<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Die Welt ist gar nicht so. &#187; feminismus</title>
	<atom:link href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/tag/feminismus/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net</link>
	<description>Sie ist ganz anders.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 23 Sep 2013 15:41:20 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
		<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
		<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=4.0.35</generator>
	<item>
		<title>Feministinnen: Leichte Beute für Trolle</title>
		<link>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/feministinnen-leichte-beute-fur-trolle</link>
		<comments>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/feministinnen-leichte-beute-fur-trolle#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 13:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[erlehmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[bernd]]></category>
		<category><![CDATA[blogs]]></category>
		<category><![CDATA[feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[krautchan]]></category>
		<category><![CDATA[piratenweib]]></category>
		<category><![CDATA[rp10]]></category>
		<category><![CDATA[saschalobo]]></category>
		<category><![CDATA[sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[trolle]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.dieweltistgarnichtso.net/?p=2163</guid>
		<description><![CDATA[Lauter Perverse. So musste es wohl auf Uneingeweihte wirken, was am Rande der diesjährigen re:publica-Konferenz geschah: Bei zwei Veranstaltungen — zu Sexismus im Netz und Modeblogs — wurde der dem Livestream anhängige Chat geflutet mit Spam, Beleidigungen und Kopierpaste. Quelle &#8230; <a href="http://blog.dieweltistgarnichtso.net/feministinnen-leichte-beute-fur-trolle">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<img src="http://daten.dieweltistgarnichtso.net/pics/screenshots/web/krautchan/krautchan-fotze-erschie%C3%9Fen.png" alt="Forumsbeitrag Krautchan: „Erschießen sollte man diese Fotze.“"/>
<p>
<a href="http://diestandard.at/1271374616158/Republica-Lauter-Perverse-und-keine-Frauen-im-Netz"><q>Lauter Perverse.</q></a> So musste es wohl auf <span title="Neuschuchteln">Uneingeweihte</span> wirken, was am Rande der <a href="http://re-publica.de/10/">diesjährigen <i>re:publica</i>-Konferenz</a> geschah: Bei zwei Veranstaltungen — zu <i>Sexismus im Netz</i> und <i>Modeblogs</i> — wurde der dem Livestream anhängige Chat geflutet mit Spam, Beleidigungen und <a href="http://encyclopediadramatica.com/Copypasta">Kopierpaste</a>. Quelle der Trollereien ist ein Internetforum, das ich an dieser Stelle nicht nennen werde. Auch im <i>re:publica</i>-Blog hat man das Thema bereits <a href="http://re-publica.de/10/2010/04/19/trolle-im-livestream-chat/">kommentiert</a>.
</p>
<p>
Es ist kein Zufall, das gerade Sessions dieser Art von derart intensiver Trollerei betroffen sind — ebensowenig wie es kein Zufall ist, dass gewisse Feministinnen jene Ereignisse sofort als Beleg für <a href="http://www.piratenweib.de/?p=1341"><q>real existierenden Sexismus […] im Internet</q></a> ansehen und infolge dessen übereifert Alarm in ihrem Blog schlagen. Zwischen beiden Punkten besteht ein ursächlicher Zusammenhang: Gewisse Verhaltensweisen verleiten Trolle dazu, weiterzumachen, ja sogar ihre Anstrengungen zu intensivieren — schon lange lautet ein Sinnspruch zum Thema <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_%28Internet%29#Verhalten_als_Foren-Teilnehmer">„Don&#8217;t feed the trolls.“</a>; die nun empörten Bloggerinnen begehen eben den Fehler, diese Weisheit nicht zu beachten.
</p>
<span id="more-2163"></span>
<p>
Vorab: Auch ich habe <a href="http://re-publica.de/10/event-list/haha-ich-lachte-bernd/">einen Vortrag</a> auf der <i>re:publica</i> gehalten — und in diesem ging es um genau das Internetforum, dem besagte Trolle entsprangen. Es handelt sich bei dieser Seite um ein „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Imageboard" title="Es ist Deutschland hier !">Bildbrett</a>“, d.h. ein anonymes Forum, in dem das Anhängen von Bildern an Beiträge eine große Rolle spielt; derartige Foren haben eine ganz eigene Kultur, mit der ich mich seit Jahren <span title="Gonzo-Style natürlich, also zu Recherchezwecken.">auseinandersetze</span>. Und natürlich wurden auch schon in meine Richtung (leere) Drohungen ausgesprochen und eher weniger schöne Fotomontagen verbreitet; mich stört das bisher wenig.
</p>
<p>
Der wohl wichtigste Aspekt, der einen selbst zum lohnenden Trollziel macht, ist das Ernstnehmen von Trollbeiträgen. Wie schon erwähnt, nehmen viele die konkret gefallenen Äußerungen als Beleg für Sexismus — Trollen kommt es allerdings kaum auf den Inhalt an, vielmehr geht es um Provokation: Überfallen sie ein rechtes Forum, geben Trolle sich als Linke aus, bei Ausländern und Antifa wird mit Naziparolen provoziert — und auch im konkreten Fall werden eben die Sprüche abgelassen, mit denen man am meisten (negatives) Feedback abgreifen kann; Beschimpfungen bis hin zu Todesdrohungen sind an der Tagesordnung.
</p>
<p>
Derartiges Gebaren nicht von dem eines ernstzunehmenden (politischen) Gegners zu unterscheiden, ist wenig zielführend. Wie man statt dessen handeln kann, wurde erst kürzlich von einem bekannten berliner Blogger in seinem Vortrag <a href="http://re-publica.de/10/event-list/how-to-survive-a-shit-storm/"><i>How to survive a shit storm</i></a> am eigenen Beispiel erläutert — zur Wahl stehen: Ignorieren, Löschen, Diskussion schließen, Diskurs an sich reißen und (für den <span title="Dieses Level ist nur zugänglich mit komischer Frisur und Besitz von mindestens drei Mobiltelefonen.">höchsten Schwierigkeitsgrad</span>) zurücktrollen.
</p>
<p>
Massive Empörung mitsamt öffentlicher Anprangerung hat er jedoch <em>nicht</em> empfohlen, aus gutem Grund — ist dies doch eine der Reaktionen, auf die Trolle abzielen. Im aktuellen Fall ist der Effekt durchaus bemerkenswert: Ist ein Blogeintrag geschrieben, nehmen andere Bloggerinnen das Thema auf und so regt man sich nun schon seit fünf Tagen über ein paar Äußerungen auf, die ansonsten schnell vergessen wären. Johnny Häusler bemerkt hierzu<a href="http://re-publica.de/10/2010/04/19/trolle-im-livestream-chat/"> im <i>re:publica</i>-Blog</a>:
</p>
<blockquote cite="http://re-publica.de/10/2010/04/19/trolle-im-livestream-chat/">
<p>
Screenshot-Slideshows und Twitter-Hinweise auf Trolle führen unserer Meinung nach nur dazu, den entsprechenden Kommentaren eine noch größere Bühne zu bieten […]
</p>
</blockquote>
<p>
Um es noch mal zu betonen: Wichtig ist, zu realisieren, dass es hier mitnichten um Sexismus bzw. das Totschweigen desselben geht: Wenn eine Aussage — und sei sie <a href="http://www.karnele.de/index.php?option=com_content&#038;view=article&#038;id=196:republica-chat-sexismus-im-netz&#038;catid=53:aergernisse&#038;Itemid=101"><q>ARSCHVERLETZTES EMANZENPACK</q></a> — dutzende Mal gespammt wird, macht das zuerst einmal deutlich, dass da jemand die Kommunikation stören will. Darauf seinerseits mit Empörung und Beschimpfungen zu reagieren, ist selten der richtige Weg, sich für Trolle uninteressant zu machen und nimmt dem Kampf gegen tatsächliche sexistische Praktiken wertvolle Resourcen.
</p>
<p>
Im Übrigen finde ich es nicht gerade zivilisiert, <a href="http://re-publica.de/10/2010/04/19/trolle-im-livestream-chat/#comment-579">auf den Veranstaltern rumzuhacken</a>, weil diese Trollerei „zulassen“ würden: Johnnys Entscheidung, auf die Provokationen <em>nicht</em> mit Abschalten des Streams zu reagieren, bewies Augenmaß und ist in Anbetracht der Alternative — kein Stream — immer noch die beste Lösung.
</p>
<p>
Ebenfalls ist der <a href="http://re-publica.de/10/2010/04/19/trolle-im-livestream-chat/#comment-579">Vorwurf des Piratenweibs</a>, ich oder der <span title="Sascha na-ihr-wisst-schon">freundliche Typ aus der Abteilung Frisurenmarketing</span> hätten die Trolle angelockt, bei näherer Betrachtung unhaltbar: Andere per Livestream übertragene Events wurden ebenfalls in besagtem Internetforum rezipiert, so etwa der stellenweise überaus amüsante <a href="http://re-publica.de/10/event-list/laberflashmob/">Laberflashmob</a> aus dem Hause <a href="http://www.zentrale-intelligenz-agentur.de/"><abbr title="Zentrale Intelligenz Agentur">ZIA</abbr></a>. Weiterhin war dort auch bekannt, dass es von meinem Vortrag allenfalls Audio-Aufnahmen geben wird; die Spekulation mit den enttäuschten Streamzuschauern ist insofern wenig plausibel.
</p>
<p>
Ach, und ich betreibe kein Bildbrett.
</p>
<ins datetime="2010-05-11T21:06:15+00:00">
<p>
<i>plomlompom</i> macht sich auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Carta_%28Publikation%29"><i>CARTA</i></a> weitere Gedanken zum Thema: <a href="http://carta.info/26755/die-ressource-ignoranz/"><i>Die Ressource Ignoranz</i></a>.
</p>
</ins>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.dieweltistgarnichtso.net/feministinnen-leichte-beute-fur-trolle/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>20</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
