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	<title>Die Welt ist gar nicht so. &#187; guttenberg</title>
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	<description>Sie ist ganz anders.</description>
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		<title>guttenviz reloaded</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jun 2011 18:14:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bastelei]]></category>
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		<description><![CDATA[Die letzten beiden Tage habe ich ein bisschen an guttenviz gebastelt, einem interaktiven Überblick über die beim GuttenPlag-Wiki gelisteten Plagiatsfragmente in Karl-Theodor Freiherr zu Guttenbergs Dissertation. Zusammengehackt hatte ich den bereits im Februar – Netzpolitik.org berichtete und auch im 2. &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/guttenviz-reloaded">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/src/guttenviz/"><img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/screenshots/web/thumbs/guttenviz.png" alt="Bildschirmfoto: Barcode, darunter der Hinweis „5 Fragmente auf Seite 123“." /></a>
<p>
Die letzten beiden Tage habe ich ein bisschen an <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/src/guttenviz/"><i>guttenviz</i></a> gebastelt, einem interaktiven Überblick über die beim <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki"><i>GuttenPlag</i>-Wiki</a> gelisteten Plagiatsfragmente in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Plagiatsaff%C3%A4re_Guttenberg">Karl-Theodor Freiherr zu Guttenbergs Dissertation</a>. <span title="Diese Software wurde zu 70% in Unterwäsche geschrieben.">Zusammengehackt</span> hatte ich den bereits im Februar – <a href="http://www.netzpolitik.org/2011/neue-visualisierung-und-navigierung-fur-guttenplag-wiki/1"><i>Netzpolitik.org</i> berichtete</a> und auch im <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/2._Zwischenbericht">2. Zwischenbericht von <i>GuttenPlag</i></a> wird <i>guttenviz</i> erwähnt.
</p>
<p>
Seitdem wurde die Schnittstelle zum <i>GuttenPlag</i>-Wiki allerdings abgeändert, bis <i>guttenviz</i> irgendwann nicht mehr funktionierte; die Fachwelt nennt so etwas <a href="http://www.catb.org/jargon/html/B/bit-rot.html"><i>bit rot</i></a>. Damit das nicht mehr passieren kann, wird die <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/src/guttenviz/guttenplag.csv">Liste der Fragmente</a> nun nicht mehr automatisch generiert: Sie liegt statt dessen als statische <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/CSV_(Dateiformat)"><abbr title="Comma-Separated Value">CSV</abbr>-Datei</a> vor und kann somit auch vom Tabellenkalkulationsprogramm eurer Wahl geladen werden. Zudem hat die dargestellte Tabelle mehr Rand und weniger Spalten, sie sollte so etwas ordentlicher aussehen.
</p>
<p>
Der <a href="https://github.com/erlehmann/guttenviz"><i>guttenviz</i>-Quellcode</a> ist auf <i>GitHub</i> verfügbar; Dank an dieser Stelle an <a href="https://github.com/fiesh"><i>fiesh</i></a> und <a href="https://github.com/kahrl"><i>kahrl</i></a>, die den von ihnen geschriebenen PHP-Code unter der <a href="http://www.opensource.org/licenses/bsd-license.php">2-Klausel-<abbr title="Berkeley Software Distribution">BSD</abbr>-Lizenz</a> bereitstellen.
</p>
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		<title>Postjournalismus – Warum Guttenberg kein Pirat und Khuê Pham keine gute Journalistin ist</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/postjournalismus</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/postjournalismus#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Mar 2011 15:40:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Freie Lizenzen]]></category>
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		<description><![CDATA[Kaum ist der Lügenbaron abserviert, wagen sich auch außerhalb Facebooks jene hervor, die in der Affäre Guttenberg ihr simples Weltbild bestätigt sehen – oder auch einfach nur steile Thesen in den Raum stellen wollen. So behauptet etwa Khuê Pham unter &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/postjournalismus">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>
Kaum ist der Lügenbaron abserviert, wagen sich auch außerhalb Facebooks jene hervor, die in der Affäre Guttenberg ihr simples Weltbild bestätigt sehen – oder auch einfach nur steile Thesen in den Raum stellen wollen. So behauptet etwa Khuê Pham unter der Überschrift <a href="http://www.zeit.de/2011/10/Guttenberg-Ruecktritt-Internet?page=all"><i>Er war ein Pirat</i></a>, Karl-Theodor zu Guttenberg sei <q>seinen Jägern</q> nicht unähnlich; <i>copy and paste</i> als <q>moderne Kulturpraxis</q> von <q>Netzaktivisten</q> lasse die Einordnung der zusammengeklaubten Dissertation als <i>mash-up</i> zu. Insofern – so die Autorin – sei er für die <a href="http://neusprech.org/internetcommunity/"><q>Netzgemeinde</q></a> ein <q>Bruder im Geiste</q>, die Motivation der <i>Jäger</i> bleibe unverständlich.
</p>

<p>
Bereits auf den ersten Blick fällt der dürftige Stil des Artikels auf: Garniert mit einer Boulevardfrage (<q>Hört jetzt der Streit zwischen Internetaktivisten und netzskeptischen Politikern auf?</q>) betont die Autorin das Vorkommen von <q>Kampfbegriffen</q> (etwa: Zensursula) in netzpolitischen Debatten – um dann noch im selben Absatz die unpräzise Phrase des <q>geistigen Eigentums</q> zu bemühen. Ganz nach der Linie von Copyright-Extremisten vermischt sie so unter Anderem Urheberrecht, den Wunsch nach Namensnennung und Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens.
</p>

<p>
Keine Frage: Guttenberg hat mit seinem extensiven Plagiat alle drei Bereiche berührt; der vermeintliche Widerspruch bleibt dennoch arg konstruiert. Zwar zitiert die Autorin – korrekt – Markus Beckedahl, der in puncto Urheberrecht doppelte Standards bei der Union sieht, verkennt dann aber die Unterscheidung zu Positionen freier Kultur: <a href="http://freedomdefined.org/Definition/De">Forderungen</a> nach ungehinderter <em>Anwendung</em> und Möglichkeit zu <em>Kopie</em>, <em>Veränderung</em> oder <em>Verbesserung</em> implizieren keine Ablehnung der Nennung von Urheber oder Rechteinhaber.
</p>

<p>
Um dies festzustellen, bedarf es sicher keiner <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,694862,00.html">Ausbildung</a> an einer renommierten Journalistenschule – schon eine flüchtige Beschäftigung mit tatsächlicher Remix-Praxis hätte gereicht: So setzen sämtliche <a href="http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/">Creative-Commons-Lizenzen</a> eine Namensnennung voraus; Bestandteile der Werke von <i>Sampling</i>-Künstler <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Girl_Talk_(musician)"><i>Girl Talk</i></a> sind dieser Ethik entsprechend <a href="http://mashupbreakdown.com/">interaktiv aufgelistet</a>. Auch die thematisch verwandten <a href="http://www.debian.org/social_contract#guidelines"><i>Debian-Richtlinien für Freie Software</i></a> und die davon abgeleitete <a href="http://www.opensource.org/osd.html"><i>Open Source Definition</i></a> lassen Maßnahmen zum Schutz der Integrität eines Werkes durchaus zu; selbst viele <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/BSD-Lizenz">minimalistische Software-Lizenzen</a> fordern als einzige Bedingung für die Weiterverarbeitung eine Beibehaltung der Autorennennung.
</p>

<p>
Doch nicht erst die semantische Vermengung von Kopie und Bearbeitung macht den Artikel wirr – nebenbei behauptet die Autorin noch, das Netz, ja <q>Zugang zu Google</q>, mache Abschreiben <q>verführerisch einfach</q>, konstruiert so eine Verlagerung der Schuld weg von Guttenberg, hin zum (bösen) Internet. Sollte sich Khuê Pham auch in Zukunft weder um Fakten, noch um Kohärenz bemühen, täte die <i>Zeitungsgemeinde</i> gut daran, sich den Namen der Autorin zu merken – damit <i>Printaktivisten</i> ihre Artikel mit der <i>modernen Kulturpraxis</i> des <i>drag and drop</i> gleich zu den Erzeugnissen von Frank Patalong und Ben Schwan in den Mülleimer befördern können.
</p>

<p>
<small>
<b>Hinweis auf einen möglichen Interessenkonflikt</b>: Ich habe für das <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki"><i>GuttenPlag</i></a>-Projekt zwei Programme geschrieben. Eines (<i>Guttenviz</i>) stellt die identifizierten Fragmente in Karl-Theodor zu Guttenbergs Arbeit als <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/src/guttenviz">interaktiven Barcode</a> dar, das andere (<i>Guttencat</i>) gibt aus, wie viele Fragmente und Zeilen <a href="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/src/guttencat.py">welcher Plagiatskategorie</a> angehören. Die ermittelten Zahlen flossen in den <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/2._Zwischenbericht#Analysierte_Fundstellen">zweiten Zwischenbericht</a> von <i>GuttenPlag</i> ein.
</small>
</p>

<ins datetime="2011-05-07T23:40:14+00:00">
<p>
Ich habe mich auf der <i>re:publica</i> 2011 mit  Khuê Pham über den in diesem Beitrag kritisierten Artikel unterhalten. Dass sie mit der Formulierung vom <q>geistigen Eigentum</q> die Rhetorik der – eigentlich kritisierten – <span title="CDU und CSU">Union</span> übernahm, war ihr offenbar nicht bewusst. Auch die reißerische Überschrift (<q>[…] war ein <em>Pirat</em></q>) hielt sie im Nachhinein für einen Fehler, an dem sich Kommentatoren unnötigerweise <a href="http://www.zeit.de/2011/10/Guttenberg-Ruecktritt-Internet?commentstart=1#cid-1171707">festbissen</a>.
</p>
<p>
Ingesamt stellte sie sich meiner Kritik freundlich und unaufgeregt – schon dies halte ich für einen guten Grund, mein höhnisches Fazit („schlechte Journalistin“) zurückzunehmen. Insofern: Dieser Artikel sollte nicht so heiß gegessen werden, wie er gekocht wurde.
</p>
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