal sind, natürlich nicht legal sind!
</p>
<p>
<b><abbr title="Die Welt ist gar nicht so">D</abbr></b>: Pornografie bezeichnen Sie als „immer frauenfeindlich“; trifft dies ihrer Ansicht nach auch auf feministische oder schwule Pornos zu? Was halten sie von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/BDSM"><abbr title="Bondage &#038; Discipline, Dominance &#038; Submission, Sadism &#038; Masochism">BDSM</abbr></a>, also einvernehmlicher Auslebung von Unterwerfungs- und Gewalt-Fantasien <i>mit sexueller Komponente</i>?
</p>
<p>
<b><abbr title="Conrad Clemens">CC</abbr></b>: Wenn keine Frau in dem Porno vorkommt, ist es natürlich auch nicht frauenfeindlich. Es ist für mich nur sehr wichtig — und das ist es auch, was die Sexualwissenschaftler sagen: Wenn ein Jugendlicher, ein Minderjähriger diese Sachen sieht, dass er das, was er beobachtet, anders aufnimmt, als ein Erwachsener. Und wenn man eben sehr jung ist, dann sieht man da die Erwachsenen, was die sich gegenseitig zufügen und deswegen habe ich da eben gedacht: Das kann dazu führen, dass die Jugendlichen frauenfeindlich werden oder auch erhöhte Gewaltbereitschaft haben — weil sie sehen, was da zugefügt wird und dass die dabei auch noch Lachen und Spaß haben! Da muss knallhart gesagt werden, das darf nur ein Erwachsener sehen — und da bin ich auch kompromisslos.
</p>
<p>
Natürlich gibt es <abbr title="Bondage &#038; Discipline, Dominance &#038; Submission, Sadism &#038; Masochism">BDSM</abbr>-Aufklärungsseiten, die müssen natürlich erhalten bleiben und die müssen auch zugänglich sein, für Menschen, die sich darüber informieren wollen, aber das kann man glaube ich sehr gut unterscheiden — und es ist ja jetzt nicht so, dass wenn etwas gelöscht oder gesperrt wird, dass so eine Seite sich nicht wehren kann: Da können dann die Betreiber sagen „Wir sind eine aufklärende Seite, die nur informieren möchte. Bei uns gibt es keine bedenklichen Inhalte“, dann wird es natürlich wieder hergestellt; das ist ja kein Problem.
</p>
<p>
<b><abbr title="Die Welt ist gar nicht so">D</abbr></b>: Eine <a href="http://www.hawaii.edu/PCSS/biblio/articles/1961to1999/1999-pornography-rape-sex-crimes-japan.html">Studie</a> kam 1999 zu dem Schluss, dass in Japan — einer für besonders exquisite Pornografie bekannten Nation — mit der zunehmenden Verfügbarkeit von pornografischem Material die Anzahl an Sexualstraftaten zurückging. Ähnliche Ergebnisse wurden bereits früher für Dänemark, Schweden und Westdeutschland festgestellt. Sie hingegen behaupten, Pornografie führe zu Gewalttätigkeit. Hat sich der Stand der Forschung seitdem verändert?
</p>
<p>
<b><abbr title="Conrad Clemens">CC</abbr></b>: Ich sage ja vor allem, dass es schwierig ist, für Minderjährige, für Kinder, dass da ein schwieriger Effekt ist für Leute, die eben noch in der Erziehung sind. Und da kann ich mir<em> nicht vorstellen</em>, dass diese Filmchen, die es da zu sehen gibt, irgendeinen positiven Effekt haben können.
</p>
<p>
<b><abbr title="Die Welt ist gar nicht so">D</abbr></b>: Können Sie auf Studien verweisen, die nicht nur sagen, dass Kinder jetzt mehr Pornos gucken, sondern daraus auch entsprechende Effekte ableiten?
</p>
<p>
<b><abbr title="Conrad Clemens">CC</abbr></b>: Ich kann nur auf dieses Institut der Charité verweisen, da sagt der Wissenschaftler [gemeint ist <a href="http://www.sexualmedizin.charite.de/institut/mitarbeiter/#c31477">Klaus Beier</a>, Direktor des <a href="http://www.sexualmedizin.charite.de/institut/">Instituts für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin</a>] ganz klar, dass es einen negativen Effekt hat. Es kann natürlich auch einen Wissenschaftler geben, der sagt, es hat einen positiven Effekt, aber das ist ja auch eine politische Entscheidung! Es gibt zu jedem Thema verschiedene Meinungen und zu jedem Thema unterschiedliche wissenschaftliche Studien und nicht immer kann man ganz klar sagen „Das ist der Effekt.“, aber wir sind ja in der Politik und wollen politische Entscheidungen treffen und wollen sagen: Wir setzen hier mal ein Stoppschild hin.
</p>
<p>
<b><abbr title="Die Welt ist gar nicht so">D</abbr></b>: Aber das muss doch faktenbasiert sein? Politik ist ja nicht nur Ideologie.
</p>
<p>
<b><abbr title="Conrad Clemens">CC</abbr></b>: Das ist richtig. Es muss dann ein Expertengremium geben — ich sage nicht, dass man jetzt von einem Wissenschaftler alles eins-zu-eins übernehmen soll — aber ich schlage ja genau das vor: Nehmt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Enqu%C3%AAte-Kommission_Internet_und_digitale_Gesellschaft">diese Enquête-Kommission</a>, die gerade gegründet wurde, diskutiert das da und sucht nach effektiven Lösungen!
</p>
<p>
Es ist ja nicht so, dass ich da schon Sachen in Gesetzesform habe und sage „Genau so muss es kommen!“; ich will einfach, dass darüber diskutiert wird — dass auch darüber nachgedacht wird, ob wir nicht vielleicht diese Pornografie stärker verbieten müssen. Das ist mein Ansinnen. Und ich bin nun weder Sexualexperte noch Informatiker, aber ich kann nur sagen: Es ist wichtig, dass wir darüber diskutieren und dass es eine Entwicklung ist, die wir nicht einfach so geschehen lassen. Wir sollten darüber reden und das sollten vor allem Experten tun.
</p>
<p>
<b><abbr title="Die Welt ist gar nicht so">D</abbr></b>: Letzte Frage: In Deutschland kann man mit deutschen Gesetzen sicher Einiges durchsetzen. Wie sieht ihre Vision für ausländische und insbesondere außereuropäische Anbieter von Pornografie aus?
</p>
<p>
<b><abbr title="Conrad Clemens">CC</abbr></b>: Wir haben ja auch in dem gleichen Text die Forderung von diesem „Schengen-Raum“: Dass versucht werden soll, einen einheitlichen Gesetzesraum zu schaffen, in dem wirklich international, über Grenzen hinweg, Anbieter auch verfolgt werden können. Wenn man zu dem Schluss kommt, dass man Pornografie stärker verbieten muss für Jugendliche, dann muss es das Ziel sein, das international zu machen.
</p>
<p>
<b><abbr title="Die Welt ist gar nicht so">D</abbr></b>: Ich danke Ihnen für die Beantwortung meiner Fragen. Wollen Sie zum Schluss noch etwas sagen, von sich aus?
</p>
<p>
<b><abbr title="Conrad Clemens">CC</abbr></b>: Wiegesagt, es geht um einen Denkanstoß, zu sagen: Irgendetwas muss getan werden, so kann es nicht weitergehen. Lasst uns zusammensitzen und versuchen, Lösungen zu finden!
</p>
<p>
<small>
Zur Vermeidung redundanter Formulierungen wurde das Transkript leicht gekürzt. Ein vollständiger Audio-Mitschnitt liegt vor.
</small>
</p>
<ins datetime="2010-07-15T20:52:55+00:00">
<p>
Conrad Clemens rief mich soeben an, ob man sich nicht <q>einigen</q> könnte, das Interview von meiner Seite zu nehmen. <strong>Nein, kann man nicht:</strong> Ich nehme zwar gerne stilistische Änderungen und inhaltliche Korrekturen vor (sollte Herr Clemens hinter einigen Äußerungen nicht oder nicht mehr stehen, trage ich eine Distanzierung gerne nach), meinen Lesern dieses Dokument vorzuenthalten, empfände ich aber als unfair.
</p>
</ins>
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		<item>
		<title>Rauchverbot: Gesünder diskutieren mit Filter</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/rauchverbot-gesunder-diskutieren-mit-filter</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 21:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bastelei]]></category>
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		<description><![CDATA[Julia Seeliger hat in den letzten Tagen gleich zwei Artikel zum per Volksentscheid festgeschriebenen Rauchverbot in Bayern produziert: Eine im Vorhinein der Abstimmung in der taz erschienene Polemik und einen erläuternden Blogeintrag, in dem sie das Regulierungsgebaren der Befürworter neben &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/rauchverbot-gesunder-diskutieren-mit-filter">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
<i>Julia Seeliger</i> hat in den letzten Tagen gleich zwei Artikel zum per Volksentscheid festgeschriebenen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Volksbegehren_%E2%80%9EF%C3%BCr_echten_Nichtraucherschutz!%E2%80%9C">Rauchverbot in Bayern</a> produziert: Eine im Vorhinein der Abstimmung in der <i>taz</i> erschienene <a href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/auf-eine-zigarette/">Polemik</a> und einen <a href="http://julia-seeliger.de/rauchverbot-die-grunen-nannys/">erläuternden Blogeintrag</a>, in dem sie das Regulierungsgebaren der Befürworter neben sonstiges grünes <em>Nannyverhalten</em> stellt (z.B. was <a href='http://www.google.com/search?q="renate+künast"+"dicke+kinder"'><em>dicke Kinder</em></a> angeht).
</p>
<p>
In den Kommentaren fallen nun übermäßig viele euphemisierende Formulierungen auf — gerade auf Seiten der Verbotsbefürworter. Um diesem Abhilfe zu schaffen, habe ich auf die Schnelle ein WordPress-Plugin gebastelt, das diskursverzerrende Begriffe durch politisch korrekte Alternativen ersetzt. Und so wird aus der verharmlosenden Formulierung „Ich als Nichtraucher bin ja für strikte Maßnahmen. Nichtraucherschutz ist eine Entscheidung der MEHRHEIT.“ nun das ehrlichere „Ich als militanter Nichtraucher bin ja für totale Maßnahmen. Rauchverbot ist eine Entscheidung der FASCHISTEN.“. <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/src/nichtraucherschutz.php"><i>So einfach ist das.</i></a>
</p>
<p>
<small>
Leider hat Julia das Plugin nicht installiert; ihr liegt wohl etwas mehr an ernsthaftem Diskurs als mir.
</small>
</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Podcast mit mspro</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/podcast-mit-mspro</link>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 11:26:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
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		<category><![CDATA[mspro]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurz vor seiner Abreise ins Land der unbegrenzten Tödlichkeiten traf ich mich mit Technik-Philosoph mspro (Blog, Twitter) auf einer Wiese am Ostkreuz, um über seinen bisherigen Werdegang, sowie Philosophie und Politik zu plaudern. Zwischendurch wurden wir von einem alkoholisierten Penner &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/podcast-mit-mspro">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Kurz vor seiner Abreise ins <em title="Die Vereinigten Staaten von Amerika">Land der unbegrenzten Tödlichkeiten</em> traf ich mich mit Technik-Philosoph <i>mspro</i> (<a href="http://mspr0.de/">Blog</a>, <a href="http://twitter.com/mspro">Twitter</a>) auf einer Wiese am Ostkreuz, um über seinen bisherigen Werdegang, sowie Philosophie und Politik zu plaudern. Zwischendurch wurden wir von einem alkoholisierten Penner gestört — aber hört selbst:
</p>
<audio src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/audio/podcasts/mspro.oga" controls="controls">
<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/audio/podcasts/mspro.oga">Download: Podcast mit <i>mspro</i></a>
</audio>
<p>
Es folgen nun einige Links zu den besprochenen Themen, bleiben sie dran.
</p>
<ins datetime="2010-10-14T16:58:12+00:00">
<p>
Im Juni 2010 hat die <abbr title="Frankfurter Allgemeinen Zeitung">FAZ</abbr>-Redaktion <i>mspro</i>s  Blog <a href="http://mspr0.de/?p=1468">gesperrt</a>, betreffende Links führten seitdem ins Leere (<a href="http://carta.info/29704/kein-systematischer-konflikt-stellungnahme-der-f-a-z-zur-causa-ctrl-verlust/">Stellungnahme der FAZ</a>, <a href="http://mspr0.de/?p=1478">mspros Reaktion</a>). Bis zum <a href="http://mspr0.de/?p=1654"><i xml:lang="en">relaunch</i></a> dauerte es ein Weilchen, aber seit Ende September sind zumindest die Texte <a href="http://www.ctrl-verlust.net/category/faz-import/">wieder verfügbar</a>; zugehörige Kommentare wurden leider nicht hinübergerettet.
</p>
</ins>
<span id="more-2351"></span>
<ul>
	<li><i>mspro</i>s Blog <del datetime="2010-10-14T16:58:12+00:00">bei der <abbr title="Frankfurter Allgemeinen Zeitung">FAZ</abbr></del>: <a href="http://www.ctrl-verlust.net">[Ctrl]-Verlust</a></li>
	<li>Frank Schirrmacher — <a href="http://www.amazon.de/Payback-Informationszeitalter-gezwungen-Kontrolle-zur%C3%BCckgewinnen/dp/389667336X/">PAYBACK</a> (Amazon, aber kein Partnerlink)</li>
	<li><i>mspro</i> erklärt <abbr title="Structured Query Language">SQL</abbr>: <a href="http://www.ctrl-verlust.net/die-tausend-tode-des-autors/"><i>Die tausend Tode des Autors</i></a></li>
	<li><i>mspro</i>s <i xml:lang="en">mission statement</i>: <a href="http://www.ctrl-verlust.net/die-krankenakte-von-tut-ench-amun/"><i>Die Krankenakte von Tut Ench Amun</i></a></li>
	<li><a href="http://hacks.mozilla.org/2009/06/connecting-html5-video/">HTML5-Gesichtserkennung im Browser</a></li>
	<li><a href="http://www.google.com/mobile/goggles/#text">Google Goggles</a></li>
	<li><a href="http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-1235741/Google-Goggles-Search-giant-blocks-facial-recognition-picture-search-app-privacy-concerns.html"><i>Privacy fears force search giant to block facial recognition application on Google Goggles </i></a></li>
	<li><a href="http://www.plomlompom.de/wiki/pmwiki.php?n=Mind.Mind"><i>plomlompom</i>s Wiki</a>, in das er seine persönlichen Daten einträgt</li>
	<li>Faschismusvorwürfe <del datetime="2010-10-14T16:58:12+00:00">gibt</del> <ins datetime="2010-10-14T16:58:12+00:00">gab</ins> es in den Kommentaren zum Artikel <a href="http://www.ctrl-verlust.net/managing-ctrl-verlust-iii-vorschlage-zu-einer-politik-der-herrschaftsfreien-kommunikation/"><i>Vorschläge zu einer Politik der herrschaftsfreien Kommunikation</i></a></li>
	<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Filippo_Tommaso_Marinetti">Marinetti</a>, Kulturminister unter Mussolini und Begründer des Futurismus</li>
	<li><a href="http://www.ctrl-verlust.net/managing-ctrl-verlust-ii-plattformneutralitat-als-politik/"><i>Plattformneutralität als Politik</i></a>, eine neue, von <i>mspro</i> vorgeschlagene Ideologie</li>
	<li>Aus der Plattformneutralität ergeben sich: <a href="http://www.ctrl-verlust.net/managing-ctrl-verlust-iii-vorschlage-zu-einer-politik-der-herrschaftsfreien-kommunikation/"><i>Vorschläge zu einer Politik der herrschaftsfreien Kommunikation</i></a></li>
	<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Niklas_Luhmann">Luhmann</a>, Soziologe, Philosoph und Gesellschaftstheoretiker, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Systemtheorie_%28Luhmann%29">Luhmanns Systemtheorie</a></li>
	<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diskurs#J.C3.BCrgen_Habermas">Der Diskursbegriff bei Habermas</a></li>
	<li>heise online: <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/YouTube-bleibt-in-der-Tuerkei-gesperrt-209521.html"><i>YouTube bleibt in der Türkei gesperrt</i></a> (allerdings nicht wegen des Genozids an den Armeniern, sondern wegen <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,470448,00.html">Beleidigung des Republikgründers Atatürk</a>)</li>
	<li><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Super_Bowl_XXXVIII_halftime_show_controversy">Janet Jacksons <i>nipple slip</i></a></li>
	<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Darknet"><i>Darknet</i></a></li>
	<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/BitTorrent"><i>BitTorrent</i></a> wird blockiert: <a href="http://www.focus.de/digital/internet/kabel-deutschland_aid_264070.html"><i>Kabel Deutschland: Internetanbieter bremst Tauschbörsen aus</i></a></li>
	<li>T-mobile (<em>nicht</em> T-online) hat einen <a href="http://www.t-mobile.de/tarifoptionen/0,20406,17775-_1603,00.html">Extratarif für <i xml:lang="en">Voice over <abbr title="Internet Protocol">IP</abbr></i></a></li>
	<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/BSD-Lizenz">BSD-Lizenzen</a> und <a href="http://www.gnu.org/licenses/gpl.html"><i>General Public License</i></a></li>
	<li>Google-Pressemeldung: <a href="http://www.google.com/intl/en/press/pressrel/ir_20090805.html"><i>Google to Acquire On2 Technologies</i></a>
<ul>
	<li>das aus dem On2-Ankauf hervorgegangene Medienformat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/WebM">WebM</a></li>
	<li>die <a href="http://www.webmproject.org/license/software/">zugehörige Lizenz</a> mit Patentschutzklausel</li>
</ul></li>
	<li><a href="http://www.eveonline.com/devblog.asp?a=blog&#038;bid=545">Ankündigung im Entwicklerblog</a> zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eve_online"><i>Eve Online</i></a>, einen Spielerbeirat einzusetzen, <a href="http://www.nytimes.com/2007/06/07/arts/07eve.html?pagewanted=all">Hintergrundartikel der <i>New York Times</i></a></li>
	<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Extensible_Messaging_and_Presence_Protocol"><abbr title="Extensible Messaging and Presence Protocol">XMPP</abbr></a> ist ein offenes Chatprotokoll, <a href="http://blog.facebook.com/blog.php?post=297991732130">Facebook kündigt Nutzung von XMPP an</a></li>
	<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Beckedahl">Markus Beckedahl</a>, Bürgerrechts-Lobbyist und Blogger</li>
	<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_D%C3%B6rmann">Martin Dörmann</a> war Chefunterhändler der <abbr title="Sozialdemokratische Partei Deutschlands">SPD</abbr> in Sachen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zugangserschwerungsgesetz">Zugangserschwerungsgesetz</a></li>
	<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Holm_Friebe">Holm Friebe</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sascha_Lobo">Sascha Lobo</a> — <a href="http://www.amazon.de/Wir-nennen-Arbeit-Intelligentes-Festanstellung/dp/3453120922/"><i>Wir nennen es Arbeit</i></a> (Amazon)</li>
	<li>Blogeintrag von <i>mspro</i>: <a href="http://mspr0.de/?p=710">Berlin und das Glück</a></li>
	<li>die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Yzo-WOQC2iI">Twitterlesung auf der <i>re:publica 2010</i></a> bei Youtube</li>
	<li><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jeff_Jarvis">Jeff Jarvis</a>, Journalist und Blogger</li>
	<li><a href="http://wir.muessenreden.de/"><i>Wir müssen reden</i></a>, Podcastreihe mit <i>mspro</i> und <a href="http://twitter.com/343max"><i>343max</i></a></li>
	<li><a href="http://medienradio.org/mr/mr022-mspro/"><i>mspro</i> beim Medienradio</a></li>
	<li>der erwähnte <a href="http://www.qype.co.uk/place/830420-Burgers-Berlin-Berlin">Burgerladen am Ostkreuz</a></li>
</ul>]]></content:encoded>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 06:22:50 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gerade hat der Bundespräsident das Netzsperren-Gesetz dann doch noch unterzeichnet, da wird bereits schon ausgeholt für die nächsten Schlag gegen das freie Internet: Mit dem geplanten Jugendmedienstaatsvertrag (Entwurf) stehen Maßnahmen wie umfassende Internetsperren, Alterskennzeichnung von Webseiten und Sendezeiten im Internet &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/jugendmedienstaatsverbot">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Gerade hat der Bundespräsident das Netzsperren-Gesetz dann doch noch <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundespraesident-unterzeichnet-Websperren-Gesetz-933180.html">unterzeichnet</a>, da wird bereits schon ausgeholt für die nächsten Schlag gegen das freie Internet: Mit dem <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/jugendmedienschutz-internetfilter-durch-die-hintertuer/">geplanten Jugendmedienstaatsvertrag</a> (<a href="http://blog.odem.org/2010/01/12/Arbeitsentwurf-JMStV--Stand-2009-12-07.pdf">Entwurf</a>) stehen Maßnahmen wie <em>umfassende Internetsperren</em>, <em>Alterskennzeichnung von Webseiten</em> und <em>Sendezeiten im Internet</em> auf der Agenda. Genaueres findet man <a href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-stellungnahme.html">beim <abbr title="">AK Zensur</abbr></a>, Peter Kröner <a href="http://www.peterkroener.de/webworker-gegen-zensursula-2-0-und-kindernet/">fasst die Implikationen zusammen</a>:
</p>

<blockquote>
<ul>
<li>Es wird eine Art <mark>Deutschland-Intranet plus X</mark> erschaffen — für ein paar kommerzielle große Websites aus dem Ausland wird es sich sicher lohnen, den <abbr title="Jugendmedienstaatsvertrag">JMStV</abbr> zu befolgen, für euer liebstes […] Blog aus Übersee sicher nicht. Dieses wird dann also einfach geblockt und das war‘s. Ein ähnliches Schicksal könnte viele Websites und Dienste ereilen: Github, Microformats.org, der HTML5-Entwurf der WHATWG, sonstige wichtige Open-Source-Projekte [würden geblockt].</li>

<li>Der geneigte […] Blogger wird verpflichtet, seine <mark>Kommentare <q>zeitnah</q> auf Unbedenklichkeit […] zu prüfen</mark>. Weder weiß man, was <q>zeitnah</q> ist, noch dürften […] die meisten von uns juristisch genug geschult sein, um das zu beurteilen.</li>
<li>Wenn an allen Ecken und Enden Zäune und Schranken aufgestellt werden, wird es zunehmend <mark>unmöglich, in offenen Prozessen via Internet gemeinsam Wissen zu erarbeiten</mark> oder auch nur seine Euros zu verdienen — selbst wenn hierbei alle beteiligten Personen über 18 sein sollten, wenn etwas gesperrt oder erst ab 22 Uhr zugänglich ist, ist das nicht zu ändern.</li>
</ul>
</blockquote>

<p>
Gerrit van Aaken <a href="http://praegnanz.de/weblog/jugendmedienschutz-staatsvertrag-jmstv-bedroht-das-freie-internet">prognostiziert</a> hierzu treffend: <q>Der nächste Schritt in diesem Wahnsinn wäre höchstwahrscheinlich ein Genehmigungsverfahren, bei dem man Sendelizenzen für das Internet erwerben kann.</q>
</p>

<p>
Als welche moralische Instanz sich die entsprechenden Stellen positionieren, ist anhand des <a href="http://www.kjm-online.de/files/pdf1/Dritter_Bericht.pdf"><i>dritten Berichts der <abbr title="Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten">KJM</abbr> über die Durchführung der Bestimmungen
des JMStV</i></a> erkenntlich: Im Bericht werden u.A. <q>pornografische[n] Abbildungen</q> mit <q>außergewöhnliche[n] und bizarre sexuelle[n] Praktiken […]</q> (Seite 41) als Teilgebiet des bisherigen Engagements genannt; weiterhin als „Problemfelder“ charakterisiert werden Rapmusik (Seite 35) und netzwerkbasierte Computerspiele (Seite 43f), wobei hier insbesondere <i>user generated content</i> als Gefahr eingestuft wird (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spore_%28Computerspiel%29">Spore</a> lässt <a href="http://www.cad-comic.com/cad/20080627">grüßen</a>). Besonders im Hinblick auf die neuen Vorschriften zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jugendpornografie">Jugendpornografie</a> bedeutsam erscheint:
</p>

<blockquote cite="http://www.kjm-online.de/files/pdf1/Dritter_Bericht.pdf">
<p>
Auch Jugendliche selbst stellen über die vielfältigen technischen Möglichkeiten – die immer einfacher zu handhaben sind und immer günstiger zur Verfügung stehen – Inhalte ins Netz, die nicht unbedingt den gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen entsprechen.
</p></blockquote>

<p>
Selbst gibt man zu (Abschnitt B.10.1, Seite 41):
</p>

<blockquote cite="http://www.kjm-online.de/files/pdf1/Dritter_Bericht.pdf">
<p>
Die KJM hatte sich bereits im Jahr 2003 mit dem Thema befasst und Sperrungsverfügungen gegen Access-Provider von Anfang an als mögliche <i>ultima ratio</i>-Maßnahme angesehen.
</p>
</blockquote>

<p>
Noch deutlicher wird nur an einer Stelle, mit welcher Ideologie wir es hier zu tun haben: Kapitel C.2 (Seite 55) ist überschrieben mit <em><q>Das Internet darf kein <a href="http://kontextschmiede.de/von-der-wachsenden-relevanz-rechtsfreier-raume/">rechtsfreier Raum</a> sein</q></em>.
</p>

<p>
Wie es um existierende Jugendmedien nach dem Beschluss eines derartigen Staatsvertrages bestellt sein könnte, lässt sich übrigens erahnen: Die <a href="http://www.google.com/search?q=b+random">Google-Suche nach „b random“</a> brachte bis vor einiger Zeit keinen Link auf <i>4chan /b/</i>, weil die entsprechende Seite auf einer Zensurliste stand (siehe mein <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/interview-moot-of-4chan-part-1">Interview mit <i>moot</i></a>). Und auch bei der <a href="http://www.google.de/search?q=bernd+krautchan">Suche nach „bernd krautchan“</a> werden aktuell mehrere Suchergebnisse zensiert — <a href="http://www.chillingeffects.org/notice.cgi?sID=815">dank deutscher Behörden</a> (Krautchan selber taucht <a href="http://krautchan.net/robots.txt">auf Wunsch der Betreiber</a> nicht auf).
</p>

<p>
<strong>
Ein Portal mit umfangreichen Informationen zum Engagement gegen dieses Gesetzesvorhaben gibt es <a href="http://wiki.piratenpartei.de/JMStV">im Wiki der Piratenpartei</a>.
</strong>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/jugendmedienstaatsverbot/feed</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Die alte Frau und das Netz</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/nichts-horen-nichts-sehen-nichts-sagen-live</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/nichts-horen-nichts-sehen-nichts-sagen-live#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 18:53:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rants]]></category>
		<category><![CDATA[bernd]]></category>
		<category><![CDATA[cdu]]></category>
		<category><![CDATA[kinderporno]]></category>
		<category><![CDATA[krautchan]]></category>
		<category><![CDATA[zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Dann kommen sie Schlag auf Schlag, die jungen, vergewaltigten Kinder (die alte Dame hält sich erschrocken den Mund zu), der Millionenmarkt mit seinen Drahtziehern (die alte Dame hält sich die Ohren zu), die ahnungslosen Surfer, die von kinderpornografischem Material angefixt &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/nichts-horen-nichts-sehen-nichts-sagen-live">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p>
Dann kommen sie Schlag auf Schlag, die jungen, vergewaltigten Kinder (die alte Dame hält sich erschrocken den Mund zu), der Millionenmarkt mit seinen Drahtziehern (die alte Dame hält sich die Ohren zu), die ahnungslosen Surfer, die von kinderpornografischem Material angefixt werden (die alte Dame schließt die Augen) und immer wieder: die armen Kinder (die alte Dame weint).
</p>
</blockquote>
<p>
Nichts grundsätzlich neues <a href="http://www.maltehuebner.com/und-eine-alte-frau-weint/">schreibt Malte Hübner</a> da; es sollte hinreichend bekannt sein, wie die auswendig gelernten Phrasen der Ursula von der Leyen klingen und was ihre Wirkungsabsicht ist. Schön formuliert ist sie allerdings allemal, die Erzählung von den Vorkommnissen einer <abbr title="Christlich Demokratische Union">CDU</abbr>-Veranstaltung, bei der die Familienministerin von einem <del>gefährlichen Terroristen</del> <ins>unhöflichen Störer</ins> mit Wasser <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b462a6bf">attackiert wurde</a> (auf der <i>kritischen Internetplattform</i> Krautchan ist <i>latürnich</i> wieder mal ein <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/screenshots/krautchan/uschi-wasserbombe.png">Geständnis</a> aufgetaucht).
</p>
<p>
Angesichts der immer gleichen bizarren Schreckensrhetorik frage ich mich übrigens, wie absurd effekthascherisch die strategisch verbreiteten Geschmacklosigkeiten noch werden können, bevor die Zielgruppe sich vollends verarscht fühlt (nein, ich rechne nicht damit, dass das je passiert). Wie wäre es denn hiermit ?
</p>
<blockquote>
<p>
Wenn ich von Kinderpornografie im Internet spreche, spreche ich nicht davon, dass nackte Kinder posieren; das ist schlimm genug. Ich spreche von Babys, die gefesselt von der Decke hängen und mit Harken so lange vergewaltigt werden, bis sie an inneren Verletzungen sterben, während Millionen von Menschen jeweils 1000 Euro pro Stunde bezahlen, um sich das live im Internet anzuschauen. Das ist das Problem, über das wir hier reden.
</p>
</blockquote>    ]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Party am Kanzleramt — mit ohne Ackermann</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/party-am-kanzleramt-%e2%80%94-mit-ohne-ackermann</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/party-am-kanzleramt-%e2%80%94-mit-ohne-ackermann#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Aug 2009 19:27:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[ackermann]]></category>
		<category><![CDATA[grüne]]></category>
		<category><![CDATA[kanzleramt]]></category>
		<category><![CDATA[party]]></category>

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		<description><![CDATA[Merkel soll ja für Ackermann eine rauschende Party im Kanzleramt geschmissen haben. Spontan wurde heute wurde weitergefeiert, mit bunten Hütchen und noch hedonistischeren Gästen. Hier ein Exklusivbild — weitere gleich nach dem Klick, mehr und hochauflösendere Fotos hier: Partystimmung vor &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/party-am-kanzleramt-%e2%80%94-mit-ohne-ackermann">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Merkel soll ja für Ackermann <a href="http://www.google.com/news/search?q=ackermann+party+kanzleramt">eine rauschende Party im Kanzleramt</a> geschmissen haben. <a href="http://twitter.com/zeitrafferin/status/3530914801">Spontan</a> wurde heute wurde <a href="http://julia-seeliger.de/ackermann-geburtstag-fur-alle/">weitergefeiert</a>, mit bunten Hütchen und noch hedonistischeren Gästen. Hier ein Exklusivbild — weitere gleich nach dem Klick, mehr und hochauflösendere Fotos <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/fotos/demo/ackermann-geburtstag/">hier</a>:
</p>
<figure item="work"><img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/fotos/demo/ackermann-geburtstag/thumbs/2009-08-25%2015.20.51.jpg" itemprop="about" alt="Eine bunt bekleidete Gruppe Menschen steht auf dem Platz vor dem Kanzleramt. Einige tragen bunte, spitze Hüte. Im Hintergrund ist der berliner Hauptbahnhof zu sehen."/>
    <legend>
        <span itemprop="title">Partystimmung vor dem Kanzleramt</span>
        <a itemprop="author" href="http://dieweltistgarnichtso.net">Nils Dagsson Moskopp</a>
        <small>
            <a itemprop="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/" style="">
                <abbr title="Creative Commons Namensnennung">CC-BY</abbr>
            </a>
        </small>
    </legend>
</figure>
<span id="more-1146"></span>
<figure item="work"><img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/fotos/demo/ackermann-geburtstag/thumbs/2009-08-25%2015.22.36.jpg" itemprop="about" alt="Eine Person mit Josef-Ackermann-Maske zeigt das Victory-Zeichen."/>
    <legend>
        <span itemprop="title">Geburtstagskind Ackermann mit gewohnter Geste</span>
        <a itemprop="author" href="http://dieweltistgarnichtso.net">Nils Dagsson Moskopp</a>
        <small>
            <a itemprop="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/" style="">
                <abbr title="Creative Commons Namensnennung">CC-BY</abbr>
            </a>
        </small>
    </legend>
</figure>


<figure item="work"><img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/fotos/demo/ackermann-geburtstag/thumbs/2009-08-25%2015.26.23.jpg" itemprop="about" alt="Ein Journalist und ein Kameramann interviewen eine mit grünem Oberteil bekleidete Frau."/>
    <legend>
        <span itemprop="title">Vertreter der traditionellen Medien berichten</span>
        <a itemprop="author" href="http://dieweltistgarnichtso.net">Nils Dagsson Moskopp</a>
        <small>
            <a itemprop="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/" style="">
                <abbr title="Creative Commons Namensnennung">CC-BY</abbr>
            </a>
        </small>
    </legend>
</figure>
<figure item="work"><img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/fotos/demo/ackermann-geburtstag/thumbs/2009-08-25%2015.24.07.jpg" itemprop="about" alt="Eine Polizistin redet mit Partygästen."/>
    <legend>
        <span itemprop="title">Auch die Sicherheitskräfte sind interessiert</span>
        <a itemprop="author" href="http://dieweltistgarnichtso.net">Nils Dagsson Moskopp</a>
        <small>
            <a itemprop="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/" style="">
                <abbr title="Creative Commons Namensnennung">CC-BY</abbr>
            </a>
        </small>
    </legend>
</figure>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Tristan und die Kanzlerin</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/tristan-und-die-kanzlerin</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/tristan-und-die-kanzlerin#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 14:47:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Audio]]></category>
		<category><![CDATA[Fiktion]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Merkels Titten]]></category>
		<category><![CDATA[Originärer Inhalt]]></category>
		<category><![CDATA[fragment]]></category>
		<category><![CDATA[kanzlerin]]></category>
		<category><![CDATA[tristan]]></category>

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		<description><![CDATA[Download Tristan und die Kanzlerin erlehmann CC-BY]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[        <figure item="work"><audio src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/audio/tristan-und-die-kanzlerin.oga" itemprop="about" controls="controls"><a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/audio/tristan-und-die-kanzlerin.oga">Download</a></audio>
            <legend>
                <span itemprop="title">Tristan und die Kanzlerin</span>
                <a itemprop="author" href="http://dieweltistgarnichtso.net">erlehmann</a>
                <small>
                    <a itemprop="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/">
                        <abbr title="Creative Commons Namensnennung">CC-BY</abbr>
                    </a>
                </small>
            </legend>
        </figure>

    ]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Deep Packet Inspection &#8211; eine Risikotechnologie</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/deep-packet-inspection-eine-risikotechnologie</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/deep-packet-inspection-eine-risikotechnologie#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 May 2009 06:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[dpi]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[qos]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.dieweltistgarnichtso.net/?p=799</guid>
		<description><![CDATA[Das folgende Kurz-Essay entstand im Rahmen des Kurses Technische Informatik 2 und sollte der Allgemeinheit meiner Meinung nach nicht vorenthalten werden — vielleicht kann man das ja noch brauchen: Seit einigen Jahren ist es möglich, im Internet übertragene Pakete in &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/deep-packet-inspection-eine-risikotechnologie">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><small>
Das folgende Kurz-Essay entstand im Rahmen des Kurses <i>Technische Informatik 2</i> und sollte der Allgemeinheit meiner Meinung nach nicht vorenthalten werden — vielleicht kann man das ja noch brauchen:
</small></p>
<p>
Seit einigen Jahren ist es möglich, im Internet übertragene 
Pakete <em>in Echtzeit</em> zu analysieren; dieses Verfahren wird als <i>Deep 
Packet Inspection</i> (<abbr title="Deep 
Packet Inspection">DPI</abbr>) bezeichnet. Es geht häufig einher mit der 
Klassifizierung und subsequenten Filterung bzw. Umleitung 
einzelner Pakete oder gar bestimmter Datenströme. DPI 
repräsentiert zweifellos eine neue Qualität der Analyse — statt 
der ausschließlichen Nutzung des eigentlich dafür vorgesehenen 
Kopfteils (<i>header</i>) wird nun auch und insbesondere der Datenteil 
(<i>body</i>) erfasst und ausgewertet. Telekommunikations-Unternehmen 
wie Cisco stellen mittlerweile dedizierte Geräte (sog. 
<i>Appliances</i>) her, die diese Aufgabe vollautomatisch erledigen.
</p>
<p>
Die Nutzungsformen (<i>use cases</i>) von DPI lassen sich grob in drei 
Felder einteilen: Überwachung, Markierung, und Filterung. Keiner 
dieser Fälle scheint <em>per se</em> inakzeptabel: Überwacht werden kann 
etwa ein Terrorist, als „eilig“ markiert werden kann dringender 
Datenverkehr, gefiltert werden können Steuerungsanweisungen für 
Schadsoftware. Eher unerfreulich anmutende Anwendungsfälle sind 
da bereits spektakulärer, etwa die anlasslose Überwachung 
jeglichen Datenverkehrs — geschehen in den <abbr>USA</abbr> bei einer 
Kooperation des Geheimdienstes <abbr>NSA</abbr> mit dem 
Telekommunikationsgiganten <i><abbr>AT&#038;T</abbr></i> — oder die künstliche 
Verlangsamung bestimmter Inhalte wie Internet-Telefonie 
(<i>Voice-over-IP</i>) oder verteilter Downloads (<i>Bittorrent</i>). 
Spätestens seit der Berichterstattung von Olympia im öffentlichen 
Bewusstsein verankert ist auch die <i>Great Chinese Firewall</i>, die 
von der Regierung unerwünschte Inhalte mehr oder zuverlässig 
blockiert.
</p>
<p>
Es lässt sich feststellen, dass DPI ein profundes Misstrauen über 
die Natur der analysierten Daten zu Grunde liegt. Traditionell 
ist der Datenverkehr im Internet nach einem Schichtenmodell 
organisiert, dass z.B. die Anwendungsdaten von den 
Transportinformationen separiert. Eine umfassende Betrachtung von 
Datenpaketen hebt diese Trennung wieder auf, eine Komponente 
dieses Misstrauens regt sich also gegen die formale Struktur des 
Internets. Weiterhin wird — wie bereits eingangs erwähnt — der 
Datenteil ausgewertet; diese Komponente des Misstrauens richtet 
sich also gegen die Inanspruchnehmer des 
Telekommunikationsdienstes, d.h die (Mit-)Nutzer des Netzes. Die 
Leitidee: Umfassende Kenntnis der Kommunikations-Inhalte 
ermöglicht eine wesentlich effizientere Verwaltung von 
Datenströmen.
</p>
<p>
Einsatzmöglichkeiten von DPI haben also die die Gemeinsamkeit, 
dass sie eine Diskriminierung aufgrund von Nachrichteninhalten 
ermöglichen; der Netzbetreiber (<i>provider</i>) — so die Annahme 
ebendieses — weiß am Besten, welche Inhalte wie zu behandeln 
sind. An dieser Stelle treten jedoch zwei Problematiken auf: 
Zunächst mag es verschiedene Anbieter mit unterschiedlicher 
Agenda geben, deren Richtlinien fundamentale Inkompatibilitäten 
aufweisen — man denke sich etwa einen Provider in den 
Niederlanden, den anderen in China. Logische Konsequenz wäre eine 
teilweise Zersplitterung des Internets anhand ideologischer oder 
geografischer Grenzen, einen fundamentale Infragestellung der 
Idee globaler Konnektivität. Bei der Verlagerung der Betrachtung 
auf die lokale Ebene — innerhalb des Netzbereiches eines 
Betreibers — wird weiterhin deutlich, das hier auch eine Gefahr 
für das Innovationspotential des Netzes besteht: Die Möglichkeit, 
mit Einsatz von DPI bestimmte Datenströme zu priorisieren und 
andere zu blockieren wird bereits genutzt, um vom Provider 
unerwünschte Konkurrenz zu benachteiligen und eigene Angebote 
aufzuwerten; so blockiert etwa der deutsche Netzbetreiber 
<i>T-Mobile</i> Daten des Internettelefonieprogramms <i>Skype</i>, sofern diese 
von Mobiltelefonen wie dem <i>Iphone</i> kommen.
</p>
<p>
Meiner Meinung nach überwiegen die Nachteile dieser Technologie 
die vorhandenen Vorteile: Wenngleich effizientere Auslastung der 
Netzwerk-Infrastruktur und Behinderung von Schadsoftware im 
Interesse aller Beteiligten ist, so ist das Missbrauchspotential 
im Hinblick auf Privatsphäre, Zuverlässigkeit der Infrastruktur 
und freien Wettbewerb einfach zu groß, als dass man die Nutzung 
von DPI in globalen Netzwerken vorbehaltlos erlauben könnte. Dass 
hier ein nachhaltiger netzpolitikischer Ansatz gefunden wird, die 
oben beschriebenen Szenarien wirksam zu verhindern, ist 
angesichts des technischen Unverständnisses der sog. 
„<i>Internet-Ausdrucker</i>“ in Brüssel und Washington allerdings mehr 
als fragwürdig.
</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>In Sachen Feldpost</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/in-sachen-feldpost</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/in-sachen-feldpost#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 01:25:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[feldpost]]></category>
		<category><![CDATA[netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[post]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.dieweltistgarnichtso.net/?p=745</guid>
		<description><![CDATA[Verfremdetes Logo des Logistikdienstleisters DHL International GmbH Am Mittwoch wies die taz auf ein in Mode gekommenes Anschlagsziel linker Spinner militanter Antimilitaristen hin — den Kriegslogistiker DHL, d.h. die Deutsche Post AG, genauer genommen deren Fahrzeuge — DHL ist nämlich &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/in-sachen-feldpost">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<figure>
<img src="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/uploads/deutsche-heeres-logistik.jpg" alt="Deutsche Heeres Logistik (Logo)"/>
<legend>Verfremdetes Logo des Logistikdienstleisters <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/DHL"><i><abbr title="Dalsey Hillblom Lynn">DHL</abbr> International GmbH</i></a></legend>
</figure>
<p>
Am Mittwoch <a href="http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/brennende-fahrzeuge-beschmierte-briefkaeste/">wies</a> die <abbr title="die tageszeitung">taz</abbr> auf ein in Mode gekommenes Anschlagsziel <del>linker Spinner</del> <ins>militanter Antimilitaristen</ins> hin — den <q>Kriegslogistiker <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/DHL"><i>DHL</i></a></q>, d.h. die <i>Deutsche Post <abbr title="Aktiengesellschaft">AG</abbr></i>, genauer genommen deren Fahrzeuge — DHL ist nämlich auch für die Bundeswehr tätig. Die Situation ist offenbar akut: In <a href="http://dhl.blogsport.de/2009/01/21/dhl-transporter-angezuendet/">Berlin</a>, <a href="http://directactionde.blogspot.com/2009/03/kleintransporter-von-post-in-brand.html">Hamburg</a>, <a href="http://de.indymedia.org/2009/03/244610.shtml">Karlsruhe</a> gingen bereits Posttransporter in Flammen auf; es ist wohl kaum damit zu rechnen, dass diese Kampagne rasch ein Ende findet.
</p>
<p>
Die <a href="http://dhl.blogsport.de/">Fürsprecher</a> derartiger Aktionen haben übrigens <a href="http://dhl.blogsport.de/agitprop/">bemerkenswerte Propaganda</a> auf Lager: Von <a href="http://dhl.blogsport.de/images/plakat2.pdf">subversiven Plakaten</a> bis hin zu <a href="http://dhl.blogsport.de/images/dhl_kamp.pdf">Positionspapieren</a>, in denen man pragmatisch klarstellt, dass <q>die DHL […] deshalb so angreifbar [ist], weil in jedem Dorf ein Briefkasten, in jeder Stadt ein Postamt steht.</q>
</p>
<p>
<i>Gewalt gegen <em>Infrastruktur</em></i> scheint also hier die Losung zu sein, nach der die Brandstifter handeln. Und ohne jetzt in eine Diskussion über Krieg, Selbstjustiz oder Gewalt gegen Sachen zu verfallen, fällt mir sofort ein Grund ein, an dem ich — und jeder ebenfalls an nachhaltiger Entwicklung interessierter Mensch — dieses Treiben ablehnen muss. Die <em>selektive Behinderung von Paketen</em> verstößt nämlich gegen das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Netzneutralit%C3%A4t">Prinzip der Netzneutralität</a> und steht damit auf einer Ebene wie Netzzensur gegen Kinderpornos und der Forderung nach einem <a href="http://www.jusos.de/index.php?id=179&#038;tx_ttnews[tt_news]=1611&#038;tx_ttnews[backPid]=83&#038;cHash=8091765cd6">nazifreien Internet</a>.
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		<title>Beim Betteln erwischt: Amt kürzt Zahlungen</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 03:40:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fiktion]]></category>
		<category><![CDATA[Misantropie als Bewältigungsstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[Originärer Inhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[finanzkrise]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Mitarbeiter des Göttinger Sozialamtes hat einer notleidenen Bank, die er eigenen Angaben zufolge mehrfach beim Betteln gesehen hatte, die Unterstützung gekürzt. Der Mitarbeiter des Fachbereichs Konjunktur kündigte in einem diesem Blog vorliegenden Schreiben an, einen Betrag von 1,2 Milliarden &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/beim-betteln-erwischt-amt-kurzt-zahlungen">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Ein Mitarbeiter des <i>Göttinger Sozialamtes</i> hat einer notleidenen Bank, die er eigenen Angaben zufolge mehrfach beim Betteln gesehen hatte, die Unterstützung gekürzt. Der Mitarbeiter des Fachbereichs Konjunktur kündigte in einem diesem Blog vorliegenden Schreiben an, einen Betrag von <em>1,2 Milliarden Euro</em> als Einkommen durch Betteln von der Krisenhilfe abzuziehen. Die Summe habe er hochgerechnet, nachdem er die Bank mehrfach beim Betteln im Finanzministerium gesehen habe.
</p>
<p>
Bernd Grönig vom <i>Paritätischen Wohlfahrtsverband Göttingen</i> reagierte erschüttert: <q>So weit unten waren wir noch nie.</q> Das Schreiben des Finanzamts sei demütigend und unterstelle, dass die Bank durch Betteln beim Bund ein <em>regelmäßiges</em> Einkommen habe. Der Wohlfahrtsverband überprüft den Angaben zufolge nun, ob die Hochrechnung und die damit verbundene Kürzung rechtens sind.
</p>]]></content:encoded>
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		<title>WLAN für Berlin: Bald Start des Pilotprojekts</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Mar 2009 01:04:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[stefanziller]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute Gestern morgen habe ich mir nach einem Hinweis des Abgeordneten Stefan Ziller ins preußische Parlament Berliner Abgeordnetenhaus begeben, um mir die 32. Sitzung des Ausschusses für Verwaltungsreform, Kommunikations- und Informationstechnik anzuschauen — das Thema „WLAN für Berlin“ stand auf &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/wlan-fur-berlin-bald-start-des-pilotprojekts">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
<del datetime="2009-03-13T01:04:34+00:00">Heute</del> <ins datetime="2009-03-13T01:04:34+00:00">Gestern</ins> morgen habe ich mir nach einem <a href="http://www.stefan-ziller.de/2009/freies-wlan-fuer-berlin-noch-viele-fragen-offen/">Hinweis</a> des Abgeordneten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Ziller">Stefan Ziller</a> ins <del>preußische Parlament</del> <ins><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Abgeordnetenhaus">Berliner Abgeordnetenhaus</a></ins> begeben, um mir die 32. Sitzung des Ausschusses für Verwaltungsreform, Kommunikations- und Informationstechnik anzuschauen — das Thema „<abbr title="Wireless Local Area Network">WLAN</abbr> für Berlin“ stand auf der auf der <a href="http://www.parlament-berlin.de/ados/16/VerwRefKIT/einladung/vrk16-32-e.pdf">Tagesordnung</a>. Nun also die Fakten:
</p>
<ul>
<li>Der Senat wird kein Funknetz betreiben, sondern die Errichtung eines Netzes unterstützen. Man will hierzu hauptsächlich mit <q>zertifizierten Netzbetreibern</q> zusammenarbeiten und ist aktuell mit zwei Unternehmen im Gespräch.</li>
<li>Dieses Netz soll — das wurde mehrmals erwähnt — aus <i>kommunizierenden Hotspots</i> bestehen, also ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ad-hoc-Netz">Mesh-Netzwerk</a> sein.</li>
<li>Der Basisdienst wird vermutlich bestimmten Beschränkungen in (Bezug auf Geschwindigkeit, Zeit oder verfügbare Dienste / Ports) unterliegen.</li>
<li>Zielgruppe sollen nicht nur Touristen sein, sondern <em>alle</em>. Man erkennt die Bedeutung von Funknetzen für die berliner Kreativwirtschaft an (siehe auch den <a href="http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-kultur/towinternet/kuwi_bericht_2008_100.pdf">Kulturwirtschaftsbericht Berlin 2008</a>, Abschnitt 5.6)</li>
<li>Die Einrichtungskosten sollen sich in der <q>100.000€-Größenordnung</q> befinden. Über Kosten für die Nutzer ist noch nichts bekannt.</li>
<li>Der Zeitplan für das Pilotprojekt sieht vor, dass dieses <q><abbr title="as soon as possible">ASAP</abbr></q> startet, angepeilt wird ein Beginn in zwei Wochen. Das Testnetz soll dann <q>drei Monate plus X</q> betrieben werden, um weitere Erkenntnisse zu erlangen.</li>
</ul>
<p>
Die Frage Zillers, inwiefern Berlin sich auf Bundesebene für Rechtssicherheit beim Öffnen privater Funknetze (Stichwort <a href="http://www.heise.de/suche/?q=St%C3%B6rerhaftung+WLAN&#038;search_submit=Suchen&#038;rm=search">Störerhaftung</a>) einsetzt, wurde nicht positiv beantwortet — offenbar hält man es im Senat nicht für notwendig, derartige Handlungsmöglichkeiten zu prüfen. <a href="http://www.stefan-ziller.de/2009/freies-wlan-im-ausschuss-noch-alles-offen/">In seinem Blog</a> zeigt sich er folglich unzufrieden damit; <q>Denn es ist schon paradox einerseits BürgerInnen quasi zu verpflichten ihre WLan-Netze dicht zu machen, aber anderseits ein freies WLan aufzubauen.</q>.
</p>
<p>
Was die Einbeziehung der Freifunk-Community angeht: Gespräche wurden offenbar vor einiger Zeit bereits geführt — welches Ausmaß diese erreichten, konnte ich allerdings nicht in Erfahrung bringen; <a href="https://cven.crew.c-base.org/">cven</a> meinte jedoch, er wolle den Kontakt wieder auffrischen. Inwiefern man sich mit anderen Stadtverwaltungen kurzgeschlossen hat, wurde nicht erörtert.
</p>
<p>Fun fact: Die Federführung liegt in der Wirtschaftsverwaltung, genauer gesagt im Bereich für „Wirtschaft, Technologie und Frauen“ — auf der Visitenkarte des Verantwortlichen steht allen Ernstes „<abbr title="What The Fuck">WTF</abbr>“.
</p>]]></content:encoded>
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